Tata Nano

Vorerst nicht nach Europa

Foto: Tata Motors 15 Bilder

Nach der Premiere des Tata Nano in Neu Delhi will der indische Automobilkonzern Tata Motors das weltweit billigste Auto zunächst nicht auf den europäischen Markt bringen.

Tata-Sprecher Dabasis Ray sagte am Freitag (11.1.) in Neu Delhi, es gebe keine "unmittelbaren Pläne" für eine Einführung des Nano in Europa. Tata Motors will den auch "Volksauto" genannten Nano in Indien frühestens ab Oktober ohne Mehrwertsteuer und Transport ab umgerechnet etwa 1.700 Euro anbieten. Die Basisversion des Nano hat weder Klimaanlage noch Heizung. Auch Servolenkung, Airbags, elektrische Fensterheber oder ein Außenspiegel auf der Beifahrerseite sind nicht enthalten.

Ray betonte aber, der am Donnerstag auf der Autoexpo in Neu Delhi vorgestellte Nano sei so konzipiert worden, dass er entsprechend der Bedürfnisse anderer Märkte nachgerüstet werden könne. "Sollten wir das Auto morgen nach Europa oder in irgendein anderes Land als Indien schicken, wäre alles drin, was in diesem Land erforderlich wäre."

Ratan Tata: "Europa reizt mich nicht sehr"

Konzernchef Ratan Tata sagte in der indischen "Economic Times", die offensichtlichen Märkte für das Billigst-Auto seien in Afrika, Lateinamerika und einigen südostasiatischen Staaten. Europa sei kein Markt, "der mich sehr reizt". Tata hatte am Donnerstag betont, sich beim Nano zunächst auf Indien konzentrieren zu wollen.

Ratan Tata sagte der "Times of India", er wünsche sich künftig auch Nano-Versionen für anspruchsvollere Kunden möglicherweise außerhalb des indischen Marktes. Diese Modelle könnten auf einer sehr kostengünstigen Basis entstehen. Der 70-Jährige Konzernchef und geistige Vater des Nano betonte, der Preis von 100.000 Rupien oder rund 1.700 Euro für die Basisversion des Wagens gelte nur für Indien. Am meisten Produktionskosten habe Tata durch die sparsame Verwendung von Stahl eingespart.

Deutsche Zulieferer in Indien, wie Bosch und Continental, sind maßgeblich an der Produktion des Nano beteiligt.

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