Smart Roadster

Nicht ganz dicht

Foto: Daimler-Chrysler

Die Besitzer des kleinen Flitzers beschweren sich über Wassereinbruch, Klappergeräusche, Lackfehler sowie Probleme mit Elektrik und Elektronik. Smart hat aber noch nicht für alle Mängel Abhilfe parat.

Im Internet-Forum des Smart Roadster Clubs türmen sich Klagen über die Qualität des offenen Zweisitzers. Die Daimler-Chrysler-Tochter nimmt die Beschwerden zumindest so ernst, dass zum Club-Treffen Ende September in Oberhausen Smart-Kundendienstchef Axel Anger persönlich erschien, um den verärgerten Besitzern Rede und Antwort zu stehen.

Die häufigsten Mängel

Die Reklamationen der Roadster-Fahrer betreffen vor allem die Karosserie- und Lackqualität sowie Elektrik und Elektronik. Die am häufigsten beanstandeten Mängel sind:

• Wasserundichtheiten an der vorderen Spritzwand, am Außenspiegel-Dreieck sowie oben am vorderen und hinteren Dachholm. In der Serie wurden schon Abdichtmaßnahmen getroffen, die Smart-Center haben Reparaturlösungen.

• Defekte Lenkwinkelsensoren, die für aufflackernde ESP- und ABS-Warnleuchten sorgen, obwohl die Systeme weiter dienstbereit sind. In der Produktion wurden die Toleranzen für die Sensoren mittlerweile eingeschränkt – die Service-Center tauschen im Reklamationsfall das Lenkrad samt Airbag aus.

• Haarrisse in der Pulverlackbeschichtung der Tridionzelle an der Nahtstelle zweier Blechfalze, bedingt durch Karosserieverwindung. Hier arbeitet Smart noch an einer Servicelösung.

• Klappergeräusche aus dem Kofferraum, verursacht durch polternde Druckschläuche der Klimaanlage. Die werden jetzt ab Werk anders befestigt, die Smart-Center wissen wie.

• Schief eingepasste Koffer- und Motorraumdeckel – lassen sich in den Werkstätten nachjustieren. Montage ab Werk jetzt passgenauer.

• Von außen nicht mehr zu öffnende Türen. Grund: Probleme mit Sender und Empfänger der Funkfernbedienung. Lösung: neue Codierung im Smart-Center.

Der Roadster ist komplexer

Nach Angaben von Smart-Kundendienstchef Anger liegt die Mängelquote bei bislang europaweit 14.000 ausgelieferten Autos lediglich zwischen ein und zwei Prozent. Anger räumt aber ein, dass die gegenüber dem Smart City Coupé viel höhere Komplexität des Roadsters in der Produktion für Anlaufschwierigkeiten gesorgt habe und nun teileweise auch die Kompetenz der Service-Center überfordere. Deren Mitarbeiter sollen deshalb besser geschult werden.

Auch auf die Übergabe der Neuwagen an die Roadster-Käufer soll künftig mehr Aufmerksamkeit verwendet werden, um die Besitzer vor möglichen Bedienfehlern - beispielsweise falsches Einsetzen der Dachholme mit Beschädigung der Wasserablaufkanäle - zu schützen.

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