Studie zur Zukunft E-Mobilität

Batterie-Technologie schafft neue Arbeitsplätze

Chevrolet Volt Lithium-Ionen-Batterie Foto: GM 13 Bilder

Das Center Automotive Research kommt in seiner aktuellsten Studie zum Thema E-Mobilität zu dem Ergebnis, dass Deutschland den Fokus auf den Ausbau der Li-Ionen-Technologie legen müsse, um international wettbewerbsfähig zu sein. Dadurch entstünden zukunftsfähige Arbeitsplätze.

Nach Ansicht des Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen (CAR) wird der Anteil der jährlich verkauften Hybrid- und Elektrofahrzeuge im Jahr 2025 bei 56 Millionen von insgesamt 87 Millionen Pkw weltweit liegen.

Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Autoindustrie hängt von Batterien ab

Daraus ergibt sich ein enormes Marktpotenzial auf dem Gebiet der Batterie-Spitzentechnologie. Das CAR beziffert den Markt für Hochtechnologie-Stromspeicher für die Autoindustrie auf jährlich 130 Milliarden Euro, wovon allein Lithium-Ionen-Batterien einen Anteil von 77 Milliarden Euro ausmachen dürften: "Im Jahr 2025 entfallen bis zu 20 Prozent des Produktionswerts unserer Fahrzeuge auf Hochleistungsbatterien." Darüber hinaus rechnen die Experten der Uni Duisburg-Essen damit, dass technisch weniger anspruchsvolle Energiespeicher wie Nickel-Metallhydrid-Batterien auch im Jahr 2025 eine Marktrolle spielen werden. "Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie hängt in entscheidendem Maße vom Zugang zu innovativer Batterietechnik ab", so die Studie weiter.

Trotz der starken Marktposition von Ländern wie Japan, China, Korea und den USA könne Deutschland beim Thema Lithium-Ionen-Batterieentwicklungen jedoch eine gewichtige Rolle spielen. Mit Unternehmen wie BASF, Evonik, Merck, JohnsonControls-SAFT, Bosch und Continental verfüge Deutschland nach Ansicht des CAR über die nötige Batteriekompetenz. Evonik ist zudem das einzige europäische Unternehmen, das mit Ausnahme des Abbaus der Rohstoffe die gesamte Wertschöpfungskette der Li-Ionen-Batterieproduktion abdeckt (Kathode, Elektrolyt, Separator, Anode).

Batterietechnologie liegt im nationalen Interesse

Die Studie des CAR kommt zu dem Ergebnis, dass der Grundstein für die zukünftige Marktposition deutscher Unternehmen auf dem Gebiet der Batterietechnologie in den kommenden fünf Jahren gelegt werde: "Die Wurzel für die "Googles" der neuen Ära in der Automobilindustrie wird in den nächsten fünf Jahren gelegt."

Hierbei komme der chemischen Industrie eine Schlüsselrolle in der Optimierung der Stromspeichertechnik zu. Die Experten der Uni Duisburg-Essen erklären daher den Ausbau der Zelltechnoogie zum nationalen Interesse und fordern abschließend einen raschen Ausbau von Entwicklung und Produktion von Lithuim-Ionen-Batterien in Deutschland. Dabei bedürfe es jedoch eines auf die Schlüsselunternehmen fokussierten Ansatzes statt einer Förderung vieler einzelner Projekte. Nur so könne jeder Forschungs-Euro den größt möglichen Wirkungsgrad erzielen. Dies schaffe zukunftsfähige Arbeitsplätze und verhindere, dass die deutschen Autobauer langfristig nur unzureichend stabilen Zugang zur Schlüsseltechnologie der Zukunft besitzen.

Brennstoffzellen-Autos haben auch 2025 keine Chance

Den Anteil der Elektroautos prognostiziert das CAR für das Jahr 2025 weltweit auf 20 Prozent, Hybridfahrzeuge (Mild- und Vollhybrid) werden demnach einen Marktanteil von 39 Prozent ausmachen. Plug-In-Hybridautos kommen der Studie zufolge auf 20 Prozent, während der prozentuale Anteil der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auf 35 Prozent zurückgehen dürfte. Interessant: Der Brennstoffzelle sagen die Experten der Uni Duisburg-Essen keine Zukunftschancen voraus.

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