Skoda-Deutschland-Chef Rieck

"Wir wollen dieses Jahr 175.000 Neuzulassungen schaffen"

Alfred Rieck Foto: Skoda 8 Bilder

Skoda-Deutschland-Chef Alfred Rieck wird seinen Chefsessel zum 1. August verlassen und der tschechischen Marke in anderer, noch nicht bekannter Funktion erhalten bleiben. Es darf erwartet werden, dass Rieck im Konzern weiter aufsteigt, verlautet aus Konzernkreisen.

Denn die Leistung des Managers ist durchaus anschaulich, wie ein Interview mit auto-motor-und-sport.de vor wenigen Tagen zeigt, in dem Rieck über Absatzerfolge, ambitionierte Ziele, neue Modelle und das Vertriebsnetz spricht.

Herr Rieck, wie schätzen Sie den deutschen Markt ein?
Rieck: Der deutsche Markt entwickelt sich dank der Umweltprämie für uns sehr positiv. Ich rechne dieses Jahr mit 3,4 bis 3,5 Millionen Neuzulassungen im Gesamtmarkt.
 
Und wie profitiert Skoda davon?
Rieck: Rund ein Drittel unserer Verkäufe verdanken wir der Abwrackprämie. Nach den 121.000 Neuzulassungen des Vorjahres sollte Škoda dieses Jahr in Deutschland auf rund 175.000 Neuzulassungen kommen. Jedoch ist diese Prognose gleich zu relativieren, denn aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage ist noch nicht abzusehen, wie sich der Markt in der zweiten Jahrshälfte darstellt. Unser Auftragseingang hat allerdings schon jetzt das Niveau des gesamten Vorjahres erreicht.

Wie entwickelt sich Ihr Marktanteil?
Rieck: Wir liegen jetzt erstmals in Deutschland über fünf Prozent. Per April lag unser Marktanteil bei 5,3 Prozent. Und ich gehe davon aus, dass wir das Jahr auch bei knapp fünf Prozent abschließen werden. Zumal wir im August unseren Yeti in den Markt bringen werden.
 
Welche Absatzziele haben Sie für den neuen Kompakt-SUV?

Rieck: In einem vollen Jahr rechnen wir mit 15.000 Neuzulassungen in Deutschland.
 
Wie profitieren Ihre Händler davon?
Rieck: Im vergangenen Jahr haben unsere Händler eine durchschnittliche Rendite von einem Prozent erzielt. Für dieses Jahr gehe ich von 1,2 bis 1,3 Prozent aus.

Andere Importeure wie Mitsubishi und Volvo streichen heftig Arbeitsplätze in Deutschland. Wie steht es um Ihre Belegschaft?
Rieck: Wir haben etwa 260 Mitarbeiter in Deutschland - und wollen an dieser Größe auch festhalten. Allerdings planen wir keine Neueinstellungen, weil wir nicht wissen, wie lange die generelle Krise noch dauern wird.

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