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Suzuki Jimny (2018): Daten, Bilder, Marktstart

So kommt der neue Jimny

Suzuki bringt vom Jimny 2018 eine Neuauflage. In Japan feierte der kompakte Geländewagen jetzt Premiere. Er nimmt Styling-Anleihen beim Suzuki LJ80 und wird auch weiterhin ein hochkompetenter Offroader bleiben.

05.07.2018 Torsten Seibt Powered by

Seit unglaublichen 20 Jahren turnt der Jimny bereits durch Wald und Flur, ist mit seinem Fliegengewicht, den kompakten Abmessungen und der handfesten Geländetechnik längst Legende unter allen Anwendern, die weniger auf Show als auf Kompetenz setzen. All die modernen SUV mit ihren schicken Breitreifen und den stylischen Plastikverkleidungen hat er stets wissend angelächelt – ihm hinterherzufahren, wenn es wirklich ins Gelände geht, schaffte ohnehin keine der jung-dynamischen Sportskanonen. Und obwohl der Jimny seit 1998 praktisch unverändert gebaut wurde, sichert er sich Monat für Monat einen soliden Mittelfeldplatz bei den Neuzulassungen.

Nun aber ist das Warten auf einen Nachfolger vorbei, Suzuki hat den Jimny II offiziell in Japan vorgestellt. Und die allerbeste Nachricht ganz zu Beginn: Es bleibt bei all der handfesten Offroadtechnik, dafür wird bei der Form sogar noch etwas Kante nachgelegt und das Ur-Modell der Baureihe, der LJ80 aus den 1980er Jahren, ausgiebig zitiert. Ein bisschen wirkt der neue Suzuki Jimny wie eine geschrumpfte G-Klasse, wozu neben der klassischen Kastenform mit einzelnen Rundscheinwerfern, freistehenden Blinkern und dem an der Heckklappe befestigten Reserverad auch die charakteristische umlaufende Dachrinne beiträgt.

Suzuki Jimny mit 102 PS

Suzuki Jimny 2018 Weltpremiere Foto: Suzuki
Das Cockpit bleibt bei seiner zweckmäßigen Designlinie, dennoch gibt es moderne Elemente wie das neue Multifunktionslenkrad

Suzuki wird den Jimny in Japan in zwei Varianten anbieten, die nochmals kleinere Version mit einem 0,7-Liter-Motor ist auf die japanische „Kei car“-Regelung angepasst. Der Jimny für den Rest der Welt bleibt bei den Dimensionen praktisch unverändert zum Vorgänger, durch die kastigere Grundform wird er sogar etwas kürzer als der erste Jimny.

Eine sehr begrüßenswerte Entscheidung ist es, die komplette Geländetechnik beizubehalten. Im Klartext: Massiver Leiterrahmen für maximale Robustheit, zwei Starrachsen an Längslenkern und Schraubenfedern. Es bleibt auch beim zuschaltbaren Allradantrieb mit eigener Geländeübersetzungsstufe (wobei wir uns in diesem Fall über einen Permanent-4x4 gefreut hätten). Zusätzlich unterstützt wird die Offroad-Performance durch eine angepasste Traktionskontrolle als Differentialsperren-Ersatz.

Viele neue Assistenzsysteme

Obwohl die Abmessungen nahezu identlisch zum Vorgänger sind und beim Gewicht sogar noch ein paar Kilo verloren gingen, wird der neue Suzuki Jimny II deutlich kräftiger werden. Zum Einsatz kommt ein neu entwickelter Saugbenziner mit dem Baucode K15B. Der 1,5-Liter-Vierzylinder bringt es auf immerhin 102 PS (aktuell: 1,3-Liter-Motor mit 84 PS). Das maximale Drehmoment des 16-Ventilers liegt bei 130 Newtonmeter. Getriebeseitig besteht die Wahl zwischen einem manuellen Fünfgang-Getriebe und einer vierstufigen Wandlerautomatik.

Suzuki Jimny 2018 Technische Daten

ModellSuzuki Jimny (2018)
Motor4zyl.-R-Benziner
Hubraum1.462 ccm
Leistung102 PS
Drehmoment130 Nm
Länge/Breite/Höhe3.645/1.645/1.725 mm
Radstand2.250 mm
Bodenfreiheit210 mm
Böschungswinkel v/h37/49 Grad
Rampenwinkel28 Grad
Getriebe5G-Schaltgetr./4G-Autom.
Laderaumvolumen85-830 l
Leergewichtab 1.090 kg
zul. Gesamtgew.1.435 kg

Völlig neu ist eine Reihe von Assistenzsystemen. So verfügt der kommende Suzuki Jimny über einen Spurhalteassistenten, einen Brems- und Notbremsassistenten, Totwinkelwarner, automatisches Fernlicht und Verkehrszeichenerkennung. Im weiterhin sehr sachlich gezeichneten Cockpit zieht ebenfalls die Moderne ein – grafisches Display zwischen den Rundinstrumenten, Multifunktionslenkrad und das große Multimedia-Navi-System in der Armaturenbord-Mitte erinnern an den Suzuki Vitara.

Ein Feature, das uns besonders gut gefällt, sind die einzeln umlegbaren Rücksitze. Da es sich realistisch betrachtet ohnehin nur um Notsitze für Kurzstrecken handelt, wurden sie so integriert, dass beim Umklappen eine völlig ebene und mit robustem Noppenkunststoff bezogene Ladefläche entsteht. Im Vergleich zur bisherigen Lösung, bei der die oft störende Sitzbank mühsam aus- und wieder eingebaut werden musste, ein enormer Fortschritt.

Suzuki Jimny 2018 Weltpremiere Foto: Suzuki
Es bleibt beim robusten Leiterrahmen und zwei Starrachsen. Offroader weltweit kommen da ins Jubeln.

Preise ab 16.000 Euro

Im Heimatland wird der neue Jimny noch in diesem Jahr debütieren. Der Verkaufsstart für die Exportmärkte ist noch nicht gesichert, zumindest die Australier sollen Anfang 2019 dran kommen, in Europa wird es vermutlich eher die Jahresmitte 2019 sein. Zumindest für Japan hat Suzuki nun auch Preise genannt. Dort wird er je nach Ausstattung zwischen umgerechnet 13.500 und 15.900 Euro kosten. Wir rechnen damit, dass die Preise in Europa nicht wesentlich steigen werden und der kommende Suzuki Jimny bei uns für rund 16.000 Euro startet.

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Neuester Kommentar

Ich bin sehr gespannt und freue mich auf den neuen Jimny. Ich hoffe der aktuelle, allgegenwärtige Assistent-Wahnsinn ist bei der Konfiguration auch ausreichend abwählbar. Ich will schließlich einen "Geländewagen"...
...sonst muss die Wahl für den richtigen Waldeinsatz doch ein altes Fahrzeug sein oder ein Niva.

DRM 14. Juli 2018, 09:03 Uhr
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