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SsangYong Rexton 2017

Großes SUV mit großen Zielen

SsangYong Rexton Premiere Seoul Motorshow 2017 Foto: Torsten Seibt 19 Bilder

Auf der Seoul Motorshow hatte der neue Ssangyong Rexton seine Weltpremiere gefeiert. Der neue SUV soll auch in Europa groß raus kommen. In Deutschland startet der neue SsangYong Rexton im November 2017 zu Preisen ab 30.990 Euro

15.09.2017 Jochen Knecht, Torsten Seibt 1 Kommentar Powered by

Großer Auflauf auf der Seoul Motorshow, die am 30. März öffnete: Mit SsangYong steht der kleinste koreanische Autohersteller im Mittelpunkt des Interesses, denn der neue Rexton feiert Premiere. Mit ihm will SangYong nicht nur auf dem asiatischen Markt punkten. Das große SUV soll auch in Europa verwöhnte Käufer ansprechen und nicht mehr nur auf der „Preisgünstig“-Schiene wahrgenommen werden. Der Andrang zur Weltpremiere ist enorm, zumindest in Korea scheint der Plan also bereits jetzt aufzugehen.

Der neue Rexton ist gehörig gewachsen, spielt jetzt in einer Größenliga mit Mercedes GLE und Co. Das bedeutet reichlich Platz auf den Sitzen und einen großen Laderaum für eine mehrköpfige Familie. Das edel ausstaffierte Cockpit kann durchaus gefallen, auch wenn es die Finesse teurer Premium-SUV mit ihrer edlen Ausstattung und Hightech-Bedienung nicht erreicht. Dafür wird der Rexton allerdings auch erheblich günstiger sein, wenn er nach Europa kommt.

Der Fahrer kann sich in jedem Fall auf bequeme und körperbetonte Sitze mit viel Freiraum einstellen, die beim ersten Probesitzen als reisetauglich durchgehen. Prinzipiell viel Platz gibt es auch auf den Rücksitzen, allerdings ist die Sitzbank etwas tief montiert, stark angewinkelte Beine die Folge. Die hinteren Sitze lassen sich asymmetrisch umlegen, wobei sowohl die Lehnen als auch die kompletten Sitze nach vorne gefaltet werden können. Der Rexton setzt im Innenraum auf einen Mix aus moderner Technik und traditioneller Bedienung. Viele Knöpfe statt displaygesteuerter Menüführung, aber ein hochwertiges Kamerasystem mit 3D-Darstellung als Parkhilfe, um ein Beispiel zu nennen. Gleiches gilt auch für die Technik, wo zwar einerseits viele Assistenzsysteme aufgefahren werden, aber andererseits zum Beispiel kein radarbasierter Tempomat oder LED-Fahrlicht angeboten wird.

Ab November ab 30.990 Euro

Der Leiterrahmen bleibt. Was ein bisschen nach automobiler Steinzeit klingt, ist für Ssangyong-Fans und Leute, für die ein SUV vor allem ein vielseitiges Zugfahrzeug sein muss, Musik in den Ohren. Nicht falsch verstehen, moderne selbsttragende Karosserien sind eine feine Sache, viel leichter als vergleichbare Modelle mit Leiterrahmen und haben zudem vor allem beim Thema Sicherheit enorme Vorteile.

Das Nachsehen haben die modernen Bauformen aber immer dann, wenn es darum geht, schwere Lasten von A nach B zu ziehen. Da geht nichts über eine solide Leiterrahmen-Konstruktion. Heißt: Die klassische Rexton-Kundschaft, die möglichst viel Arbeitstier fürs Geld haben will, wird auch künftig beim Ssangyong-Händler fündig werden. Und braucht dann auch nur wenig mehr Geld mitbringen, als bisher. So um die 32.000 Euro dürfte der siebensitzige nächste Rexton kosten, der nach seiner Weltpremiere auf der Seoul Motor Show 2017 im ersten Halbjahr in Korea in den Handel kommt. Im Rest der Welt startet der neue Rexton gegen Ende 2017. In Deutschland startet der neue Ssangyong Rexton im November 2017 zu Preisen ab 30.990 Euro für die Basisausstattung Crystal. Die Ausstattung „Quartz“ ist ab 35.490 Euro zu haben, die Top-Ausstattung Sapphire kostet ab 39.190 Euro. Die 7-Stufen-Automatik wird mit 2.500 Euro Aufpreis berechnet, der zuschaltbare Allradantrieb mit 2.000 Euro.

Ssangyong Concept LIV-2
Schwerer SUV mit großen Zielen 1:13 Min.
SsangYong Rexton Premiere Seoul Motorshow 2017 Foto: Torsten Seibt
Hoher Kühler, klare Linien, markant geformte Flächen - so wird sich der Ssangyong Rexton präsentieren.

Rexton-Kunden werden sich über eine neue Qualität freuen

Intern heißt das Modell schlicht Y400 und verfeinert die Linien, die die Studie LIV-1 auf der Seoul Motor Show 2013 vorgegeben hat. auto motor und sport hatte bereits vorab die Gelegenheit, im brandneuen Ssangyong-Designcenter im koreanischen Pyeongtaek einen ersten Blick auf das Design zu werfen. So viel Transparenz ist nicht selbstverständlich. Vor allem nicht für einen koreanischen Autobauer. Nach der Quasi-Pleite 2010 ist Ssangyong Teil des riesigen Mahindra-Konzerns und stellt sich komplett neu auf. Nach dem Erfolg des kleinen Tivoli hängt bei Ssangyong deshalb viel von einem erfolgreichen Start des nächsten Rexton ab. Entsprechend intensiv haben Designchef Myung-Hack Lee am Rexton-Nachfolger gearbeitet.

Der nächste Rexton ist im Vergleich zum Vorgänger ein echtes Statement. Er ist 4,85 Meter lang, 1,92 Meter breit und 1,80 Meter hoch. Der Radstand wird mit 2.865 mm angegeben. Hoher Kühler, klare Linien, markant geformte Flächen. Die Inspiration will sich das Team um Lee aus der koreanischen Ästhetik und vom Eisbär geholt haben. Innen, ein peinlich aufgeräumtes Cockpit. Großes Zentraldisplay, ergonomisch vorbildlich sehr hoch angeordnet und von zwei XXL-Lüftungsdüsen flankiert. Drunter eine reduzierte Mittelkonsole ohne Überraschungen. Nicht visionär. Aber sehr, sehr übersichtlich und in einer Qualität ausgeführt, von der Rexton-Kunden bislang nur träumen konnten. Das Infotainmentsystem bietet Apple Carplay und Android Auto, eine 3D-Rundumüberwachung und einen 9,2 Zoll großen Monitor. Keine Frage, damit kann sich Ssangyong international sehen lassen. Und genau darum geht es. Wollen die Koreaner wachsen, dann müssen sie das vor allem außerhalb des Heimatmarktes tun.

SsangYong Rexton Premiere Seoul Motorshow 2017 Foto: Torsten Seibt
Auf der Seoul Motorshow hatte das Serienmodell seinen ersten Auftritt.

Pick-up auf Rexton-Basis löst Actyon Sports ab

150.000 Fahrzeuge verkauft Ssangyong aktuell weltweit. Ein automobiler Winzling. Der aber in einer topmodernen Fabrik fertig. Und mit Mahindra im Rücken ziemlich genau zu wissen scheint, wohin die Reise gehen soll. „Unser Werk kann bis zu 250.000 Fahrzeug pro Jahr bauen”, erklärt Ssangyong-CEO Johng-Sik Choi. “Unser Ziel ist es, von jedem Modell mehr als 100.000 Fahrzeuge pro Jahr zu verkaufen!”. Mit dem Tivoli (und der Langversion XLV) wird das 2016 klappen. Nach dem Start 2017 muss dann auch der Rexton in diese Größenordnungen vorstoßen. Die Chancen stehen nicht schlecht. Unter anderem auch deshalb, weil der Eisbär nicht alleine antreten muss. Bereits 2018 kommt ein Pick-up auf Rexton-Basis und löst den deutlich kleineren Actyon Sports ab. Der Rexton mit Pritsche heißt intern Q200 und soll ausschließlich mit Doppelkabine und mit zwei Ladeflächen-Längen zu haben sein.

Ssangyong Rexton 2017 Foto: Ssangyong
Klassisch, funktionell und klar gegliedert: Das Interieur des Ssangyong Rexton.

181-PS-Diesel für den Ssangyong Rexton

Technisch gibt’s neben dem bereits erwähnten Leiterrahmen vor allem jede Menge Assistenzsysteme: Bremsassistent, Spurwarner und Lane-Assist sowie Totwinkel-Warner sind mindestens gegen Aufpreis zu haben, ein Abstands-Tempomat ist derzeit jedoch nicht verfügbar. Bei den Motoren setzt Mahindra auf selbstentwickelte Aggregate. Der neue Turbo-Benziner, ein Zweiliter-Vierzylinder, wird allerdings erst 2018 mit dem Pick-up debütieren. Im Rexton startet zunächst der 2,2-Liter-Diesel mit 181 PS, der seine Kraft über ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Siebengang-Automatik weitergibt, die man bei Mercedes als 7G-Tronic kennt.

Neuester Kommentar

Ah... der VW-TRoc ...da isser ja.. Front, Reiterhosen.... passt!.... noch mehr Design, falls man das bei VW überhaupft so nennen darf, kann man ja garnicht abkupfern.

MB-atz 22. September 2017, 06:55 Uhr
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