Streik bei Goodyear

Foto: Goodyear

Die amerikanische Stahlarbeitergewerkschaft USW (United Steelworkers) hat am Donnerstag (5.10.) einen Streik in 16 nordamerikanischen Werken des größten US-Reifenkonzerns Goodyear Tire and Rubber Company begonnen.

Dies gab die Gewerkschaft bekannt. Es seien insgesamt 15.000 Gewerkschaftsmitglieder beteiligt. Zwölf der bestreikten Betriebe befinden sich in den USA und vier in Kanada, berichtete Goodyear.

Die Gewerkschaft begründete den Ausstand damit, dass Goodyear weitere Werke schließen wolle. Die USW vertritt insgesamt 850.000 amerikanische Arbeiter, davon insgesamt 70.000 Beschäftigte in der Reifenindustrie. Die Gewerkschaft konnte sich mit Goodyear auch nicht auf andere Konditionen für einen neuen dreijährigen Tarifvertrag einigen.

"Die Gesellschaft ließ uns keine Wahl", erklärte USW-Vizepräsident Ron Hoover. Man könne keine weiteren Werksschließungen zulassen, nachdem man der Gesellschaft vor drei Jahren mit Zugeständnissen beim Überleben geholfen habe.

Die Gewerkschaft habe einen umfassenden Tarifvorschlag von Goodyear abgelehnt, betonte hingegen der Reifenkonzern. Das Angebot hätte die Wettbewerbsposition des Unternehmens verbessert. Gleichzeitig wäre Goodyear erhebliche Verpflichtungen für die Fertigung in Nordamerika eingegangen.

Man könne einfach keinen Vertrag akzeptieren, der wissentlich Wettbewerbsnachteile gegenüber den im ausländischen Besitz befindlichen Konkurrenten schaffe und die Kostennachteile gegenüber den Importen vergrößere.

Der Goodyear-Unterhändler Jim Allen betonte, man sei bereit, weiter zu verhandeln. Zwischenzeitlich habe man die Streikplanungen in den betroffenen Werken umgesetzt. Man arbeite daran, die Auswirkungen auf die Kunden zu minimieren.

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