Streit um Ampelmännchen

Einigung?

Foto: dpa

Im Streit um das Ost-Ampelmännchen zeichnet sich eine gütliche Einigung ab. Bei dem ersten Prozesstermin vor dem Leipziger Landgericht zeigten sich die Unternehmer aus Berlin und Sachsen versöhnlich.

Auf Initiative des Gerichts kündigten sie an, in den kommenden fünf Wochen nach einer Lösung im Streit um die Markenrechte an der Kultfigur zu suchen. Bis zum 15. Juli soll ein Paket geschnürt werden, das die Rechte an einer ganzen Produktpalette rund um den begehrten Souvenir- und Designartikel berücksichtigt. Gelingt dies nicht, will das Gericht im August eine Entscheidung verkünden. Markenrechte haben sowohl der 44-jährige "Wessi" Markus Heckhausen als auch der 54-jährige "Ossi" Joachim Roßberg.

Weiteres Problem: Die Ampelfrau

Der Ingenieur Roßberg aus Wildenfels bei Zwickau erklärte sich grundsätzlich bereit, dem Berliner Designer Heckhausen (44) seine Rechte zu überlassen. "Für mich ist es wichtig, dass für die Zukunft eine vernünftige Lösung gefunden wird", sagte der 54-Jährige, der zu DDR-Zeiten alleiniger Hersteller der Ampeln war. Bisher genannte Geldsummen des Klägers seien jedoch nicht akzeptabel gewesen. Zudem hat der Geschäftsführer der Zwickauer Verkehrstechnik Roßberg GmbH ein weiteres Problem im Blick: die Ampelfrau.

Roßberg vermarktete das jüngere Symbol als erster. Wie schon beim Original besitzt er aber erneut nur wenige Markenrechte. Die Berliner Ampelmann GmbH dagegen will sich wieder eine Vielzahl sichern. «Wir sind durchaus bereit, Marken abzukaufen. Möglicherweise kann man ja auch tauschen», sagte Geschäftsführer Heckhausen in Leipzig. Der gebürtige Tübinger hat seine Zuneigung zu der Symbolfigur Mitte der 1990er Jahre entdeckt und sich für deren Erhalt eingesetzt, als sie nach der Wende dem schlankeren West-Symbol Platz machen sollte. Mit einer Lampe aus dem Originalglas begann er mit der Vermarktung.

Inzwischen reicht die Produktpalette vom Schlüsselanhänger bis hin zu Flip Flops. Aus dem Ein-Mann-Betrieb ist eine Unternehmen mit einem Umsatz von zwei Millionen Euro geworden. Die Basis dafür bildet ein Vertrag über die Nutzungsrechte mit dem Erfinder der Kultfigur, Karl Peglau. Der 78-Jährige unterstützt Heckhausen im Streit um die Markenrechte und begleitete ihn zum Prozess. «Das sind Berliner Gören», sagte der Diplom-Psychologe und Ingenieur. Aus seiner Sicht stehen Roßberg keine besonderen Rechte an dem Ost-Ampelmännchen zu.

Die neue Ausgabe als PDF
Beliebte Artikel Charles Leclerc  - Ferrari - Barcelona - F1-Test - 19. Februar 2019 Ergebnis Barcelona F1-Test 2019 (Tag 2) Zweite Ferrari-Bestzeit durch Leclerc Erlkönig Aston Martin Zagato Shooting Brake Aston Martin Vanquish Zagato Shooting Brake Extrem sportlicher und edler Luxus-Kombi
Gebrauchtwagen Angebote
Anzeige
Sportwagen Aston Martin Project 003 Teaser Aston Martin Project 003 Valhalla Mittelmotor-Supersportwagen für 2021 McLaren 600LT Spider McLaren 600LT Spider im Fahrbericht Ein Cabrio auf Ninja-Level
SUV Ssangyong Korando leaked Ssangyong Korando Neuauflage debütiert in Genf Suzuki Jimny 2018 Fahrbericht 4. Generation Suzuki Jimny (2018) In Deutschland vorerst wohl nicht mehr verfügbar
Oldtimer & Youngtimer Retro Classics Stuttgart 2018 Retro Classics 2019 Öffnungszeiten, Anreise, Preise 02/2019, 1987 Buick GNX Versteigerung Buick GNX von 1987 Coupé mit 8,5 Meilen für 177.000 Euro verkauft