Sportwagen auf dem Genfer Autosalon 2015

Sportwagen-Feuerwerk in der Schweiz

Ford Focus RS Ecoboost Genf Foto: Stefan Baldauf 70 Bilder

Tempoverstöße kommen in der Schweiz teuer zu stehen. Doch das hindert die Hersteller nicht daran, auf dem Genfer Autosalon 2015 ein wahres Sportwagen-Feuerwerk abzubrennen. Ob Ferrari 488 GTB, Porsche Cayman GT4, 911 GT3 RS, Audi R8, Aston Martin Vantage GT3 oder Honda NSX: In Genf dominieren die leistungsstarken Autos.

Downsizing und Turbomotoren liegen in der Automobilbranche voll im Trend. Sie sind "in", wie Jugendliche sagen würden. Da mag Puristen und Anhängern voluminöser Saugmotoren noch so sehr das Herz bluten. Bei aller Liebe zu den alten Zeiten: Kleinere, aufgeladene Triebwerke haben es faustdick im Zylinder.

Porsche bringt den Cayman GT4

Zum Beispiel der "litergeschrumpfte" V8 im Ferrari 488 GTB, der auf dem Genfer Autosalon 2015 seine Premiere feiert. Aus 3,9 Litern Hubraum presst der zweite Turbo-befeuerte Ferrari nach dem California T (aktuelle Modellpalette) satte 670 PS und 760 Nm. Das entspricht einer Literleistung von über 171 PS. Zum Vergleich: Das Vorgänger-Modell Ferrari 458 Italia brachte es mit 4,5-Liter-V8-Sauger auf "schlappe" 126,7 PS/l. Der Turbo-V8 soll den neuen Ferrari 488 GTB in exakt 3,0 Sekunden auf Tempo 100 feuern. Die 200-km/h-Grenze sprengt der Mittelmotorsportler nach Herstellerangaben in 8,3 Sekunden.

Puristen kommen auf dem Genfer Autosalon dennoch auf ihre Kosten. 3,8 Liter, Sechszylinder, Boxermotor, 385 PS und 420 Nm: Gestatten – der Porsche Cayman GT4. Die Zuffenhausener stellen den Hardcore-Sportler in Genf 2015 ins Scheinwerferlicht. Dort fühlt sich der Porsche Cayman GT4 zwar sicher wohl, doch sein bevorzugtes Terrain ist die Straße – womöglich gar die Rennstrecke. In 4,4 Sekunden soll das Mittelmotorcoupé auf Landstraßentempo schnalzen. Geschaltet wird per manuellem Sechsganggetriebe, das mit dynamischen Getriebelagern ausgerüstet ist.

Neben dem Cayman GT4 schiebt Porsche auch eine RS-Version des 911 GT3 nach. Der Sportwagen zum Preis von 181.690 Euro setzt auf einen Vierliter-Sechsylinder-Boxer, der 500 PS und 460 Nm entfesselt. Porsche koppelt den Sauger an ein neuabgestimmtes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Einen manuellen Schalter gibt es nicht. Auch wenn das Herz ein bisschen blutet, sei's drum. Der Porsche 911 GT3 RS schießt in 3,3 Sekunden auf Tempo 100, bis zur 200er Marke vergehen insgesamt 10,9 Sekunden.

Neuer Audi R8 in Genf 2015

Porsche legt vor, Konzernbruder-Audi möchte in Nichts nachstehen. Der Premiumhersteller rollt mit dem neuen Audi R8 auf das Messeparkett und verwöhnt damit Verfechter hochdrehender Saugmotoren. Dem V10 will Audi über den kompletten Lebenszyklus der zweiten R8-Generation treu bleiben. Die Basisvariante leistet 540 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 540 Newtonmeter, das stärkere Plus-Modell kommt auf 610 PS und 560 Newtonmeter. Parallel zum R8 für die Straße präsentieren die Ingolstädter den Rennstrecken-Ableger namens Audi R8 LMS. Mercedes kontert mit seinem AMG GT3, der auf einen V8-Sauger setzt. Das Serienmodell wird von einem V8-Biturbo vorangetrieben.

Für Ferrari 488 GTB, Porsche Cayman GT4, 911 GT3 RS oder Audi R8 muss das Bankkonto prall gefüllt sein. Für weniger Geld sind heiße Kompaktsportler zu haben. Auf dem Genfer Autosalon 2015 stehen davon zuhauf. Seat Leon Cupra ST mit 280 PS, Honda Civic Type R mit 310 PS, Ford Focus RS mit über 320 PS und der stärkste seiner Klasse, Audi RS3 mit 367 PS, bringen die Messehallen zum Beben. Und wer es noch eine Nummer kleiner mag, dem stellt Opel seinen 207 PS starken Corsa OPC zur Schau.

Was es sonst noch so auf dem Genfer Autosalon 2015 an sportlichen Autos zu sehen gibt? Honda NSX, McLaren P1 GTR und 675 LT, Aston Martin Vantage GT3, Koenigsegg Regera, GTA Spano und Lamborghini Aventador SV. Der Supersportwagen steigt in Genf zum stärksten Stier im Aventador-Stall auf und übertrifft die Leistung des 700-4 noch einmal um 50 PS.

Sie wollen die Sportwagen auf dem Genfer Autosalon 2015 sehen? Dann werfen Sie doch einen Blick in unsere große Fotoshow.

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