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Ssang Yong-Sanierung

Koreanischer Autobauer plant Kapitalschnitt

Foto: Ssangyong 10 Bilder

Der angeschlagene südkoreanische Autohersteller SsangYong Motor will zur Sanierung den überwiegenden Teil der Aktien seines größten Anteilseigners einziehen. Durch einen Kapitalschnitt soll der Anteil von 51,33 Prozent im Besitz des größten chinesischen Autobauers SAIC Motor in einem ersten Schritt auf 11,2 Prozent reduziert werden.

15.09.2009

Das Rettungskonzept des Geländewagenspezialisten und kleinsten der fünf südkoreanischen Autoproduzenten sieht außerdem eine Umwandlung von Forderungen seiner Gläubiger in Anteile vor. Die Vorschläge legte das unter Gläubigerschutz stehende Unternehmen am Dienstag (15.9.) dem Zentralbezirksgericht in Seoul vor.

Durch die Herabsetzung des Kapitals würde SsangYong die Verbindungen zu SAIC weiter abbbauen. Bereits seit der Bewilligung des Gläubigerschutzes im Februar üben die Chinesen nicht mehr die Kontrolle beim koreanischen Unternehmen aus. Nach dem Rettungskonzept sollen auch die Anteile anderer Aktionäre herabgesetzt werden, und zwar soll aus drei Aktien nur noch eine werden. Eine Kapitalherabsetzung wird beispielsweise - wie im Fall von SsangYong - infolge größerer Verluste vorgenommen.

Scheitern die Pläne wird Ssang Yong aufgelöst
 
SsangYong hofft dennoch, in den nächsten Jahren ausstehende Schulden in Höhe von 1,23 Billionen Won (etwa 688,4 Millionen Euo) zurückzahlen zu können. Das Bezirksgericht kündigte eine Überprüfung der Vorschläge zusammen mit den Gläubigern und Aktionären an. Sollten die Pläne gutgeheißen werden, sollen für SsangYong mögliche Käufer gesucht werden. Bei einer Zurückweisung droht dem Autobauer die Auflösung.
 
SsangYong hatte bereits 2.130 Arbeitsplätze, etwa ein Drittel der Belegschaft, gestrichen. Nach einem mehrwöchigen Streik setzte SsangYong im August nur noch 2012 Autos ab, was im Jahresvergleich ein Einbruch um 72,4 Prozent bedeutete.

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