Stellenabbau

DC bleibt hart

Foto: Daimler-Chrysler

Der Autokonzern Daimler-Chrysler will den geplanten Personalabbau konsequent durchsetzen. Nach einem Gespräch mit der Unternehmensleitung teilte der Konzernbetriebsrat am Mittwochabend (31.5.) in Stuttgart mit, dass Daimler-Chrysler nicht auf so genannte Änderungskündigungen verzichten wolle.

Beschäftigte, deren Abteilungen verlagert werden, müssten mit einer Kündigung rechnen, sofern sie nicht an die Orte umziehen. Die Konzernleitung habe erneut eine pauschale Personalabbau-Zahl von mehr als 3.000 Mitarbeitern in Deutschland genannt.

Der Betriebsrat forderte Daimler-Chrysler auf, exakte Zahlen zur geplanten Betriebsänderung und deren Folgen für die Beschäftigten vorzulegen. Auch ihre Position zum Nachteilsausgleich solle das Unternehmen auf den Tisch legen. Der Betriebsrat forderte außerdem, dass alle personellen Veränderungen grundsätzlich dem Prinzip der Freiwilligkeit unterliegen müssen. Beide Seiten verständigten sich auf ein weiteres Gespräch am 29. Juni.

Bis 2008 sollen weltweit 6.000 von 30.000 Mitarbeitern und Managern in der Verwaltung von Daimler-Chrysler gehen, davon mehr als die Hälfte in Deutschland. Dem Vernehmen nach entfallen davon 2.400 auf Stuttgart (Möhringen und Untertürkheim), darunter seien 600 leitende Führungskräfte.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Erich Klemm hatte am 12. Mai gefordert, die Beschäftigungssicherung auf alle Daimler-Chrysler-Beschäftigten weltweit auszudehnen. Bisher gibt es nur für die deutschen Mitarbeiter bis 2012 diese Regelung. Die Tarifbeschäftigten können damit nicht betriebsbedingt gekündigt werden, sondern nur freiwillig ausscheiden. Klemm, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Autobauers ist, will ferner, dass beim freiwilligen Ausscheiden die Abfindungen und Frühpensionsangebote im Wesentlichen denen der Mercedes Car Group entsprechen und ebenfalls für alle betroffenen Tarifbeschäftigten im Konzern gelten sollten.

Im März war bekannt geworden, dass der Autokonzern Managern beim Ausscheiden unter anderem eine Abfindung auf Basis von zwei Monatsgehältern je Jahr der Betriebszugehörigkeit zahlen will. In der Mercedes Car Group hatten bis Ende März 7.800 Mitarbeiter Verträge über ihr freiwilliges Ausscheiden unterzeichnet.

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