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Tesla Supercharger: Kostenloses Laden ist Geschichte

Tesla Supercharger ohne kostenloses Laden Blockieren der Ladesäule kostet Strafe

Lange Zeit konnten Teslabesitzer ihre Autos am Tesla-Supercharger-Netzwerk kostenlos laden, seit Anfang November ist die Nutzung der Schnelllader aber für fast alle kostenpflichtig. Das Model 3 kommt 2019 mit CCS-Stecker.

Wer künftig seinen Tesla an einem Tesla-Supercharger laden möchte, der muss für den gezapften Strom bezahlen. Diese Regelung gilt für alle nach dem 2. November 2018 gekauften Tesla-Modelle. Für gewisse Tesla Model S und Model X, die vor dem 2. November 2018 verkauft wurden, hatte Tesla eine jährliche Supercharger-Gutschrift von 400 kWh (ausreichend für rund 1.600 km Fahrstrecke) gewährt – diese bleibt auch künftig gültig. Hier muss nur für eine darüber hinausgehende Nutzung bezahlt werden.

Minutenpreise ab 17 Cent

Für die Supercharger-Nutzung verlangt Tesla seit diesem Stichtag Gebühren. Je nach Abssatzregion oder Land wird diese in Nutzungsdauer (Minuten) oder nach gezapftem Strom (kWh) berechnet. In Deutschland greift eine Abrechnung nach Minuten.

Das Tesla-Gebühgrenmodell unterscheidet dabei nach zwei Ladestufen. Stufe eins gilt während das Fahrzeug bis 60 kW lädt. Stufe zwei gilt für die Ladephase über 60 kW. Stufe eins kostet die Hälfte von Stufe zwei. Stufe eins gilt auch jedes Mal, wenn sich das Fahrzeug den Supercharger-Ladestrom einer Ladesäule mit einem anderen Fahrzeug teilt. Den maximalen Ladestrom bekommt man übrigens an einer Säule, die man sich nicht mit einem anderen Fahrzeug teilen muss. Alternativ an einer Säule an der der Partner bereits fast voll geladen ist.

Als Minutenpreise werden für Stufe eins 17 Cent angegeben, Stufe zwei liegt entsprechend bei 34 Cent je Minute.

Auch blockieren kostet

Die Abrechnung der Supercharger-Nutzung erfolgt über das angemeldete Tesla-Konto, wird automatisch aktualisiert und zeigt die Abbuchung von der gewährten Gutschrift beziehungsweise den in Rechnung gestellten Betrag. Die Supercharger-Gebühreninformationen können auch auf dem Touchscreen im Fahrzeug gecheckt werden.Tesla betont, dass die Supercharger-Gebühren nicht zur Gewinnmaximierung genutzt werden, sondern nur zur Kostendeckung und zum weiteren Ausbau des Ladenetzwerks beitragen.

Neben der reinen Nutzungsgebühr können aber auch sogenannte Blockierungsgebühren anfallen. Die werden fällig, wenn ein Auto eine Ladesäule blockiert ohne zu laden. Die greifen auch, wenn ein Auto geladen hat und den Ladeplatz über den Ladevorgang hinaus belegt. In Deutschland liegen diese gebühren zwischen 40 und 80 Cent je Minute. Die normalen Blockierungsgebühren fallen an, wenn eine Supercharger-Ladestation zu mindestens 50% besetzt ist. Bei 100% Belegung der Station verdoppeln sich die Blockierungsgebühren. Wer seinen Tesla an der Station geladen hat, bekommt vom Autobauer fünf Minuten Karenzzeit, um die Ladesäule freizugeben. Infos zum Ladefortgang und dem Ladeende erhält der Tesla-Besitzer über die Tesla-App.

Derzeit stehen weltweit etwa 5.400 Tesla-Ladestationen zu Verfügung.

CCS-Stecker für Tesla Model 3

Das günstigere Tesla Model 3 wird, einem Bericht der britischen Zeitschrift Auto Express zufolge, in Europa mit CCS (Combined Charging System) ausgeliefert.

Damit lässt sich nicht nur an den eigenen Ladepunkten, sondern auch an vielen weiteren Ladesäulen mit CCS-Anschluss Strom zapfen. Für den angepeilten Durchbruch des Tesla Model 3 im Massenmarkt eine gewiss sinnvolle Entscheidung.

Auch für die bestehenden Modellreihen Model S und Model X soll es dem Bericht nach in Zukunft die Möglichkeit geben, an CCS-Anschlüssen nachzuladen. Tesla soll für beide Autos entsprechende Adapter vorbereiten.

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