Tesla Bilanz 2017

675 Millionen Euro Verlust

Tesla Model 3 Foto: Dani Heyne 58 Bilder

Mit 675 Millionen Dollar verliert Tesla im vierten Quartal 2017 weniger Geld als im Quartal davor. Umsatz und Aktienkurs sind sogar gestiegen. Das Model 3 macht Musk weiter Sorgen – und den Anlegern Hoffnung.

Tesla macht weiter Verluste: Im vierten Quartal 2017 verlor das Unternehmen 675 Millionen Dollar (550 Millionen Euro). Das sind weniger als erwartet, aber mehr als im vierten Quartal des Vorjahres. Weil der Umsatz mit 44 Prozent überraschend stark zulegte, stieg die Tesla-Aktie nach Börsenschluss um zwei Prozent.

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Umsatz steigt auf 3,3 Milliarden Dollar

Der Umsatz stieg im vierten Quartal um 44 Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar (2,7 Mrd. Euro). Im gesamten Geschäftsjahr 2017 steigerte Tesla den Umsatz um 68 Prozent auf 11,76 Milliarden US-Dollar (9,6 Mrd. Euro). Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Verlust noch stärker als der Umsatz: 1,6 Milliarden US-Dollar (1,3 Mrd. Euro) vor Steuern verlor das Unternehmen 2017.

1.762 Model 3 an Kunden übergeben

Die Produktion konnte Tesla steigern: Rund 103.000 Elektroautos lieferte das Unternehmen an Kunden. Das sind 35,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Den größten Anteil hat mit 54.700 Autos das Model S. Dazu kamen 46.500 Model X neu auf die Straßen. Außerdem lieferte Tesla 1.762 Model 3 aus.

Am Ziel, bis Mitte des Jahres 5.000 Model 3 pro Woche zu bauen, hält Tesla fest. Ende des ersten Quartals soll die Produktion zunächst auf 2.500 Autos pro Woche gesteigert werden. Damit fährt die Produktion langsamer hoch als angekündigt.

Tesla Model 3 Tesla Model 3 Kompaktes E-Auto im Fahrbericht

Lieferengpässe bringen Tesla Verluste

Im dritten Quartal 2017 hatte Tesla seine selbstgesteckten Ziele klar verfehlt. Vom Model 3 wurden lediglich 260 Stück gefertigt. Dass das Quartalsergebnis erheblich geringer ausfiel, begründete Tesla lediglich mit „Produktionsengpässen“ und betonte, es gebe keine grundsätzlichen Probleme mit der Fertigungs- und Lieferkette. In einem Brief an die Aktionäre hieß es, der Anlauf der Massenproduktion sei eine Herausforderung, die Fertigung werde aber stetig erhöht.

1,4 Milliarden Dollar Verlust in Q3 2017

Der Bericht aus der „Produktionshölle“, wie Elon Musk das Anlaufen der Produktion nennt, klang so: „Wir machen weiter Fortschritte, die anfänglichen Engpässe zu lösen“. Es sei aber schwer, vorauszusagen, wie lange es dauern werde, die Probleme zu bewältigen, so Musk. Am 1.11.2017 musste Tesla zudem miserable Zahlen im 3. Quartal vermelden: 1,4 Milliarden US-Dollar an Cash hatte der US-Autobauer im Quartal „verbrannt“. Der Rekordverlust fiel auf 619 Millionen US-Dollar (umgerechnet 533 Millionen Euro). Im Vorjahresquartal hatte Tesla noch 22 Millionen Dollar verdient.

Tesla Ergebnis 2016

Im vierten Quartal 2016 konnte Tesla noch rund 22.000 Fahrzeuge ausliefern, drunter 12.700 Model S und 9.500 Model X. Im Gesamtjahr 2016 addieren sich die Auslieferungen so auf 76.230 Fahrzeuge. Noch im Oktober hatte die Firma bekräftigt, mindestens 80.000 Autos an die Kundschaft bringen zu wollen. Tesla ergänzt aber, dass sich aktuell noch 6.450 Fahrzeuge in Auslieferung befinden, die aber dann dem 1. Quartal 2017 zugeschlagen werden.

Produktion deutlich gestiegen

Die Verzögerungen bei den Auslieferungen seien auf die Softwareumstellung beim Autopiloten zurückzuführen. Bei den Produktionszahlen konnte Tesla hingegen deutlich zulegen. Insgesamt hatten die Amerikaner in 2016 83.922 Fahrzeuge gefertigt, was einem Zuwachs um 64 % gegenüber 2015 entspricht.

Die Zukunftspläne von Tesla bleiben dennoch ambitioniert. Bis 2018 soll die Produktion auf 500.000 und bis 2020 auf eine Million Fahrzeuge pro Jahr steigen.

Neuester Kommentar

Teslas "Verluste" sind nicht vergleichbar mit Verlusten anderer Firmen, wie z.B. die von VW. Das sind echte VERLUSTE. Hier wurden 2017 über $ 25.000 Mio. Verlust gemacht, und zwar aus reiner Dummheit und Ignoranz.
Tesla investiert derzeit ohne Ende in den Ausbau seiner Batteriefabriken, da ist es doch logisch dass die Verkaufszahlen das derzeit noch nicht decken. Wenn die Produktion aber erst mal steht, dann gibt es $0 Kosten für Investitionen und nur noch Umsatz und steigende Gewinne.

jpnyc 13. Februar 2018, 19:40 Uhr
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