Smart

Über weitere Modelle nachdenken

Foto: Smart

Bei Smart wird über eine Erweiterung der Modellpalette nachgedacht. Ein Fahrzeug mit drei oder vier Sitzen sei vorstellbar, sagte Smart-Chef Anders Sundt Jensen am Freitag (3.10.) auf dem Autosalon in Paris und bestätigte eine Meldung von auto-motor-und-sport.de vom vergangenen August.

Entschieden sei aber noch gar nichts. Das Auto müsse zur Marke passen und die Käufer wie der erste Kleinwagen vor zehn Jahren überraschen. „Da, wo Smart draufsteht, muss auch Smart drin sein. Wenn uns das nicht gelingt, brechen wir ab.“

Smart hatte nach Milliardenverlusten, einem umfangreichen Sanierungsprogramm und massivem Stellenabbau 2007 wieder eine schwarze Null geschrieben. Ein Jahr zuvor war die Kleinwagensparte vollständig in die Mercedes-Organisation integriert worden. Um wieder auf die Erfolgsspur mit seinem City-Flitzer zu kommen, hatte der Stuttgarter Autobauer zuvor das Modell Smart-Roadster und die Viersitzer-Variante Forfour eingestellt. Der Smart ist mittlerweile nur noch als Zweisitzer auf dem Markt.

Weiterentwicklung hat Vorrang

Vor allen Überlegungen habe aber die Weiterentwicklung dieses Kernmodells Vorrang, sagte Jensen. „Wir leben sehr gut mit dem Fortwo.“ Zunächst gehe es um die schrittweise Einführung des Elektro-Smart vom nächsten Jahr an. Die Erfahrungen mit 100 Elektro-Smart, die derzeit in London im Probebetrieb unterwegs sind, seien sehr gut. „Bisher gibt es keine nennenswerten Probleme.“

Zum Preis machte Jensen keine näheren Angaben, stellte aber klar: „Das Auto wird erheblich teurer als das, was wir heute haben.“ Daher würden die Elektro-Smarts zunächst nur verleast. Er traue der Elektro-Variante langfristig einen deutlichen Anteil am Gesamtgeschäft zu. „Vielleicht kommen wir irgendwann in den Bereich, den heute der Diesel hat.“ Derzeit haben rund 80 Prozent aller verkauften Smart einen Benzin-Motor, der Rest entfällt auf Dieselantriebe.
Smart fährt in Gewinnzone

In diesem Jahr rechnet smart nach Angaben von Jensen mit einem deutlichen Absatzplus im Vergleich zum Vorjahr, als gut 100.000 Autos verkauft worden waren. Auch für das nächste Jahr sehe es gut aus. Außerdem werde Smart Gewinn machen und „richtig gute Zahlen“ beisteuern, sagte Jensen. Nähere Angaben machte er allerdings nicht.

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