Smart - Absatz mit Partner Renault verdoppeln

Smart will Absatz fast verdoppeln

Mitsubishi i-Miev und Smart Fortwo ED Foto: Hans-Dieter Seufert 14 Bilder

Die Daimler-Kleinwagenmarke Smart will dank der neuen Kooperation mit Renault ihre Absatzzahlen mittelfristig fast verdoppeln. Nach Informationen von auto motor und sport aus Unternehmenskreisen soll der Smart-Absatz mittelfristig von zuletzt 117.000 auf mehr als 200.000 Fahrzeuge steigen.

Für dieses Wachstum sollen neue Modelle sorgen: 2013 der viersitzige und –türige Forfour und 2014 der Nachfolger des Fortwo. 

Renault-Kooperation bringt kein Image-Problem

Der neue Forfour, der sich eine Architektur mit einem Renault-Modell teilen wird, soll nach internen Planungen rund 70.000 Einheiten pro Jahr bringen. Für den künftigen Smart Fortwo sieht Smart ein Potenzial von bis zu 140.000 Einheiten im Jahr. Unabhängig von der Kooperation mit Renault bringt Smart noch im Oktober dieses Jahres das Facelift des Fortwo auf den Markt. 2012 folgt der Fortwo Electric Drive in Großserie.

Negative Folgen auf das Lifestyle-Image der Marke Smart aus der Kooperation mit Renault fürchtet Konzernmutter Daimler nicht. "Nein, das wäre vor zehn Jahren der Fall gewesen. Aber heute sicherlich nicht - insbesondere nicht in diesem Segment", sagte Mercedes-Marketing- und Vertriebschef Joachim Schmidt im Interview. "Der BMW-Marke Mini hat es auch nicht geschadet, dass die Modelle von Chrysler und Peugeot-Motoren angetrieben werden. Außerdem werden wir immer unsere Markenwerte behalten, wie etwa beim Smart die Tridionzelle und den Heckmotor, die Voraussetzungen für die extrem kompakten Abmessungen des Smart sind", so Schmidt weiter.

Carsharing soll Smart-Absatz ankurbeln

Ankurbeln will der neue Smart-Chef Marc Langenbrinck den Smart-Absatz auch durch das Carsharing-Projekt Car2Go. Smart sieht ein Potenzial von 30.000 Verkäufen jährlich allein durch Carsharing, erfährt auto motor und sport aus Konzernkreisen - je 1.000 in 30 Metropolen, davon zehn in Nordamerika, zehn in Europa und zehn in Asien. Langenbrinck will die Zahlen nicht offiziell bestätigen: "Car2go ist keine Charity-Veranstaltung, sondern für uns ein Geschäftsmodell für die Mobilität der Zukunft, das uns weltweit große Wachstumschancen eröffnet. In Ulm haben wir mit unserem Pilotprojekt - bei 200 Autos - schon 18.000 registrierte Nutzer - von insgesamt 120.000 Einwohnern. Das hat uns überzeugt. Denn es ist ein perfektes Konzept für Metropolen, das zum Mega-Trend werden könnte. Gerade die französische Hauptstadt Paris hat hier große Pläne. Und Smart, als in Frankreich produziertes Auto, hat hier viel Potenzial. Auch in den USA, in Austin, Texas, sehen wir positive Tendenzen in diese Richtung." In  Berlin habe schon rund ein Viertel der Bevölkerung kein eigenes Auto hat. Langenbrinck: "Das schreit geradezu nach car2go, nach Mobilität wann und wo ich bin."

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