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Takata-Airbag-Debakel

Japaner schließen Milliarden-Vergleich

Foto: Takat-Petri

Im Rechtsstreit mit den US-Justitzbehörden um defekte Airbags hat Takata nun einen Vergleich erzielt, der den japanischen Zulieferer 1 Milliarde Dollar kostet.

16.01.2017 Uli Baumann

Der japanische Autozulieferer Takata hat sich mit der US-Justiz auf einen Vergleich im Streit um defekte Airbags geeinigt. Das Unternehmen habe kriminelle Vergehen eingestanden und zahle Strafen in Höhe von 1,0 Milliarden Dollar (940 Mio Euro), teilte das US-Justizministerium am Freitag mit. Zudem wurden Strafanzeigen gegen drei Manager gestellt, meldet das Handelsblatt.

Testergebnisse wissentlich verfälscht

Den langjährigen Takata-Angestellten wird Betrug und Verschwörung vorgeworfen. Die laut Anklageschrift bis 2015 in Japan und den USA für das Unternehmen tätigen Mitarbeiter sollen mit manipulierten Testergebnissen bewusst die Risiken mangelhafter Airbags verschleiert haben, die mit mehreren tödlichen Unfällen in Zusammenhang stehen. Die US-Justiz wirft Takata vor, über ein Jahrzehnt lang systematisch Ergebnisse von Sicherheitstests manipuliert zu haben.

Gemäß dem geschlossenen Vergleich wird Takata für das für das Verfälschen von Testdaten und -ergebnissen ein Bußgeld in Höhe von 25 Millionen US-Dollar (rund 24 Millionen Euro) zahlen und einen Entschädigungsfonds in Höhe von 125 Millionen US-Dollar (rund 119 Millionen Euro) für Einzelpersonen einrichten, die durch eine fehlerhafte Auslösung eines Takata Airbag-Gasgenerators Verletzungen erlitten haben oder noch erleiden werden und deren Ansprüche noch nicht bereits verhandelt wurden. Zudem wird Takata einen Entschädigungsfonds in Höhe von 850 Millionen US-Dollar (rund 807 Millionen Euro) zugunsten der Automobilhersteller auflegen, die verfälschte Testdaten und -ergebnisse erhalten oder die Airbag-Gasgeneratoren mit phasenstabilisierten Ammoniumnitrat von Takata erworben haben.

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