6 Ausgaben testen + attraktive Prämie sichern!

6 Ausgaben auto motor und sport mit 25% Preisvorteil zum Preis von nur 17,60 € (ggf. zzgl. 1 € Zuzahlung) testen.

Dazu eine unserer zahlreichen attraktiven Prämien sichern!

Weitere Infos und Bestellung HIER!

Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Techrules Ren

Elektrosportwagen mit bis zu 1.303 PS

Techrules Trev Genf 2017 Foto: Guido ten Brink/SB-Medien 42 Bilder

Techrules zeigt in Genf 2017 die Serienversion seines rein elektrisch angetriebenen Supersportwagen-Konzepts. Das Design des Ren stammt von Giugiaro, gebaut werden die Prototypen des weit über 1.000 PS starken Elektrosportlers bei Gianetti.

08.03.2017 Uli Baumann 6 Kommentare Powered by

Eine erste Studie ihres 1.000-PS-Sportwagens mit Turbinenunterstützung hat die Truppe um Technikchef Matthew Jin schon in Genf 2016 gezeigt. Mittlerweile war Jin gemeinsam mit seinem Vater, William Jin, bei Giugiario, um das Design abzunehmen. Enthüllt wurde das finale Modell, das jetzt den Namen Ren trägt, auf dem Genfer Autosalon 2017. Ende 2017 sollen zunächst 25 handgefertigte Prototypen entstehen, danach sei eine Serienfertigung geplant. Eine limitierte Serie von 96 Rennstreckenversionen wird in Italien von Hand gebaut, dafür ist ein Produktionsvolumen von 10 Fahrzeugen pro Jahr vorgesehen.

Techrules ist wie viele Elektroauto-Start-Ups ein unbeschriebenes Blatt. Die Chinesen mit Sitz in Peking bezeichnen sich als neues Forschungs- und Entwicklungsunternehmen mit dem Ziel, „automobile Antriebstechnologien zu entwickeln, die der nächsten Generation von Fahrzeugen helfen, sowohl effizienter und umweltverträglicher zu werden, als auch die Bedienung zu erleichtern und das Benutzererlebnis zu verbessern“. Aha.

Techrules-Sportwagen heißt Ren

Die jetzt in Genf enthüllte Version des Techrules Ren tritt als Dreisitzer an. Der Fahrer sitzt zentral, die beiden Passagiere versetzt dahinter. Über das modulare Drei-Cockpit-Konzept spannt sich eine nach hinten oben schwenkbare Kanzel mit drei Beulen. Wird der Ren mit weniger Sitzplätzen geordert, so wird die Zahl der Polycarbonat-Kanzeln angepasst. Das Interieur ist mit Leder und Alcantara ausgeschlagen, dazu gibt es Jeansstoff. Geblieben sind das Carbon-Leichtbauchassis und die TREV-Antriebstechnik (siehe unten), die bereits in Genf 2016 gezeigt wurden. Das System ist skalierbar und bietet je nach Konfiguration eine Batteriekapazität von 14 bis zu 32 kWh sowie bis zu zwei Motoren vorn und vier Motoren im Heck. Die Konfiguration mit zwei Motoren und Heckantrieb hat einen Motor für jedes Hinterrad. Eine viermotorige Konfiguration treibt alle vier Räder an. Die stärkste Konfiguration mit sechs Motoren hat zwei Motoren für jedes Hinterrad und jeweils einen für jedes Vorderrad. Die Gesamtleistung liegt maximal bei 960 kW (1.305 PS) und 2.340 Nm. Damit sprintet der ren in 2,5 Sekunden auf 100 km/h und erreicht maximal 320 km/h. Mit zwei Motoren werden 435 PS und 780 Nm angegeben, mit vier Motoren 870 PS und 1.560 Nm. Aus 80 Litern Dieselkraftstoff soll dabei eine Reichweite von 1.170 km möglich sein. Rein elektrisch sind bis zu 200 km drin. Bei weniger Leistung soll zudem die Gesamtreichweite auf bis zu 2.000 km steigen. Die Ladezeit für bis zu 80 % der Batteriekapazität wird mit 15 Minuten angegeben. Sichtbar gemacht wird die Technik durch transparente Abdeckungen an Front und Heck.

Zur Ausstattung des 1,7 Tonnen schweren Techrules Ren zählen zahlreiche Fahrerassistenzsysteme und eine Vielzahl von Fahrprogrammen. Das Fahrer-Cockpit beherbergt in Höhe der Lenkradmitte einen selbstnivellierenden Bildschirm mit leistungsfokussierter Instrumentierung, während nach hinten gerichtete Kameras drei Monitore mit Bilddaten speisen. Die Beleuchtung setzt auf LED-Laserlicht, gebremst wird mit Carbon-Keramik-Stoppern. Für eine Kommunikation nach extern steht eine Lautsprecheranlage bereit, für das Gepäck ein 60-Liter-Stauraum im Heck.

Das Design des Techrules Ren wird von großen Luftein- und Auslässen dominiert. An der zugepfeilten Front saugen zwei dreieckige Öffnungen Kühlluft ein, am zerklüftete Heck mit umlaufenden LED-Lichtband strömt sorgt ein Rechner gesteuerter Spoiler stets für den optimalen Abtrieb. Im Untergeschoss wohnt ein überdimensionaler Diffusor. Markant ist auch die hinter der Kanzel verlaufende Finne. Den Fahrbahnkontakt halten 265/35er reifen auf 22 Zoll großen Felgen.

Techrules Supersportwagen-Konzept
Hier wird der 1.000-+-PS-China-Sportler getestet 1:07 Min.

Techrules TREV mit über 2.000 km Reichweite

Rückblick in 2016: Wie kann ein Technologieunternehmen seine Kompetenz besser darstellen als mit Supersportwagen? Garnicht. Ergo zeigten die Chinesen in Genf gleich zwei entsprechende Modelle, die mit einem einzigartigen und patentierten Turbinen-Lade-System für Elektrofahrzeuge (TREV – Turbine-Recharging Electric Vehicle) enorme Leistungs- und Effizienzwerte realisieren sollen. Der Hersteller sprach von 768 kW (rund 1.044 PS) Spitzenleistung und einer Reichweite von über 2.000 Kilometern. Der Verbrauch soll bei unglaublichen 0,18 l/100 km liegen. Ebenso unglaublich die Fahrdynamikwerte: Null auf 100 km/h in 2,5 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit: abgeregelte 350 km/h. Bereits in wenigen Jahren sollen die Sportler serienreif sein, dann sollen normale Autos mit gleicher Technik im B- und C-Segment nachgeschoben werden.

Und was ist nun dieses TREV-System? Im Grunde ein Elektroantriebsstrang mit Range Extender. Eine mit Kerosin befeuerte Mikroturbine (alternativ ist die Turbine auch auf den Einsatz von Erdgas, Biogas, Diesel oder Benzin ausgelegt) liefert Strom für die Speicherbatterie, die die wiederum an die Elektromotoren abgibt. Je einer an den Vorderrädern und je zwei an jedem Hinterrad. Das TREV-System ist ausschließlich ein serielles Hybrid-Range-Extender-System.

Die Turbinen, die die Generatoren antreiben, drehen mit 96.000/min. und setzen auf Druckluft zur Wellenlagerung. Die Turbine erzeugt eine Leistung von 36 kW. Von dieser Leistung entfallen 30 kW auf den Antrieb des Generators, wovon 6 kW direkt für den Betrieb von Zusatzkomponenten wie den Umrichtern verwendet werden. Eine spezielle Ladetechnik soll dabei eine schnellere Ladung der Lithium-Manganoxid-Akkuzellen vom Typ 18650 (Gesamtkapazität: 20 kWh) ermöglichen. Die reine Batteriereichweite soll bei 150 Kilometer liegen. Wird der 80-Liter-Treibstoffvorrat mitverfeuert, so sollen sich Reichweiten von bis zu 2.000 km ergeben. Der Verbrauch steigt dann auf 4,8 Liter je 100 km. Natürlich kann der Energiespeicher auch an der Steckdose nachgeladen werden.

Techrules-Serienmodelle sollen unter 1.000 kg wiegen

In Genf 2016 wurde die neue Technik in den Modellen AT96 und dem GT96 vorgestellt. Der AT96 ist die Vision einer Rennstreckenversion, der GT96 ist als Straßensportler konzipiert. Deren Gewicht liegt derzeit bei rund 1,4 Tonnen, für die Serienfertigung ist ein Gewicht der Kohlefaserflundern unter 1.000 kg angepeilt. Die Abmessungen lauten: Länge 4.648 mm, Breite 2.034 mm, Höhe 1.140 mm, Radstand 2.655 mm. Beim Räderwerrk setzt Techrules auf 20 Zöller mit 265/35er Reifen vorn und 325/30er Walzen hinten. Verzögert werden die beiden Sportler mit belüfteten 405-mm-Bremsscheiben und 6-Kolben-Bremssätteln vorne und belüfteten 380-mm-Bremsscheiben und 4-Kolben-Bremssätteln hinten. Natürlich wird hier Energie rekuperiert.

Neuester Kommentar

Schoendorfer, ich glaube du hast das System nicht ganz verstanden. Lies dir noch mal ein paar entsprechende Artikel zum AT96 und GT96 durch! Da muss nichts gedrosselt werden. Der Vergleich mit Tesla ist Quatsch.

Sonatine 15. Juni 2017, 00:30 Uhr
Neues Heft
sport auto 11/2017 - Cover
Heft 11 / 2017 13. Oktober 2017 148 Seiten Heftinhalt anzeigen Jetzt für 4,50 € kaufen Artikel einzeln kaufen