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Staubsaugerhersteller baut Elektroautos

Dyson E-Autos kommen 2020

Dyson Handstaubsauger Foto: Dyson

Der britische Staubsaugerhersteller Dyson steigt in das Elektroautogeschäfft ein. Mit einer Investition von rund 2,3 Milliarden Euro sollen ab 2020 erste Fahrzeuge gebaut werden.

15.02.2018 Uli Baumann

Die Gerüchte, dass Dyson Elektroautos bauen wolle, gab es schon seit rund 1,5 Jahren. Jetzt melden verschiedene britische Medien mit Bezug auf ein internes Schreiben von Dyson-Gründer Sir James Dyson, dass der Staubsaugerhersteller rund 2,3 Milliarden Euro in das Elektroauto-Projekt investieren möchte. Die eine Hälfte davon sei für die Fahrzeugentwicklung vorgesehen, die andere Hälfte soll in eine neue Batterietechnik investiert werden. Dyson setzt demnach auf Festkörperbatterien die als nächste Generation von Hochleistungsbatterien nach der Lithium-Ionen-Technologie gelten. Bislang sei noch kein Fahrzeug-Prototyp gebaut worden, der Elektromotor sei aber schon fertig.

Dyson entwickelt eigene Batterietechnik

In der Grundlagenforschung für die Feststoffbatterien sei man schon weit vorangeschritten, jetzt gehe es darum die industrielle Fertigung auf Kiel zu legen. Die neue Batterietechnologie für die Dyson-Elektroautos soll auf dem Dyson-Technologie-Campus in Wiltshire entstehen. In der Elektroautoentwicklung seien bei Dyson derzeit rund 400 Mitarbeiter beschäftigt. Um schneller an das zusätzlich notwendige Personal zu kommen, habe man sich entschlossen, die Elektroautopläne jetzt öffentlich zu machen. Auch die Gespräche mit potentiellen Zulieferen werden so leichter. Eine Zusammenarbeit mit etablierten Autobauern lehnt Dyson ab.

Wie die Automobilwoche berichtet, hat Dyson bereits beim Sportwagenbauer Aston Martin schon den Chefeinkäufer David Wyer sowie mit Ian Minards den Leiter der Produktentwicklung abgeworben.

2020 soll das erste Dyson E-Auto auf den Markt kommen. Das erste von drei Modellen soll mit Lithium-Ionen-Batterien laufen, auf 10.000 Stück limitiert und eher höherpreisig sein. Die beiden folgenden Modelle sollen auf Feststoff-Batterien setzen. Dazu hatte Dyson 2015 das auf Feststoff-Batterien spezialisierte Startup Sakti3 gekauft.

Dyson rechnet mit einem schnellen Wachstum der neuen Elektroautosparte. Gebaut werden soll das Auto dort, wo auch die Batterien entstehen – vermutlich in Asien. Zu einem möglichen Preis sagte Dyson nur: Das Fahrzeug werde nicht günstig sein. Den Hauptabsatzmarkt sieht Dyson in Fernost.

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Vanta 27. September 2017, 20:18 Uhr
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