Stabwechsel bei Renault

Ghosn löst Schweitzer ab

Foto: Nissan

Bei dem französischen Automobilkonzern Renault stand am Freitag (29.4.) ein Wechsel an der Führungsspitze an. Carlos Ghosn, bisheriger Chef des japanischen Autoherstellers Nissan, wird am Abend auf der Hauptversammlung von Renault in seinem neuen Amt eingesetzt werden.

Gleichzeitig bleibt der 51-jährige als "cost killer" bekannte Spitzenmanager am Steuer von Nissan Motors, das er seit 1999 saniert und zu einem höchst profitablen Unternehmen gemacht hat. Der scheidende Louis Schweitzer (62) wechselt nach etwa 13-jähriger Tätigkeit an der Spitze von Renault nun in den Chefsessel des Verwaltungsrats.

Ghosn will von Paris und Tokio aus beide Unternehmen leiten und in etwa sechs Monaten seinen "Fahrplan" bekannt geben. "Renault steckt nicht in der Krise, deshalb kann ich mir etwas Zeit lassen", sagte Ghosn. Renault hält im Rahmen einer Allianz gut 44 Prozent an Nissan.

Als Visitenkarte kann Ghosn Nissans Rekordergebnisse im Geschäftsjahr 2004/05 (bis 31. März) vorlegen: Der Überschuss stieg auf 512,3 Milliarden Yen (3,6 Milliarden Euro) und der Umsatz um 15,4 Prozent auf 8,6 Billionen Yen. Insgesamt setzte der Konzern 3,39 Millionen Autos ab, so viele wie nie zuvor. Renault kann von solchen Zahlen derzeit nur träumen. Der französische Konzern wies zwar 2004 bei 40,7 Milliarden Euro Umsatz einen Rekordüberschuss von 3,55 Milliarden Euro aus, doch dazu steuerte Nissan 2,2 Milliarden bei.

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