Tarifstreit

VW bleibt hart

Im Tarifkonflikt bei Volkswagen bleibt Vorstandschef Bernd Pischetsrieder hart. Nach den ersten Warnstreiks in der Nacht sagte VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder am Freitag (29.10.) bei einem Besuch in Peking, der Konzern wolle eine Nullrunde und Kostenreduzierungen, um deutsche Standorte wettbewerbsfähig zu machen.

"Es kann in niemandes Interesse sein, dass es tatsächlich zum Streik kommt. Auf der anderen Seite muss jetzt einfach der Einstieg in die Kostenreduzierung, die wir nun häufig diskutiert haben, stattfinden", sagte Pischetsrieder vor Journalisten.

Volkswagen dürfe nicht in eine Situation kommen, wo Standorte geschlossen und Personal abgebaut werden müsse, warnte der VW-Chef. "Das muss jetzt verhindert werden." Das Angebot der Konzernleitung liege auf dem Tisch. "Wir wollen eine Nullrunde. Daran hat sich nichts geändert." Bei der fünften Tarifrunde hatte es am Vortag in Hannover keine grundlegende Annäherung zwischen beiden Tarifparteien gegeben. Die Verhandlungen für die rund 103.000 Beschäftigten in den sechs westdeutschen VW-Werken sollen am Montag fortgesetzt werden.

Deutsche Standorte müssen wettbewerbsfähig sein

Zur gewerkschaftliche geforderten Arbeitsplatzgarantie sagte Pischetsrieder, die Kosten in Deutschland müssten mit anderen Standorten des Konzerns wettbewerbsfähig sein. Mit der Ausweitung des Modellangebots würden die Produkte den einzelnen Werken nach wirtschaftlichen Aspekten zugeteilt. Er nannte als Beispiel 1.800 Euro Differenzkosten pro Fahrzeug. "Beschäftigungsgarantie ist eine Werkszusage-Garantie. Die Beschäftigung als solche können nur die Kunden garantieren, in dem sie unsere Autos kaufen."

Die ersten Aktionen, an denen sich nach Gewerkschaftsangaben 4.000 Beschäftigte in den VW-Werken Hannover, Baunatal bei Kassel und Braunschweig beteiligt hatten, mochte Pischetsrieder nicht Streiks nennen, sondern sprach von einer "Kundgebung des Betriebsrates". Später fügte er hinzu: "Ich kann wirklich beim besten Willen nicht sagen, wie die Verhandlungen weitergehen werden."

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