Tarifstreit

VW muss sich bewegen

Im Tarifkonflikt bei Volkswagen hat die IG Metall ein Entgegenkommen der VW-Führung gefordert. VW müsse auf die IG Metall zugehen, sagte deren Sprecher Jörg Köther am Donnerstag (23.9.) in Hannover.

VW-Chef Bernd Pischetsrieder solle auf seine Verhandlungskommission einwirken, damit diese bei der zweiten Tarifrunde am 5. Oktober ernsthaft vor allem über die von der Gewerkschaft geforderten Arbeitsplatzgarantien verhandle.

Zugleich kritisierte Köther Äußerungen von Pischetsrieder, die dieser am Rande des Auto Salons in Paris gemacht hatte. "Im Westen nichts Neues", kommentierte der IG Metall-Sprecher. Pischetsrieder hatte gesagt, bei der Tarifrunde am 5. Oktober werde "auch nichts rauskommen". Er rechne mit langwierigen Verhandlungen. Bis zum Ende des Jahres erwarte er aber eine Lösung.

Pischetsrieder sagte zudem, VW wolle keinen Streik. Ein Arbeitskampf wäre nach dem Ende der Friedenspflicht Ende Oktober möglich. Es wäre der erste echte Streik bei dem Wolfsburger Autobauer. "Nach einer Woche Streik steht der Konzern weltweit still", warnte der VW-Chef.

Köther sagte, die IG Metall werde keine Aussagen über den erwarteten Zeitrahmen der Verhandlungen machen. Zu einem möglichen Streik wollte er sich ebenfalls nicht äußern.

Die erste VW-Tarifrunde für die rund 103.000 Beschäftigten der sechs westdeutschen Werke war Mitte September ergebnislos vertagt worden. Die IG Metall verlangt vier Prozent mehr Geld und Arbeitsplatzgarantien, die mit konkreten Produktionsentscheidungen abgesichert werden sollen. VW will die Arbeitskosten bis 2011 um rund 30 Prozent senken und angesichts der schwierigen Lage des Unternehmens eine zweijährige Nullrunde bei den Löhnen und Gehältern durchsetzen.

Volkswagen erhielt am Donnerstag Schützenhilfe vom Verband der Automobilindustrie (VDA). Ohne auf die Tarifrunde bei VW direkt einzugehen, forderte VDA-Präsident Bernd Gottschalk bei der Eröffnung der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover unter anderem Nullrunden für Beschäftigte. Er sprach von notwendigen Schritten, um den Wirtschaftsstandort zu sichern.

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