Sixt

Spektakuläres erstes Quartal

Foto: Sixt

Deutschlands größter Autovermieter Sixt stockt seine Fahrzeugflotte nach einem rasanten Start ins Jahr um mindestens 2.000 Autos auf. Das erste Quartal sei spektakulär gelaufen, sagte Konzernchef Erich Sixt am Dienstag (31.5.) in München.

"Wir sind sehr erfreut." Erstmals seit Jahren sei die Nachfrage auch in Deutschland wieder gestiegen. Der Vorsteuergewinn wurde auf sieben Millionen Euro mehr als verdreifacht. Damit fuhr Sixt nach Worten des Chefs das bisher beste Ergebnis in einem ersten Quartal ein.

Der Umsatz im Vermiet- und Leasinggeschäft legte um 14 Prozent auf 240 Millionen Euro zu. Auch die Billigmarke Sixti habe sich gut entwickelt. "Es geht flott voran", sagte Sixt. Beim Einkauf der Autos profitierte Sixt von der Branchenflaute. "Ziemlich allen Herstellern geht es lausig. Das ist für Sixt nicht schlecht", sagte Sixt. Im Durchschnitt hatte Sixt im vergangenen Jahr rund 45.000 Autos in seiner Flotte, ein Großteil davon gehören zum Premium-Segment.

Sixt will zur Nummer zwei in Europa werden

Trotz des guten Starts ins Jahr will Sixt die Prognose für das Gesamtjahr nicht hoch schrauben. Weiterhin werde eine Steigerung des Vorsteuerergebnisses um rund 20 Prozent erwartet. Beim Umsatz aus dem Vermiet- und Leasinggeschäft will Sixt um fünf Prozent zulegen. Zu diesem operativen Geschäft kommt bei Sixt der Umsatz aus dem Verkauf von Gebrauchtwagen hinzu. Im vergangenen Jahr machte dieser mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes von 2,3 Milliarden Euro aus.

Sixt will die Konkurrenz vor allem im Ausland ausbremsen. Derzeit liegt Sixt nach eigenen Angaben in Europa nach Europcar, Hertz und Avis auf Platz vier. Bis 2008 will Sixt zur Nummer zwei aufrücken. "Aber der Weg ist noch lang." In Deutschland fährt Sixt mit einem Marktanteil von 26 Prozent den anderen Anbietern davon.

Im Rechtsstreit mit dem früheren Bundesminister Oskar Lafontaine hat Sixt nach eigenen Angaben einen Etappensieg errungen. Der Bundesgerichtshof habe die Revision gegen ein Urteil im Zusammenhang mit einer Sixt-Werbeanzeige angenommen. Sixt hatte in einer Anzeige nach dem Rücktritt Lafontaines das gesamte damalige Bundeskabinett mit einem durchgestrichenen Bild Lafontaines gezeigt. Darunter hieß es: "Sixt verleast auch Autos für Mitarbeiter in der Probezeit." Dafür war Sixt zur Zahlung von 100.000 Euro Entschädigung verurteilt worden. Dagegen hatte sich der Konzern gewehrt.

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