Opel

Sanierungsplan sieht Streichung von 7.600 Stellen vor

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Das der Bundesregierung vom Opel-Management vorgelegte Sanierungskonzept für den von Insolvenz bedrohten deutschen Autobauer sieht nach einem Bericht der "Rheinischen Post" die Streichung von 7.600 Stellen vor.

Insgesamt sollen die Arbeitnehmer demnach einen Kostensenkungsbeitrag von bis zu 1,5 Milliarden Euro leisten. Eine Insolvenz des angeschlagenen Autobauers würde nach Angaben der IG Metall europaweit rund 400.000 Arbeitsplätze gefährden.

Wie der Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild der "Berliner Zeitung" sagte, wären Auto- und Zuliefererbranche gleichermaßen von einem Zusammenbruch betroffen. Die Bundesregierung müsse Opel dringend finanziell unterstützen, so Schild weiter. Alle Folgen, die aus einer möglichen Insolvenz entstünden, seien teurer als die Hilfen, die Opel aktuell brauche. Schild, in dessen Zuständigkeitsbereich drei Opel-Werke liegen, sitzt bei dem Rüsselsheimer Autobauer im Aufsichtsrat.

Geheime Rettungsplan mit GM abgestimmt

Nach Angaben von SPD-Fraktionschef Peter Struck will die große Koalition Opel und den Zulieferer Schaeffler wenn möglich bei der Sicherung von Arbeitsplätzen unterstützen. "Es gab Übereinstimmung, dass wir alles in unseren Möglichkeiten Stehende tun, um die Arbeitsplätze dort zu retten", sagte Struck am Donnerstagmorgen nach sechsstündigen Beratungen der Koalitionsrunde in Berlin. Opel fordert 3,3 Milliarden Euro Hilfe vom Staat. Bisher ist offen, ob und wie die Bundesregierung den Autobauer unterstützt. Denkbar sind Bürgschaften oder Kredite.

Wie die "Rheinische Post" weiter berichtet, ist der bislang geheim gehaltene Rettungsplan der deutschen Tochter Opel nicht mit dem US-Mutterkonzern General Motors (GM) abgestimmt. Das habe Wirtschaftsstaatssekretärin Dagmar Wöhrl (CSU) im Bundestags-Wirtschaftsausschuss mitgeteilt, hieß es unter Berufung auf Teilnehmer. Demnach habe die Opel-Führung Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gebeten, das Rettungskonzept bei seinem USA-Besuch Mitte März US-Finanzminister Timothy Geithner vorzustellen.

Daimler hat kein Interesse

Unterdessen erteilte Daimler-Chef Dieter Zetsche Spekulationen um eine mögliche Übernahme des Opel-Werks im thüringischen Eisenach eine Absage. "Wir brauchen ein Werk erst ab 2011", sagte er dem "Handelsblatt". Schon aus diesem Grund sei ein Kauf des Opel-Werks zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll. Auch ein generelles Interesse von Daimler an der bedrohten GM-Tochter Opel wies Zetsche zurück: Das Zusammenspiel von Volumenmarken und Premiumherstellern sei nicht glücklich, betonte er.

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