Skoda Superb Uli Sonntag
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Sitzprobe Skoda Superb

So sitzt es sich in der neuen Limousine

Nein, verstecken muss sich das Flaggschiff der Tschechen nicht. Tut es an diesem Mittwochmorgen aber trotzdem. Zumindest vor den Blicken der Öffentlichkeit. Denn seine offizielle Premiere feiert der neue Skoda Superb erst auf dem Autosalon in Genf. Deswegen wartet er im abgeriegelten Fotostudio darauf, von uns inspiziert zu werden.

Die zuweilen etwas bieder wirkende Ausstrahlung ihrer Vorgänger hat die dritte Generation endgültig abgelegt. Klar erkennbar: die neue Skoda-Linie, wie sie auch schon von Octavia und Fabia bekannt ist. Dazu tauchen einige Elemente der Designstudie Vision C, mit der Skoda vergangenes Jahr in Genf überraschte, jetzt beim Superb wieder auf. So etwa das kleine Flügelchen an der hinteren Tür, die noch stärker modellierte Motorhaube oder die Wingline getaufte Sicke an der Seite. Zusammen mit der coupéhafter geformten Hecklinie sieht das Topmodell der Marke nun deutlich
dynamischer aus.

Neuer Skoda Superb mit aufgeräumtem Cockpit

Gleiches gilt für die Front. Der prominentere Kühlergrill und die scharf gezeichnete Leuchtengrafik geben dem Superb eine gesunde Portion Selbstbewusstsein. Die braucht er auch. Immerhin konkurriert er in der preissensiblen Mittelklasse nicht nur mit dem Konzern-Verwandten VW Passat, sondern auch mit dem neuen Ford Mondeo und dem Opel Insignia. Seine Chancen? Auf den ersten Blick gut.

Doch was wirklich zählt, sind ja bekanntlich die inneren Werte. Also rein in die gute Stube. Hier ist die VW-Verwandtschaft kaum zu übersehen, trotzdem macht der Skoda Superb sein eigenes Ding daraus. Vom bequemen ledernen Fahrersitz fällt der Blick auf ein gewohnt aufgeräumtes Cockpit mit bekannten Tasten und großem Display samt Touchscreen. Der Skoda Superb erhält die jüngste Infotainment-Generation des Konzerns. Dazu gehören unter anderem Smartphone-Anbindung (via Mirrorlink, Apple CarPlay, Android Auto), LTE-Zugang und WLAN-Hotspots. Aber auch in puncto Fahrerassistenzsysteme holt er kräftig auf. Außer dem schon aus dem Octavia bekannten Angebot mit adaptivem Tempomat, Verkehrszeichenerkennung, Notbremsassistent sowie Totwinkel- und Spurhalteassistent erhält er maskierbares Fernlicht: Mittels einer Kamera in der Frontscheibe beobachtet der Superb seine Umgebung und steuert den Lichtkegel entsprechend, um entgegenkommende Fahrzeuge nicht zu blenden.

Nur noch Vierzylinder

Doch damit immer noch nicht genug an technischen Neuerungen. Unter die Haube des neuen Skoda Superb kommen nur noch Euro-6-konforme Triebwerke. Bei den fünf Benzinern reicht das Leistungsspektrum von 125 PS im 1.4 TSI, über einen 1,8-Liter-Motor mit 180 PS bis hin zum 2.0-TSI-Topmodell mit 280 PS. Die drei Diesel-Aggregate teilen sich auf 1.6- und 2.0-TDI-Motoren zwischen 120 und 190 PS auf. Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe gibt es wie bisher für die meisten Modelle als Option.

Da die Limousine heute aber noch stehen bleiben muss, richten wir unseren Blick auf das Interieur. Rund um das Armaturenbrett fühlen die Finger angenehm geschäumte Oberflächen und belederte Auflagen, im Wechsel mit glatten Zierleisten und Verkleidungen in Klavierlackoptik. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, ohne scharfe Kanten oder wackelige Teile. Wie bisher stehen mit drei Ausstattungslinien und verschiedenen Farbkombinationen einige Möglichkeiten zur Individualisierung offen. Wer es exklusiv mag, wird wieder eine Laurin-&-Klement-Version bekommen.

Trotz allem noblen Chichi vergisst aber auch der neue Superb die typischen Skoda-Details nicht. Beispiel gefällig? Türe auf und den Schirm aus der Seitenverkleidung ziehen. Beim Superb nichts Neues, bei der dritten Generation wandert der Schirm allerdings in die Vordertüren, sowohl auf der Fahrer- als auch auf der Beifahrerseite. Nettigkeiten wie die integrierte Taschenlampe im Kofferraum und der bekannte Eiskratzer im Tankdeckel fehlen ebenso wenig. Preislich soll ebenfalls alles auf dem Niveau des Vorgängers bleiben, mit einem Einstieg unterhalb von 25  000 Euro. Erstmals auf der Optionsliste: adaptive Dämpfer und eine Rückfahrkamera.

Auf der hinteren Sitzreihe zeigt sich, dass der Skoda Superb seine guten Gene nicht vergessen hat. In der Länge wächst er auf 4,86 Meter, in der Breite kommen fünf und beim Radstand sogar rund acht Zentimeter dazu. Obwohl es bisher schon im Fond nicht an Platz mangelte, ist er nun noch einen Tick geräumiger geworden. Beschwerden, die dynamischere neue Karosserieform schränke die Kopffreiheit ein, können nur wirklich Großgewachsene äußern. Zudem weht auf der Rückbank ein Hauch von Luxus. Sitzheizung und eine eigene Klimazone sind auch in dieser Klasse kein Standard. Wem das alles nicht reicht: Bei elektrisch verstellbaren Sitzen lässt sich der Beifahrersitz über separate Knöpfe auch von hinten verschieben – fürs Chefgefühl und Platz ohne Ende. Den gibt es auch im Kofferraum reichlich, obwohl es die Karosserieform nicht vermuten lässt.

Skoda Superb Limousine als Kombi-Konkurrent

Mit einem Stauvolumen zwischen 625 und 1.760 Litern lässt die Skoda Superb-Limousine sogar manche Kombi-Konkurrenz alt aussehen. Die seitlichen Fernentriegelungshaken leisten da gute Dienste, um die geteilte Rücksitzlehne vom Laderaum aus vorzuklappen. Ähnlich praktisch: die große Kofferraumklappe. Optional fährt sie elektrisch nach oben, ausgelöst sowohl per direkten Handbefehl als auch über die Fernbedienung. Wer gar keine Hand frei hat, gibt das Signal mittels Fußschwenk unter den hinteren Stoßfänger.

Was will man eigentlich mehr? Na, den Kombi natürlich, werden viele deutsche Kunden sagen. Er folgt der Limousine im September. Auf Fotos werden Sie jedoch nicht so lange warten müssen. Vermutlich wird er sich uns ebenfalls vorab im sorgsam abgeschirmten Studio präsentieren.

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