Sitzprobe Renault Espace und Ford S-Max

Die neuen Familien-Vans im Vergleich

Sitzprobe Renault Espace, Ford S-Max, Autosalon Paris 2014 Foto: Stefan Baldauf 23 Bilder

Die neuen Generationen von Renault Espace und Ford S-Max feiern auf dem Autosalon Paris Premiere. Wir haben in beiden Familien-Vans Probe gesessen und vergleichen.

Ford und Renault haben ihre Van-Baureihen komplett erneuert und setzen in Zukunft auf eine dynamischere Auslegung, ohne dabei die klassischen Tugenden zu vernachlässigen. Der neue S-Max geht ab 2015 in der 3. Generation an den Start, beim Renault ist es mittlerweile schon die 5. Generation. Beide haben bis zu sieben Sitzplätze und zielen damit auf VW Sharan und Seat Alhambra.

Neues Design zeigen beide Modelle vor allem an der Front mit deutlich vergrößerten Kühlergrills. Beim Renault Espace sind die Unterschiede zum aktuellen Modell mit schmaleren Fenstern und vier Zentimetern mehr Bodenfreiheit sowie den optional lieferbaren 20-Zoll-Felgen auch von der Seite gut erkennbar. Beide Modelle nutzen fortan einen neuen Unterbau: der S-Max baut auf der, vom Mondeo bekannten SD4-Plattform auf, Renault nutzt für den Espace den CMF-Baukasten aus der Allianz mit Nissan.

Sitzprobe Renault Espace, Ford S-Max, Autosalon Paris 2014
Paris-Premiere für den Renault Espace 1:13 Min.

Ford bietet für den S-Max einen Allradantrieb an

Auch technisch haben beide Vans Neues zu bieten. Der S-Max bemüht sich mit einer neuen Integrallenker-Hinterachse um mehr Komfort und mit einem neuen Lenksystem um mehr Dynamik. Es soll die Lenkübersetzung automatisch an die Geschwindigkeit anpassen. Außerdem wird für den Van erstmals ein Allradantrieb auf der Optionsliste stehen. Der Renault Espace verzichtet darauf.

Dafür soll der neue Renault Espace gegenüber dem Vorgänger um satte 250 kg abgespeckt haben und bekommt erstmals eine Allradlenkung. Auf Wunsch gibt es ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. 16 Zentimeter mehr Radstand sollen dem Platzangebot im Fond zugutekommen.

Scheinwerfer mit LED-Technik, eine dritte Sitzreihe und eine elektrische Heckklappe, die per Fußbewegung geöffnet werden kann, haben auf Wunsch beide Modelle.

Auch das Motorenangebot haben beide Hersteller überarbeitet. Für den S-Max stehen künftig der neue 1,5-Liter-Vierzylinderbenziner mit 160 PS und eine Zweiliter-Variante mit 240 PS zur Auswahl. Der Zweiliter-Diesel mit 120, 150 oder 180 PS bleibt. Für den Espace bietet Renault zum Markstart 2015 einen Vierzylinder-Turbodiesel mit 130 oder 160 PS und einem maximalen Drehmoment von 320 Nm an. Ein Vierzylinder-Turbo mit 200 PS ist zunächst der einzige verfügbare Benziner. Zu Fahrwerten und Verbrauch haben beide Hersteller bislang noch keine Angaben gemacht. Wohl aber zu den neuen Ausstattungsmöglichkeiten.

Renault Espace mit dem hochwertigeren Innenraum

Die Sicherheitsausstattung des S-Max hat Ford um Airbags im Fond und den Pre-Collision-Assistenten ergänzt, der Auffahrunfälle vermeiden soll. Das Infotainmentsystem lässt sich über einen 8 Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole bedienen. Neu ist auch, dass die Sitze im Fond über einen Schalter elektrisch wegklappen.

Der neue Renault Espace legt hier noch einen drauf: Über seinen zentralen 8,7-Zoll-Touchscreen kann so ziemlich alles gesteuert werden, was es zu steuern gibt: das Ansprechverhalten des Motors, die Geschwindigkeit der Gangwechsel (Automatikgetriebe), Eigenschaften der Allradlenkung, die Dämpfung, das Lenkverhalten, die Farbe der Ambientebeleuchtung, die Farbe der Instrumente, der Motorsound, die Klimatisierung, die Massagesitze und eben auch das Umlegen der Sitze im Fond.

Erste Eindrücke auf dem Pariser Salon: Ein üppiges Platzangebot für die Passagiere sowie zahlreiche nützliche und große Ablegen haben beide zu bieten. Beim Espace schränkt das schicke Panoramadach allerdings die Kopffreiheit schon in Reihe zwei ein. Dafür ist der Renault sichtbar besser verarbeitet und vermittelt insgesamt einen hochwertigeren Eindruck. Der Ford S-Max hat stärkere Motoren und einen Allradantrieb zu bieten, der selbst einen Vergleich mit dem neuen XC 90 nicht abwegig erscheinen lässt. Als Entscheidungshilfe bleibt auf jeden Fall das sehr unterschiedliche Design.

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