Thyssen

Autosparte weg

Foto: Karmann

ThyssenKrupp erwägt einem Pressebericht zufolge den Verkauf seiner Autoteile-Sparte. Damit könnte der Stahlkonzern etwa drei Milliarden Euro erlösen, wie das "Wall Street Journal Europe" unter Berufung auf informierte Kreise berichtet.

Ein ThyssenKrupp-Sprecher habe sich dazu nicht äußern wollen. Der größte deutsche Stahlhersteller habe die Investmentfirmen Morgan Stanley und Greenhill beauftragt, einen möglichen Verkauf seines Autoteile-Bereichs zu prüfen.

In der Autozuliefererbranche sind US-Unternehmen wie Delphi und Dana ins Schlingern geraten. Insgesamt haben bereits vier amerikanische Zulieferer Gläubigerschutz beantragt. ThyssenKrupp Automotive sei zwar von all den Problemen nicht betroffen, mit denen viele US-Konkurrenten zu kämpfen hätten, schreibt die Zeitung. Es könne aber für den Konzern schwierig werden, die Autoteile-Sparte in diesem krisengeschüttelten Branchenumfeld zu verkaufen.

ThyssenKrupp hat Interesse den kanadischen Stahlhersteller Dofasco zu übernehmen. Arcelor hatte den deutschen Konzern jedoch im Bieterwettstreit um die Kanadier ausgestochen. Mittal Steel will Arcelor übernehmen und dann Dofasco an ThyssenKrupp zu dem zuletzt von ThyssenKrupp gebotenen Preis von 68 kanadischen Dollar pro Aktie oder insgesamt umgerechnet knapp 3,8 Milliarden Euro weiterverkaufen. Arcelor wehrt sich jedoch vehement gegen die Übernahmepläne von Mittal.

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