Splinter

Wood be possible

Foto: JoeHarmonDesign 12 Bilder

Gewöhnliche Supersportler werden aus Alu oder Kohlefaser geformt. Amerikanische Studenten haben Holz als Werkstoff für Sportwagenträume entdeckt - und zwar von der Karosse bis hin zum Fahrwerk. Klar, dass der Name des Boliden hölzern klingt: Splinter, oder zu deutsch "Splitter".

Nein, sie seien nicht auf einer Mission unterwegs, sie wollen nicht die Welt retten und auch nicht Menschen zu Autos aus Holz bekehren, so Student Joe Harmon auf der Website, die den Bau des Splinter dokumentiert. Der Splinter sei einfach die Abschlussarbeit von Studenten der North Carolina State University in deren Rahmen der Umgang mit dem Werkstoff Holz erfahren werden soll.

Leimholz als Basis

Im Endstadium soll der 4,43 Meter lange,  2,08 Meter breite  und 1,07 Meter hohe Hochleistungs- Mittelmotor-Sportwagen ein Gewicht von knapp 1.100 Kilogramm auf die Waage bringen.

Das Monocoque des Splinter entsteht aus verleimten Holzfurnieren und bringt es auf einen Radstand von 2,66 Meter. Leimholz bildet auch die Basis für die Fahrwerksausleger an allen vier Rädern sowie die oben querliegenden Blattfederpakete und die Lenksäule samt Lenkrad. Selbst bei den Radsternen vertrauen die Studenten auf Holz, genauso wie bei der Karosse. Holzreifen finden allerdings keine Verwendung - vorn drehen sich 265/35-19er Michelin-Pneus, hinten 335/30-20er Reifen.

Konventioneller Antrieb

Konventionell kommen auch die Felgenbetten, die Scheibenbremsen und die Sechskolben-Bremszangen daher. Standardbauteile sind ebenfalls das manuelle Sechsgang-Getriebe,  sowie der 4,6-Liter-V8-Motor, dem zwei Kompressoren und Ladeluftkühler satte 600 PS entlocken sollen. Lediglich die Zylinderkopfdeckel sind hier ebenfalls aus Holz gefertigt. Um zu vermeiden, dass der hölzerne Motorraum durch die Motorhitze zu einem Raub der Flammen wird, haben die Studenten die Zylinderköpfe des V8 umgedreht. Die Auslässe weisen nun nach innen, der zentrale Auspuff entfaltet sich zudem über dem Heck zu einem großen Spoiler. Das schafft Abtrieb und effektive Kühlung. Sollte der Splinter je Fahrt aufnehmen heißt es so in jedem Fall - Finger weg.

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