Neuer Suzuki Swift Sport (2018) im Fahrbericht

Kleinwagen wird stärker, 80 Kilo leichter und teurer

Suzuki Swift Sport Suzuki Swift Sport Suzuki Swift Sport Suzuki Swift Sport 8 Bilder
IAA 2017

Der neue Swift Sport ist da! Auf der IAA wurde der Mini-Hot-Hatchback enthüllt – und mit ihm seine technischen Daten. Highlights: das erstaunlich geringe Gewicht und der starke Turbo-Motor. Schreit nach einem Fahrbericht. Also los. Ab 21.400 Euro steht der heiße Kleine vor der Tür.

80 Kilogramm trennen den neuen Suzuki Swift Sport von seinem Vorgänger. Wog der nach unseren Maßstäben schon quirlig genug fahrende alte Swift noch mehr als 1.000 Kilogramm, sind es beim neuen Sport nur noch 970 Kilogramm. Damit wiegt er etwa genau so wenig wie ein Smart Forfour – bei wesentlich besseren Fahrleistungen. Umgerechnet auf das Gewicht kostet der neue Swift Sport 22 Euro pro Kilo. Da es ihn nur am Stück gibt, berechnet der Suzuki-Händler 21.400 Euro. Premiere hat der kleine Sportler am 23. Juni.

Neuer Suzuki Swift Sport mit Turbo-Vierzylinder und 140 PS

Das Herzstück des neuen Swift Sport ist nicht nur das gesunkene Gewicht, sondern auch sein neuer Motor. Setzte der Vorgänger noch auf einen Saugmotor mit 1,6 Liter Hubraum und 136 PS, ackert im neuen Modell ein Turbo-Vierzylinder (schon bekannt aus anderen Suzuki-Modellen) mit 1,4 Liter Hubraum und Direkteinspritzung.

Suzuki Swift Sport Foto: Suzuki
Hat der BMW M2 nicht: eine Anzeige für Ladedruck und Öltemperatur! Gibt's aber im neuen Swift Sport. Cool!

Die Endleistung bleibt fast gleich: 140 PS (103 kW) sind es beim neuen Swift Sport. Dafür stieg das Drehmoment um heftige 70 Nm von 160 auf 230 Nm. Ein Plus von fast 50 Prozent. Über die Sprintwerte äußert sich Suzuki noch nicht. Die 8-Sekunden-Marke dürfte jedoch locker zu knacken sein.

Beim Getriebe wagt man keine Experimente: kein Doppelkuppler, keine Automatik, nur ein Sechsgang-Handschaltgetriebe steht für den Swift Sport zur Wahl. Das stammt sogar noch aus dem Vorgänger, wurde aber für flüssigere Gangwechsel optimiert und soll eine präzisere Gassenführung bieten.

Neuer Suzuki Swift Sport im Fahrbericht

Machen wir doch gar nicht lang rum, sondern starten direkt mit dem wichtigsten Punkt: Wie fühlt sich das mit dem neuen Turbomotor denn nun an? In einem Wort: herrlich. Der 1.4-Liter Boosterjet ist das Teil am neuen Swift Sport, das die mit Abstand beste Figur macht (dicht gefolgt von der kernig straffen Lenkung). Dass der Swift Sport jetzt nicht mehr bis 7.000 Umdrehungen schnalzt, ist angesichts des quirligen Vierzylinders zu verzeihen. Hat die Nadel erstmal Dreitausend überquert, marschiert der Japaner tapfer nach vorne, bis er bei Drehzahl 6.000 in den sanften Begrenzer rennt oder bei 210 km/h in die Vmax-Grenze. Die Schaltung ist im Vergleich zum Vorgänger – zum Glück – spürbar knackiger geraten. Zusammen mit dem geringen Gewicht von 970 Kilo entsteht ein agiler Laune-Macher, der eigentlich gerne mehr Sportwagen wäre, als er geworden ist. Denn mit zahlreichen Elementen im Carbon-Look, zweiflutiger Abgasanlage, breiterer Front und roten Akzenten im Cockpit macht der Kleine schon ein bisschen auf Krawall.

Für Suzuki ist es aber der schwierige Spagat zwischen Emotion und Absatzpotential. So wie der neue Swift Sport nun ab 23. Juni beim Händler steht, wird er sicher viele Freunde finden. Dennoch hätten die Ingenieure beispielsweise beim Sound noch eine Schippe drauflegen können. Oder bei der Fahrwerksabstimmung – obwohl kurze Stöße eine gewisse sportliche Härte suggerieren, lehnt sich der Swift Sport recht tief in die Kurven und schiebt bei forscher Gangart über die Vorderräder bis in die Regelelektronik. Die greift nicht mehr gar so beherzt zu, wie noch bei der zweiten Generation des japanischen Flitzers, doch das Heck lässt sie beim besten Willen nicht mitspielen.

Das klingt jetzt vielleicht negativer, als es soll. Der Swift Sport ist ne coole Sau, um das mal ganz salopp zu sagen. Er lässt sich flott über Landstraßen zirkeln, hängt stramm am Gas und verbraucht selbst bei zugegebenermaßen wilderen Touren durch das südspanische Küstengebirge im Schnitt nur 7,4 Liter Benzin. Dazu kommen Platz im Fond für echte erwachsene Menschen, sehr gelungene Sportsitze mit integrierten Kopfstützen für echte erwachsene Fahrer, ein nutzbarer Kofferraum (265-947 Liter) und allerlei elektronische Helferlein. Dass das Cockpit vorrangig aus harten Kunststoffen besteht darf dann auch als Zeichen für robuste Haltbarkeit gewertet werden. Jedenfalls stört sich der Fahrer nicht an der Materialauswahl, weil er ein Lenkrad mit perforiertem Leder-Mantel und Klavierlack in den Händen hält.

Sportliche Optik, sportliches Fahrwerk

Wie beim Vorgänger nutzt Suzuki beim neuen Swift Sport eine sportliche Vorderachs-Konstruktion mit sogenannten Monroe-Stoßdämpfern, die vom Zulieferer Tenneco stammen. Die Stabilisatoren wurden verstärkt und an den Aufnahmen mit Teflon-Lagern versehen – das soll die Härte im Ansprechverhalten etwas reduzieren.

Suzuki Swift Sport Foto: Newspress
Knackiger Abschluss: Der neue Suzuki Swift Sport bekommt wieder einen Duplex-Auspuff mit zwei Endrohren.

Gleichzeitig hat man die Radnaben und Radlager zu einem Bauteil vereint, mit der Folge, dass sich die Sturzsteifigkeit bei Kurvenfahrten verbessert. Ähnliche Modifikationen finden sich auch an der Hinterachse, die deutlicher steifer sein soll als beim Vorgänger.

Gewachsen ist der Swift trotzdem, plus 20 Millimeter mehr Radstand, plus 40 Millimeter Spurweite an der Vorder- und Hinterachse. Die Karosserie sitzt 15 Millimeter näher am Asphalt und misst 40 Millimeter mehr in ihrer Breite. Eine Differenzialsperre verbaut Suzuki auch beim neuen Swift Sport nicht. Serienmäßig rollt der Swift Sport auf 17-Zoll-Felgen. Mittlerweile fast schon üblich: Der Grill kommt mit Wabenmuster. Wie sein Vorgänger trägt er eine Duplex-Abgasanlage mit einem Endrohr rechts und links.

Infotainmentsystem und nützliche Zusatzinstrumente

Betont sportlich designte Suzuki auch den Innenraum des neuen Swift Sport. Es dominieren die Farben Rot und Schwarz. Rot hinterlegt ist zum Beispiel der Drehzahlmesser. Plus: Auch an zusätzliche Instrumente hat Suzuki gedacht, die den Fahrer über die Öltemperatur und den Ladedruck informieren. Bei der Konnektivität unterstützt der Suzuki Swift Sport die Smartphone-Integrationen Apple Carplay, Android Auto und MirrorLink.

Ab dem 23. Juni 2018 steht der neue Suzuki Swift Sport beim Händler. Der wird dann 21.400 Euro verlangen. Optional gibt es lediglich noch eine Metalliclackierung für 500 Euro. Ansonsten ist bereits alles an Bord.

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