VW Touran Sitzprobe Ingo Barenschee
VW Touran Sitzprobe
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VW Touran Sitzprobe 29 Bilder

Sitzprobe VW Touran Der veredelte Familienvan

Auf Getränkemarktparkplätzen sind sie die Stars: Kompaktvans. Fahrer dieser Fahrzeuggattung machen sich auch gerne über Freunde lustig, die für jeden Wochenendtrip die Dachbox montieren müssen. Dafür gelten Vans als unsexy. Von außen zeigt VW mit dem neuen Touran, wie man das Problem zumindest deutlich mildern kann.

Neuer VW Touran wirkt flacher und breiter

Die Neuauflage ist zwar nur gut 6 mm niedriger, wirkt aber dank des längeren Radstandes und einiger Designkniffe spürbar flacher und breiter und nicht mehr so hochbeinig. Die Optik an sich ist zwar wenig überraschend - sie orientiert sich am kleineren Golf Sportsvan - aber bei einem Van stehen nun mal Funktionalität und Raumökonomie im Vordergrund. Trotzdem muss man VW-Chefdesigner Klaus Bischoff zu Gute halten, aus dem praktischen Würfel Touran einen durchaus attraktiven Raumgleiter gemacht zu haben. Die neuen LED-Scheinwerfer, mehr Chrom an Grill und den seitlichen Fensterflächen sorgen zudem für einen wertvolleren Look als beim Vorgänger.

Der vordere Einstieg durch die großen, weit zu öffnenden Türen ist ebenso bequem wie hinten für die Fondpassagiere. Die Sitze sind recht straff gepolstert. Vor allem hinten wirkt der neue VW Touran größer, bietet ausreichend Kopf- und Beinfreiheit auch für Erwachsene. Die drei Einzelsitze im Fond lassen sich separat umklappen, nach Angaben von VW können drei Kindersitze nebeneinander montiert werden – alles andere als üblich in dieser Klasse. Selbst der mit 743 Litern üppige Kofferraum ist mit weichen, hochwertig anmutenden Kunststoffen ausgekleidet. Das bekommen manch andere Hersteller nicht mal im Cockpit hin.

47 Ablagefächer im VW Touran

Im Vergleich zum VW Golf, mit dem sich der Touran die technische Basis - den modularen Querbaukasten teilt - ist die zentrale Bedieneinheit mit dem großen Touchscreen leicht in Richtung Fahrerseite gedreht. Neu: Der optionale CD-Player verschwindet in einem sogenannten Medienfach und lässt so mehr Raum im darunterliegenden Handschuhfach. Ob sich tatsächlich alle Handyarten – von Android bis Apple – problemlos mit dem Touran verbinden lassen, konnte bei der ersten Begegnung nicht getestet werden. Das aus dem Passat bekannte digitale Kombiinstrument soll im Laufe des Modellzyklus auch im Touran Einzug halten. Auch ein Head-up-Display folgt später.

Es gibt 47 Ablagefächer, in denen allerlei Arten von Kleinkram bis zur großen Getränkeflasche verschwinden lassen können. Scharfe Hartplastikkanten sucht man vergebens. In Sachen Verarbeitung gibt sich der Touran keine Blöße. Die Einzelsitze lassen sich bis in die dritte Sitzreihe zu einer ebenen Ladefläche umklappen. Neu: Die Sitze der dritten Reihe müssen nicht mehr mühsam ausgebaut werden, wenn sie nicht gebraucht werden, sondern verschwinden flach im Ladeboden.

Fazit:

Mehr Platz, mehr Multimedia, eine hochwertigere Anmutung: VW hat den Touran nicht neu erfunden, aber doch an vielen Stellen spürbar verbessert. Und seien wir ehrlich: Wäre der neue Touran ein flippiger Lifestyle-Van geworden, hätten wir uns über die fehlende Funktionalität mokiert. Die Kunden werden den praktischen VW Touran wieder genauso schätzen wie bisher – vor allem weil sie dafür nicht mehr bezahlen müssen. Die Preise sollen laut VW-Chef Martin Winterkorn auf dem Niveau des Vorgängers

Übersicht: Neuer VW Touran
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