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Tesla Model 3 (2018)

Infos, Fotos, Daten, Preise zum kompakten E-Auto

Tesla Model 3 Foto: Tesla 16 Bilder

Mit großem Tamtam wurde im März 2016 die Orderbücher für das Tesla Model 3 eröffnet. Ende Juli 2017 wurden die ersten Fahrzeuge an Kunden übergeben. Jetzt verzögert sich die Fertigung. Hier alles zum neuen Tesla Model 3.

03.10.2017 Holger Wittich 35 Kommentare

Tesla hatte ab 7.Juli 2017 die Serienproduktion des kompakten Elektroautos aufgenommen. Das „SN1“ genannte Modell, also das erste Serienfahrzeug sollte direkt vom Band an Elon Musk gehen – gut zwei Wochen vor dem eigentlichen Roll-out. Die ersten 30 Tesla Model 3 gingen dann an Tesla-Mitarbeiter. Sie sollen Kinderkrankheiten melden. Bis Ende 2017 soll die Produktion auf 5.000 Autos im Monat hochgefahren werden, dann eine halbe Million pro Jahr. Zunächst nur die teure High-End-Version. Dann wird die lange Liste der Vorbesteller abgearbeitet.

Model 3 muss Erfolg haben

Tesla Model 3 Foto: Tesla
Das erste Tesla Model 3-Modell ist am Freitag (7.7.2017) produziert worden.

Damit liegt der E-Autobauer im Vergleich zu den starken Verzögerungen bei der Einführung des Model X sehr gut im Zeitplan. Die ersten 30 Fahrzeuge wurden am 28.7. an Kunden ausgeliefert. Aktuell sollen vom Tesla Model 3 rund 400.000 Vorbestellungen vorliegen, entsprechend beträgt die Wartezeit auf den Stromer mehr als ein Jahr. Im Juli wurden 30 Fahrzeuge gebaut, dann steigerte Tesla langsam die Taktzahl. Im August hätten 100 Model 3 vom Band rollen sollen, im September wollte Tesla 1.500 Modelle produzieren und im Dezember 2017 dann 20.000 Fahrzeuge monatlich bauen. Für das Jahr 2018 will das Unternehmen 500.000 Einheiten fertigen, aktuell liegt die Quote bei rund 100.000 Fahrzeugen. Jetzt musste Tesla aber seine Pläne korrigieren, wie die Welt berichtet. Der Elektroautokonzern hat die selbst gesteckten Produktionsziele für seinen ersten Mittelklassewagen Model 3 im dritten Quartal klar verfehlt. Von dem E-Auto wurden lediglich 260 Stück gefertigt. Dass das Quartalsergebnis nun erheblich geringer ausfiel, begründete Tesla lediglich mit „Produktionsengpässen“ und betonte, es gebe keine grundsätzlichen Probleme mit der Fertigungs- und Lieferkette.

Rückblick zum März 2016: Erstmals campierten weltweit Menschen vor einem Autohaus, um bei der Anzahlung für ein Auto die Nase vorne zu haben. Einem Auto, das bis dato noch niemand gesehen hatte. Den arrivierten Autobauern dürften diese Szene die Tränen in die Augen treiben.

Elon Musk eher nicht. Der charismatische Tesla-Boss spielte mit der Begeisterung der Tesla-Fans, als seien diese ein Musikinstrument. Die Jünger des ersten iPhones kennen das noch vom legendären Steve Jobs. Und so wundert es eben nicht, dass sich pünktlich zu Öffnung der Orderbücher am 31.3.2016 für das neue Tesla Model 3 eben weltweit Schlangen vor den Tesla-Niederlassungen bildeten. First come, first serve.

35.000 US-Dollar Startpreis

Tesla Model 3
Das Elektroauto für die Masse 45 Sek.

Immerhin haben die Leute nach der Weltpremiere am 31.3.2016 mal eine Idee davon, wofür sie denn da gerade 1.000 Dollar angezahlt haben. Ein gefällig gezeichnetes Mittelklasse-Auto, das sich optisch brav zwischen Model X und Model S einsortiert. Das Model 3 ist 4,70 Meter lang, 1,85 Meter breit und 1,44 Meter hoch. Der Radstand wird mit 2,87 Meter angegeben. Das Kofferraumvolumen soll nach US-Norm bei 425 Liter liegen, das Gewicht beträgt in der Basisversion 1,6 Tonnen.

Ganz ehrlich: An die neue Nase müssen wir uns gewöhnen. Der Rest war abzusehen. Experimente sind nichts für Leute, die viele Autos verkaufen müssen. Die Preise beginnen bei 35.000 Dollar. Damit liegt das Tesla Model 3 zwar deutlich über dem durchschnittlichen US-Neuwagenpreis von 31.000 US-Dollar, allerdings reduziert sich der Kaufpreis – zumindest in den USA – durch eine Steuergutschrift in Höhe von 7.500 Dollar sowie durch weitere Kaufprämien – zwischen 2.000 und 6.000 Dollar, je nach US-Bundesstaat. Natürlich soll das Model 3 eine Fünf-Sterne-Wertung in allen Sicherheitsbereichen einfahren. Maximal sollte es einen Akku mit 75 kWh im Model 3 geben, die Standardversion rollt mit 60 Kilowattstunden an den Start. Und: Alle Model 3 kommen auch mit dem Autopilot-Modus, der die Teslas halbautonom fahren lässt. Alle Fahrzeuge tragen ab Werk dafür standardmäßig acht Kameras und zahlreiche Sensoren. Zunächst werden aber nur die Fahrassistenz-Funktionen aktiviert, die Software zum autonomen Fahren soll es später als Update geben. Die Assistenzfunktionen sollen 5.000 Dollar kosten, der Autopilot weitere 3.000 Dollar. Jede Farbe außer schwarz kostet 1.000 Dollar Aufpreis. Ein Premium-Ausstattungspaket kostet 5.000 Dollar. Mit allen Optionen kommt das Model 3 so auf fast 60.000 Dollar. Auf das Fahrzeug gibt Tesla 4 Jahre/50.000 Meilen Garantie, auf die Batterie sogar 8 Jahre und bis zu 120.000 Meilen.

Tesla Model 3 Foto: Tesla
Es bleibt bei dem großen Bildschirm (15 Zoll) in der Mittelkonsole.

Besonderen Wert legte Musk bei der Präsentation auf das riesige Glasdach, dem angeblich größten in der Klasse, und die Tatsache, dass „im Model 3 fünf Erwachsene komfortabel sitzen können! Wir wollen, dass sich die Leute in ihr Auto verlieben und sich darauf freuen es zu fahren“, so Musk.

Serienmäßig rollt das Model 3 auf 18-Zoll-Felgen, optional sind für 1.500 Dollar 19 Zöller zu haben. Am Tesla-Supercharger soll die kleine batterie in 30 Minuten Strom für 200 km saugen können, die große Batterie bunkert in einer halben Stunde Energie für 270 km.

Hier die wichtigsten Infos und Daten zum Tesla Model 3:

  • Die Spurtzeit auf 100 km/h liegt bei unter 6 Sekunden
  • Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 209 km/h liegen (stärkere Batterie: 225 km/h)
  • Das Model 3 kommt als Fünfsitzer
  • Beim Crashtest soll eine 5-Sterne-Wertung erreicht werden
  • Die Reichweite soll bis zu 345 km betragen
  • Für 9.000 Dollar Aufpreis größere Batterie mit 500 km Reichweite
  • Die größere Batterie verfügt über ein 230-Ah-Batteriepack (350 V). Das entspricht 80,5 kWh.
  • Die Aufladung an den Supercharger-Säulen wird Gebühren kosten
  • Der optionale Allradantrieb wird unter 5.000 US-Dollar Aufpreis kosten
  • Das Model 3 kommt mit Autopilot-Hardware (8 Kameras, viele Sensoren)
  • Der cW-Wert soll bei 0,23 liegen
  • Die Heckklappenöffnung wird in der Serie größer ausfallen
  • Das Kofferraumvolumen wird 397 Liter betragen (US-Angabe)
  • Die mattschwarze Lackierung eines der Premieren-Modelle wird es auch in der Serie geben
  • Die  Felgen der Präsentations-Model 3 sind die Serienfelgen
  • Eine Anhängerkupplung gibt es optional
  • Kein Head-up-Display, es gibt nur den 15 Zoll großen horizontalen Bildschirm in der Mitte
  • Auf der Rückbank haben 2 bzw. 3 schmale Kindersitze Platz
  • Die Sitze sind voll umklappbar
  • Weniger als 100 Konfigurationen sollen nur möglich sein
Tesla Model YCrossover-Modell doch auf Model 3-Basis

Insgesamt soll vom Tesla Model 3 eine sechsstellige Anzahl in den Verkauf gebracht werden. Für 2018 stellt Elon Musk noch eine Performance-Version des Model 3 in Aussicht, ohne allerdings Eckdaten zu nennen. Neben dem Model S und dem SUV Model X plant Tesla übrigens noch ein viertes Modell. In einer Twitternachricht hatte Musk angekündigt, dass es noch ein Model Y geben soll.

Neuester Kommentar

Hier sind noch mal alle Informationen wie Preise, Reichweite, Farben usw. übersichtlich zusammengestellt:
https://www.model3.info

model3.info 24. September 2017, 15:51 Uhr
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