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Skoda Karoq (2017)

Der kompakte SUV im Fahrbericht

Skoda Karoq Foto: Achim Hartmann 42 Bilder

Der Skoda Karoq kommt Ende des Jahres auf den Markt. Wir sind den Wagen in den beiden Benziner-Versionen gefahren und haben alle Infos und Bilder vom neuen Kompakt-SUV und Yeti-Nachfolger.

11.10.2017 Holger Wittich, Torsten Seibt, Dirk Gulde 17 Kommentare Powered by

Mit dem kleinen SUV vervollständigt der VW-Konzern sein SUV-Portfolio auf dieser Plattform, auf der auch der Seat Ateca und der kommende VW T-Roc aufbauen. Die Markteinführung startet im zweiten Halbjahr 2017.

Der Skoda Karoq misst 4.382 Millimeter in der Länge, 1.841 Millimeter in der Breite und 1.605 Millimeter in der Höhe. Dadurch nimmt der Platz für Passagiere und Gepäck im Vergleich zum Yeti deutlich zu – und kann dank der optionalen hinteren Vario-Flex-Sitzbank (verschieb- und ausbaubar) noch erweitert werden. Alle technischen Daten finden Sie in unserer Tabelle.

Skoda Karoq
Alle Infos und Preise zum Yeti-Nachfolger-SUV 3:04 Min.

Optisch übernimmt der neue Skoda Karoq (hier gehts zur ersten Mitfahrt) die Designsprache des Kodiaq. Der kleine SUV erhält die Skoda-typischen zackigen Sicken, die schmalen eckigen Heckleuchten und den bekannten Grill mit den flankierenden schmalen Scheinwerfern. Ab der mittleren Ausstattungslinie sind LED-Scheinwerfer und –Lampen erhältlich.

Die Radkästen des Viertürers sind ausgestellt, die Gürtellinie verläuft leicht ansteigend, die obere Fensterlinie neigt sich etwas. Dadurch entsteht ein durchaus dynamischer Eindruck. Der Innenraum zeigt ein komplett neu konzipiertes Armaturenbrett, das in einen hohen oberen und schmalen unteren Bereich geteilt ist.

Skoda Karoq wirkt wie eine Schrumpfversion des Kodiaq

SPERRFRIST 18.05. Foto: Skoda
Wir konnten schon mal im neuen Kompakt-SUV Platz nehmen.

Das neueste SUV-Baby auf Basis des Konzern-MQB will nach Knuffel-Design und -Namen des Vorgängermodells deutlich ernsthafter und im Stil des Kodiaq auftreten. Tatsächlich wirkt der Karoq nicht nur auf den ersten Blick wie eine Schrumpfversion des großen Bruders mit vielen Designzitaten, obwohl er gegenüber dem Yeti in der Länge um 16 Zentimeter zugelegt hat. Damit streckt er sich sogar noch etwas mehr als Seats neuer SUV-Shootingstar Ateca. Zur ersten Sitzprobe erscheint der Karoq in der höchsten Ausstattungslinie, markentypisch Style getauft, auf eine besonders feine Laurin & Klement-Version muss noch etwas länger gewartet werden. Platz, man kennt das von Skoda, ist auch beim Karoq in einer angesichts der Fahrzeugklasse überraschenden Fülle vorhanden.

Schon die elektrisch aufschwenkende Heckklappe, welche die ausziehbare Laderaumabdeckung mit auf die Reise nach oben nimmt, lässt Nehmerqualitäten fürs Gepäck erkennen. Bis zu 1.810 Liter Volumen stehen in Verbindung mit der Varioflex-Rücksitzbank bereit, da kommt auch der größere Tiguan in Erklärungsnot. Auf den Rücksitzen, deren Zahl man nur wohlwollend mit Drei beziffern kann (der hintere Mittelplatz ist eher gepolsterte Ablage als ausgeformtes Möbel), herrscht bei zurückgeschobenen VarioFlex-Sitzen fast schon Tanzsaal-Atmosphäre. Dass man dort mehr Beinfreiheit als in jedem Ferienflieger vorfindet, macht den Karoq nicht unsympathischer.

In der ersten Reihe warten im Fotomodell elektrisch verstellbare Komfortsitze, die ordentlichen Seitenhalt bieten und Langstreckenbehaglichkeit versprechen. Das Cockpit sprüht nicht gerade vor Einfallsreichtum und Extravaganz, Seriösität stand im Lastenheft der Innenraumdesigner offenbar an erster Stelle. Und auch hier sind die Zitate des Kodiaq mehr als offensichtlich – etwa an der Ausformung der Mittelkonsole mit stilisierten Griffen vor dem DSG-Schalthebel oder der Bedieninsel mit der elektrischen Feststellbremse dahinter. Viel Erklärungspotenzial haben die Skoda-Verkäufer in den Autohäusern künftig im Hinblick auf Infotainment und Multimedia, um den je nach Ausstattungslevel voll vernetzten SUV mit LTE-Modul, SmartLink+ und Connect-App zu erläutern.

Zweiliter-TDI kommt neu im Skoda Karoq

Dynamik bringt vor allem der neue 2,0-Liter-TDI mit 190 PS, 400 Nm Drehmoment und serienmäßigem Allrad. Während alle anderen Aggregate wahlweise mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe gekoppelt sind und es optional das 7-Gang-DSG gibt, erhält der Top-Karoq das DSG serienmäßig. Gegen Aufpreis kann der Fahrer ab der Ausstattungslinie „Ambition“ eine Fahrprofilauswahl mit den Modi „Normal“, „Sport“, „Eco“ und „Individual“ ordern. Einen Offroad-Modus gibt es für das 4x4-Modell zusätzlich.

SPERRFRIST 18.05. Foto: Skoda
Der Skoda Karoq kommt im Herbst in den Handel.

Als weitere Besonderheit im Motorenportfolio gilt der 1,5-Liter-Vierzylinder-TSI mit 150 PS. Er verfügt über ein aktives Zylindermanagement (ACT), bei dem sich der zweite und dritte Zylinder kurzfristig abschalten, wenn ihre Leistung nicht benötigt wird. Dadurch spart der Motor bis zu 0,5 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer ein.

Beim Laderaum bietet der Karoq 521 Liter bei feststehender hinterer Sitzbank. Bei umgeklappter Sitzbank erhöht sich das Fassungsvermögen auf 1.630 Liter. In Verbindung mit den optionalen VarioFlex-Rücksitzen ist der Stauraum variabel und fasst zwischen 479 und 588 Liter. Das VarioFlex-System besteht aus drei separaten Rücksitzen, die einzeln verstellt und komplett ausgebaut werden können – das Laderaumvolumen des kompakten SUV kann somit auf 1.810 Liter erhöht werden.

Karoq1,0 TSI1,5 TSI1,6 TDI2,0 TDI2,0 TDI
Leistung:115 PS (85 kW)150 PS (110 kW)115 PS (85 kW)150 PS (110 kW)190 PS (140 kW)
Drehmoment:175 Nm250 Nm250 Nm340 Nm400 Nm
V-max::187 km/h204 km/h188 km/h207 km/h211 km/h
0 - 100 km/h:10,6 s8,4 s10,7 s8,9 s7,8 s
Verbrauch:5,3 l / 100 km5,1 l / 100 km4,5 l / 100 km4,4 l / 100 km5,3 l / 100 km
CO2:123 g / km119 g / km118 g / km115 g / km138 g / km
Getriebe:Man. 6-Gang o. 7-Gang-DSGMan. 6-Gang o. 7-Gang-DSGMan. 6-Gang o. 7-Gang-DSGMan. 6-Gang o. 7-Gang-DSG7-Gang-DSG
Antrieb:FrontFrontFrontFrontAllrad
Länge:4.382 mm4.382 mm4.382 mm4.382 mm4.382 mm
Breite:1.841 mm1.841 mm1.841 mm1.841 mm1.841 mm
Höhe:1.605 mm1.605 mm1.605 mm1.605 mm1.605 mm
Radstand:2.638 mm2.638 mm2.638 mm2.638 mm2.630 mm
Kofferraum:521 l / 1.630 l521 l / 1.630 l521 l / 1.630 l521 l / 1.630 l521 l / 1.630 l
Kofferraum*:479 - 588 l / 1.810 l479 - 588 l / 1.810 l479 - 588 l / 1.810 l479 - 588 l / 1.810 l479 - 588 l / 1.810 l
*mit Vario-Flex-Sitzbank

Karoq bietet volldigitalisiertes Cockpit

Zur Unterstützung des Fahrers bietet Skoda für den Karoq diverse Assistenzsysteme an, so ist ein adaptiver Abstandsassistent (ACC), der auch eigenständig bremst, an Bord. Zudem ein Berganfahrassistent und ein Emergency Assist, der bei drohender Fahruntüchtigkeit des Fahrers eingreift. Außerdem: Spurhalteassistent (Lane Assist) und Verkehrszeichenerkennung. Serienmäßig verfügt der Karoq auch über einen Front Assist inklusive City-Notbremsfunktion mit vorausschauendem Fußgängerschutz. Optional stehen noch der Blind Spot Detect und der Ausparkassistent Rear Traffic Alert in der Preisliste.

Der Fahrer schaut im Skoda Karoq optional auf ein volldigitales Instrumentenpanel mit vier Anzeigen-Layouts:

  • Das Classic-Layout mit Drehzahlmesser und Tacho jeweils als Rundinstrument rechts und links im Display. Der Bereich dazwischen ist individuell gestaltbar – zum Beispiel mit der Anzeige des laufenden Unterhaltungsprogramms oder der Navigationskarte, in die zusätzlich hereingezoomt werden kann.
  • Das Digital-Layout bietet eine Hauptanzeige über die gesamte Displaybreite – angezeigt werden können hier zum Beispiel das laufende Musikprogramm oder die Navigationskarte. Darunter und darüber bleibt Platz für kleine digitale Anzeigen. Beispielsweise die gefahrene Geschwindigkeit, die Schaltempfehlung, die Verkehrszeichenerkennung, die verbleibende Restfahrstrecke, die Entfernung zum nächsten Abzweig auf der programmierten Route oder die bereits zurückgelegte Fahrstrecke.
  • Das Infoprofile-Layout, bei dem der mittlere Bereich des Displays mit einer großen Anzeige belegt wird. Zum Beispiel der Navigationskarte. Rechts, links und oberhalb der Karte ist Platz für individuelle Zusatzinformationen. Das kann die gefahrene Geschwindigkeit, die Navigationsvorschau mit Piktogrammen, die gewählte Fahrstufe, die Verkehrszeichenerkennung (z. B. Tempolimit) oder die Fahrzeit sein, um nur einige Möglichkeiten zu nennen.
  • Das Reduced-Layout, das zwei ausgewählte digitale Informationen groß anzeigt. Das können beispielsweise die gefahrene Geschwindigkeit und die verbleibende Reichweite sein. Zusätzlich werden oben und unten im Display beispielsweise die genannten Grundinformationen (Uhrzeit usw.). Mit aktiver Navigation-Zielführung werden in der Mitte auch die Navi-Pfeile gezeigt.

Fahrbericht Skoda Karoq: Wie viel Yeti steckt im neuen Karoq?

Den knuffigen Eigenbrötler Yeti hat Skoda zum linientreuen Konzern-SUV perfektioniert. Wir sind für Sie den Karoq 1.5 TSI mit Frontantrieb und Siebengang-DSG gefahren.

Das mit dem neuen Namen war auch für Skoda eine schwere Entscheidung.

Skoda Karoq Foto: Achim Hartmann
Elf Zentimeter kürzer als ein VW Tiguan und 32 Zentimeter länger als ein Skoda Kodiaq: Der neue Skoda Karoq (Bild).

„Yeti“ hat einfach perfekt gepasst zum pummeligen Zwergen-SUV mit Kuller-Nebel-Augen in der Ur-Version. Doch „Yeti“ musste sterben, da der Neue rein gar nichts mehr mit niedlich am Hut hat. Ernst und konzentriert blicken die kantigen LED-Scheinwerfer des Karoq nach vorn, der sich linientreu unterhalb des elf Zentimeter längeren Konzernbruders VW Tiguan und des 32 Zentimeter längeren Skoda Kodiaq einreiht – zusammen mit dem Seat Ateca, mit dem er im tschechischen Kvasiny vom gleichen Band läuft. Irgendwas mit Schnee hat sein Name jedoch schon zu tun: In der Sprache alaskischer Einwohner soll sich „Karoq“ aus „Auto“ und „Pfeil“ ableiten, wie Marketingexperten von Skoda herausgefunden haben. Na dann.

Immerhin taten Skodas Ingenieure alles dafür, dass Yeti-Fans bis auf den Namen nichts vermissen: Trotz Wachstums um 16 Zentimeter in der Länge und fünf Zentimeter in der Breite fühlt sich der Neue immer noch kompakt an. Hier in den schmalen Ortsdurchfahrten im Turiner Hinterland, wo wir den Karoq das erste Mal fahren dürfen, wirkt er ebenso wenig überdimensioniert wie beim Rangieren auf vollen Parkplätzen. Über die Extra-Zentimeter freuen sich vor allem Mitfahrer in Reihe zwei, die mit ausreichend Kopf- und Beinfreiheit versorgt werden.

Wer die clevere Sitzbank im Yeti schätzen gelernt hat, bekommt das Varioflex genannte System für 390 Euro Aufpreis auch im Karoq.

Skoda Karoq Foto: Achim Hartmann
Einzeln verschiebbare Sitze im Fond gibt es auch im Karoq: Das Varioflex genannte System kostet 390 Euro Aufpreis.

Drei längsverschiebbare und in der Neigung justierbare Fondsessel lassen sich einzeln umklappen, nach vorn kippen oder ganz ausbauen, wodurch sich das Kofferraumvolumen auf bis zu 1.810 Liter erhöht – das sind 70 Liter mehr als im nicht gerade knapp geschnittenen Octavia Combi. Wird nur der schmale Mittelsitz ausgebaut, lassen sich die beiden äußeren Möbel etwas zur Mitte verschieben, um zwei Fondpassagiere mit mehr Ellenbogenfreiheit auszustatten.

Variabel und bequem

Variantenreich justierbare Rücksitze haben oft den Nachteil, dass die ganze Mechanik nicht mehr viel Platz für vernünftige Polster übrig lässt. Die Karoq-Rückbank geriet jedoch sehr bequem und ebenso langstreckentauglich wie die angenehm gepolsterten Vordersitze mit viel Seitenhalt. Und wo wir schon beim Klappen und Verschieben sind, müssen wir mal wieder die vielen praktischen Ideen loben, die inzwischen zum Markenzeichen von Skoda geworden sind: Zu den ganzen Eiskratzer-, Regenschirm- und Parkticket-Haltern gesellt sich im Karoq beispielsweise ein Kofferraumrollo, das an der Heckklappe befestigt ist, sodass es beim Öffnen mit nach oben schwingt und dadurch nie im Weg ist.

An Kopfstützen und Mittelkonsole finden sich darüber hinaus gleich drei Befestigungen für Tablet-PCs. Wer unbedingt was zum Meckern sucht, kann sich die teils etwas schlichten Materialien vornehmen. Gerade in den Türverkleidungen ist der Anteil von tristem Hartplastik etwas hoch geraten. Verarbeitung und Bedienelemente lassen freilich keine Wünsche offen.

Dass die Zeiten vorbei sind, in denen Skoda alte VW-Technik auftragen musste, wird beim Infotainment besonders deutlich: So umfasst das Connectivity-Angebot die neuesten Konzern-Gerätschaften mit kontrastreichen, sensibel reagierenden Touchscreens, handyunabhängiger Online-Anbindung samt Echtzeit-Stauinfos sowie einer Smartphone-Integration, die alle derzeit üblichen Schnittstellen (Apple CarPlay, Android Auto, MirrorLink) unterstützt.

Erfreulicherweise sind die Schnittstellen nicht wie bei vielen anderen Herstellern an teure Navigationsgeräte gekoppelt. Wer nur gelegentlich navigiert, begnügt sich daher am besten mit dem Radio Bolero (630 Euro) und spannt für die Routenführung sein Handy ein, dessen Karten und Abbiegehinweise auf den Bordmonitor gespiegelt werden. Als erster Skoda überhaupt bekommt der Karoq ab 2018 ein volldigitales Kombi-In-strument, dessen Anzeigen sich umfangreich anpassen lassen – von der reizüberflutenden Navi-Zweitkarte bis zur reduzierten Basisanzeige dürfte jeder seine passende Darstellungsart finden.

Dass nicht nur auf Bits und Bytes geachtet wurde, zeigt sich auf italienischen Nebenstraßen schon nach wenigen Kilometern. Auf Asphaltoberflächen, die schon viele Reparaturstümpereien hinter sich haben, kommt der gute Federungskomfort des Karoq zur Geltung. Obwohl unser Testwagen ohne Adaptivdämpfer auskommen muss, federt er sehr wohlwollend über kurze und mittlere Unebenheiten hinweg, ohne störend nachzuschwingen. Das Schwebegefühl luftgefederter Nobel-SUV stellt sich zwar nicht ein, im Vergleich zu vielen knochig abgestimmten Konkurrenten fährt der Kodiaq jedoch spürbar gelassener.

Die Benziner im Fahrbericht

Unser Testwagen mit dem 1,5-Liter-TSI und Vorderradantrieb wirkt jedoch auch etwas kopflastig. In engen Kehren schiebt er schon mal über die Vorderräder und neigt sich kräftig zur Seite. Da lassen wir es doch gern entspannter angehen, wozu auch die sehr leichtgängige Lenkung passt, die den Karoq handlich macht, ohne sich dabei steril anzufühlen. „Entspannt“ ist auch beim Antrieb das Stichwort: Vom 1,5-Liter-TSI ist beim gemütlichen Cruisen so gut wie nichts zu hören – unabhängig davon, ob er auf vier Zylindern läuft oder auf zwei, um Sprit zu sparen. 150 PS und 250 Nm Drehmoment reichen locker aus, den SUV in Schwung zu bringen. Im Verbund mit dem schnell und ruckarm agierenden Siebengang-DSG genügt es für Zwischensprints, das Gaspedal ganz durchzudrücken, und schon stürmt der 1,4-Tonner davon.

Dreizylinder durchaus ausreichend

Wer zum Preis des frontgetriebenen 1.5 TSI mit 150 PS (ab 26.490 Euro) lieber auf Leistung als auf ein Automatikgetriebe verzichtet, bekommt den 115 PS starken Einstiegsbenziner 1.0 TSI (ab 24.290 Euro) auch mit dem 1.800 Euro teuren Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Obwohl der Karoq damit mindestens 1.361 kg (Werksangabe) auf die Waage bringt, fühlt er sich mit dem 1,0 Liter kleine Dreizylinder-Turbo in den meisten Fahrsituationen völlig ausreichend motorisiert an. Natürlich marschiert er damit nicht so bullig los wie mit dem Zweiliter-Diesel, doch die 200 Nm ab 2.000/min reichen aus, um mehr als zügig im Verkehr mit zu schwimmen. Zudem scheut er sich nicht, bei Bedarf motiviert bis an den roten Bereich zu drehen, ohne dabei seine guten Manieren über Bord zu werfen. Zwar bleibt den Ohren der Insassen unter hoher Last nicht verborgen, dass der 1.0 TSI sein Drehmoment aus nur drei Zylindern entwickelt, doch ungebührlich laut schreit er nicht, während er sich die Drehzahlleiter hochkämpft. Richtig ins Schwitzen kommt der Karoq 1.0 TSI eigentlich erst, wenn er bis ans zulässige Gesamtgewicht (knapp 1,9 Tonnen) vollbeladen wird oder bergauf flott überholen soll.

Ansonsten kümmert sich das Doppelkupplungsgetriebe unauffällig darum, die Gänge frühzeitig und passgenau zu wechseln. Es passt seine Schaltstrategie je nach gewähltem Fahrmodus an und kuppelt im Eco-Modus im Schubbetrieb aus, so dass der Motor im Leerlauf dreht und der Karoq spritsparend „segelt“. Dann wird aus dem neuen Skoda-SUV ein feiner Gleiter, wobei es noch nicht einmal stört, dass die optionalen Adaptivdämpfer in Verbindung mit dem 1.0 TSI derzeit nicht zu haben sind. Grobe Verwerfungen im Asphalt bleiben den Insassen zwar nicht verborgen, doch das Serienfahrwerk filtert die meisten Stöße soweit ab, dass sie den Komfort kaum noch beeinträchtigen – selbst wenn statt der serienmäßigen 16-Zöller Räder im 18-Zoll-Format aufgezogen sind.

Diesel kommen später

Zum Händlerstart am 4. November stehen neben den beiden gefahrenen Benzinern noch zwei Vierzylinder-Diesel (1,6-Liter mit 115 PS, Zweiliter mit 150 PS) zur Wahl.

Skoda Karoq Foto: Achim Hartmann
"Die Variabilität eines Vans, gepaart mit der höheren Sitzposition eines SUV und der Problemlosigkeit eines Kompakten: Es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten, dem Karoq einen großen Verkaufserfolg zu prognostizieren.", so Redakteur Dirk Gulde.

Etwas später folgt der Topdiesel mit 190 PS und serienmäßigem Allradantrieb. Gegen Aufpreis lassen sich auch die beiden 150-PS-Aggregate mit Allradantrieb kombinieren. Bei 4x4-Modellen kommt statt der einfachen Verbundlenker-Hinterachse eine aufwendigere Vierlenkerkonstruktion zum Einsatz, die nochmals verbesserte Fahreigenschaften verspricht. Zur Markteinführung konzentriert sich Skoda auf die zwei mittleren Ausstattungsstufen Ambition und Style. Scout und Sportline folgen ebenso 2018 wie die Basisversion Active.

Auch ohne dieses Basismodell zum Kampfpreis dürfte der Karoq den Marktanteil von Skoda hierzulande weiter nach oben treiben und vielleicht sogar am Sockel von Topseller Octavia kratzen, der sich im letzten Jahr rund 60.000-mal verkauft hat. Für den Yeti hatten sich im gleichen Zeitraum nur rund 20.000 Käufer entschieden. Kultig-knuffig ist wohl doch nicht jedermanns Sache.

Skoda Karoq kostet ab 21.000 Euro

Die Besonderheit hier: Die Layouts geben nur den Rahmen vor, per Scroll-Button lassen sich die Anzeigen für jeden Bereich des Bildschirms individualisieren. Für weitere Unterhaltung und Assistenz sorgt das Skoda Connect-System mit Online-Verkehrsinformation, automatischem Notruf und Fahrzeugfernzugriff. Des Weiteren ist ein Navigations-Infotainmentsystem optional ab Ambiente mit 9,2 Zoll großem Bildschirm erhältlich. Zusätzlich bietet Skoda noch eine Gestensteuerung für ausgewählte Funktionen wie Lautstärkenregelung oder Annahme von Telefonanrufen an.

Download Preisliste Skoda Karoq (PDF, 1,09 MByte) Kostenlos

Der Basispreis des Karoq für den kleinste Motorvariante mit 115 PS liegt bei 24.290 Euro. Zum Bestellstart im Juli ist der Karoq zunächst nur in den beiden höherwertigen Ausstattungsversionen Ambition und Style zu haben. Ab Ende Oktober soll die Auslieferung beginnen.

MotorisierungGetriebePreis "Ambition"Preis "Style"
1,0 TSI (115 PS)6-Gang manuell24.290 €25.890 €
NEU! 1,0 TSI (115 PS)7-Gang-DSG26.090 €27.690 €
NEU! 1,5 TSI ACT 150 PS6-Gang manuell26.490 €28.090 €
1,5 TSI ACT 150 PS7-Gang-DSG28.290 €29.890 €
1,6 TDI 115 PS6-Gang manuell27.190 €28.790 €
NEU! 1,6 TDI 115 PS7-Gang-DSG28.990 €30.590 €
2,0 TDI SCR 4x4 150 PS6-Gang manuell31.290 €32.890 €
2,0 TDI SCR 4x4 150 PS7-Gang-DSG33.090 €34.690 €

Übrigens: Der Name Skoda Karoq leitet sich, wie schon beim Skoda Kodiaq, von den Ureinwohnern von Kodiak Island vor der Südküste Alaskas ab. Die Ureinwohner des Stamms Alutiiq nennen Autos in ihrer Sprache „Kaa’raq“. Als „Ruq“ wird dabei der Pfeil benannt, der auch im Skoda-Logo zu finden ist.

Skoda Neuheiten bis 2023Alle Infos zu Polar, Karoq und Kodiaq Coupé

Fazit

Die Variabilität eines Vans, gepaart mit der höheren Sitzposition eines SUV und der Problemlosigkeit eines Kompakten: Es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten, dem Karoq einen großen Verkaufserfolg zu prognostizieren. Zu noch erschwinglichen Preisen bietet der Skoda vieles von dem, was Autokäufer derzeit schätzen.

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Neuester Kommentar

Ich würde von einer Autozeitung aus heutiger Sicht erwarten, dass ein Test auch die echten gemessenen Schadstoffwerte beinhaltet. Ansonsten sehe ich solche Test´s als reine Werbeseite.

benni1000 12. Oktober 2017, 08:49 Uhr
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