Smart Forease mit Sitzprobe

Elektro-Studie mit Frischluftzufuhr

Smart Forease Smart Forease - Studie - 2018 Smart Forease - Studie - 2018 Smart Forease - Studie - 2018 9 Bilder

Mit dem Showcar Smart Forease feiert die Daimler-Tochter auf dem Pariser Autosalon ihren 20. Geburtstag. Die Elektro-Studie soll an die alten Smart-Conceptcars „Crossblade“ und „forspeed“ anknüpfen. Wir haben uns schon mal in den Wagen gesetzt.

Kinder wie die Zeit vergeht! 20 Jahre ist es nun schon her, dass die ersten Smarts durch die Metropolen dieser Welt rollten. Damals von vielen noch müde als Spielzeug-Autos belächelt, ist die Marke mittlerweile nicht mehr aus dem Straßenbild wegzudenken. Und damit das auch so bleibt, will Smart mit der Studie „Forease“ auch die nächste Generation Stadtkinder für seine Citycars begeistern.

So zeichnet sich das Show-Modell, das auf dem Pariser Autosalon seine Premiere feiern wird, durch ein modernes, aber nicht zu futuristisches Design aus. Der offene Zweitürer verzichtet komplett auf ein Dach. Die verkürzte Frontscheibe soll das Open-Air-Feeling für Fahrer und Beifahrer noch zusätzlich verstärken.

Smart forease als Crossblade-Nachfolger

Smart Forease - Studie - 2018 Foto: Smart
Durch die kurze Windschutzscheibe wirkt die Schulterlinie höher als gewöhnlich.

Vom Konzept erinnert die Design-Studie etwas an den Smart Crossblade, der von 2002 bis 2003 in begrenzter Stückzahl von 2.000 Exemplaren in den Handel ging. Auch das Smart-Concept „Forspeed“ aus dem Jahr 2011 schlug in die gleiche Kerbe, schaffte es aber anschließend nicht zur Serienreife.

Der Smart Forease wird ebenso wie der Forspeed von einem Elektro-Motor angetrieben, wirkt aber im Gesamteindruck noch ein Stück minimalistischer. So sollen kleine Kuppeln hinter den Sitzen für die Sicherheit der Insassen im Falle eines Überschlags sorgen. Ebenfalls elegant in das Design integriert sind die Griffe, die nahtlos in den Türen versenkt wurden.

Displays statt Lüftungsdüsen

Lackiert ist das Showcar in Metallic-Weiß. Akzente in einem giftigen Grün sorgen sowohl außen als auch innen für einen auffälligen Kontrast. Eine weitere Besonderheit im Interieur sind die beiden runden Displays anstelle der mittleren Lüftungsdüsen in der Instrumententafel, die wegen der Frischluftzufuhr von oben sicher nicht vermisst werden.

Der Smart Forease basiert auf dem Serienmodell Smart EQ Fortwo Cabrio und ist damit fahrbar. Er soll einen Ausblick auf die Zukunft der Kleinwagen-Marke geben, die ab 2020 komplett auf elektrische Antriebe umsteigen will. In der Galerie zeigen wir Ihnen die ersten Bilder.

Sitzprobe Smart Forease

Gut Ding will Weile haben. Denn anders als Kollege Sommer im Video noch erklärt, konnten wir mit gutem Zureden am späten Abend der Präsentation zwar keine Bestätigung für den Produktionsstart der Studie Smart Forease heraushandeln, dafür aber eine kurze Sitzprobe im Crossblade-Nachfolger, mit dem einst We-Will-Rock-You-Entertainer Robbie Williams durch die Gegend brauste.

Im Gegensatz zu den insgesamt 2.000 gebauten Crossblade-Modellen, setzt der Forease auf vollwertige Türen mit einem eigens designten Griff, der nur von oben bedient werden kann und elegant in die Linie der Tür integriert wurde.

Hat man erst einmal auf dem hellen Gestühl Platz genommen, fällt vor allem die dicke Blechkante über der Windschutzscheibe ins Auge, die die Sicht versperrt, im Fahrbetrieb dafür aber etwas mehr Windschutz bieten würde, als die kurze Scheibe des Crossblade. Zusammen mit den Hutzen am Heck soll das Blech im Falle eines Überschlags das Schlimmste verhindern und für die Sicherheit der zwei Passagiere sorgen. In die Serie wird es der elektrisch angetriebene Zweisitzer auf Fortwo EQ-Basis so wohl nicht schaffen, dafür wäre die Sicht einfach zu stark eingeschränkt.

Smart Forease Foto: Stefan Baldauf/Guido ten Brink
"Hat man erst einmal auf dem hellen Gestühl Platz genommen, fällt vor allem die dicke Blechkante über der Windschutzscheibe ins Auge, die die Sicht versperrt, im Fahrbetrieb dafür aber etwas mehr Windschutz bieten würde, als die kurze Scheibe des Crossblade.", hofft Luca Leicht.

Und der Sitzkomfort? Der ist bisweilen ausbaufähig. Zwar sind die Sitze für ein Concept-Car ausgesprochen gut gepolstert, bei der kurzen Sitzprobe durften wir die Neigung der Lehne allerdings nicht verändern. So fühlt sich der Ausflug in das sommerlich geschnittene Oben-Ohne-Auto eher an, als würde man auf einer Strandliege fläzen, statt in einem Pkw zu sitzen.

Das Auffälligste am Interieur ist zweifelsfrei das aufgesägte Lenkrad. Dieses entspricht zwar mit allen seinen Knöpfen exakt dem Serienvolant, allerdings klafft zwischen 10 und 2 Uhr eine große von neongelben Streifen abgesetzte Lücke. Dieser Spalt gibt den Blick auf Tacho und Bordcomputer frei. Über der Tomtom-Headunit prangen dort, wo sonst die Lüftungsdüsen sitzen, zwei zusätzliche Displays. Und was zeigen die beiden Screens? Wenn es nach den Designern geht, könnten dort zum Beispiel die Informationen der „ready to“-App von Smart angezeigt werden, mit der sich das Auto auch mit Freunden teilen lässt.

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