TMC Dumont

Irres Custombike von Ex-F1-Pilot

Tarso Marques TMC Dumont Foto: Tarso Marques 15 Bilder

Früher fuhr der Brasilianer Tarso Marques bei Minardi in der Formel 1. Jetzt wirkt er in seiner Heimat als erfolgreicher Customizer für Autos und auch Motorräder. Auf der legendären Daytona Bike Week holte er 2018 mit der TMC Dumont den Titel „Best of Show“.

In der Formel 1 war der Brasilianer Tarso Marques zwischen 1996 und 2001 für das Team Minardi am Start. Nennenswerte Erfolge konnte er dabei nicht einfahren. Seiner Rennfahrer-Leidenschaft fröhnte er später noch bei Stock-Car-Rennen in seiner Heimat. Heute liegt sein Fokus auf Customizing. Mit seinem eigenen Unternehmen entwirft und baut er extrem ausgefallene Autos und Motorräder.

In Daytona alle ausgestochen

Ein absolutes Glanzlicht lieferte Tarso Marques auf der 2018er Daytona Bike Week, dort wo sich die wohl besten Customizer der Welt einen harten Wettstreit liefern. Und Marques setzte sich durch. Die von ihm gestaltete TMC Dumont stahl quasi allen Wettbewerbern die Schau und holte sich den Titel „Best of Show“. Für den ultimativen Showeffekt setzt die TMC Dumont – sie ist nach einem brasilianischen Flugpionier benannt – auf einen längs eingebauten, luftgekühlten Sechszylinder-Flugmotor sowie nabenlose 36 Zoll-Räder.

300 PS ohne Schalldämpfung

Das rund 300 PS starke Triebwerk mit liegenden Zylindern, das vom Flugmotorenhersteller Rolls-Royce stammt und sonst in zahllosen Cessnas arbeitet – wird über zwei Mehrfachvergaser und eine riesige Lufthutze mit Gemisch versorgt. Schalldämpfung? Fehlanzeige. Ausgeatmet wird über ungedämpft kurze Flammrohre.

Für den eigentlichen Radantrieb wird die Kurbelwellendrehzahl bei der TMC Dumont über einen Riemenantrieb auf eine Zwischenwelle übersetzt. Das Antriebsmoment fließt anschließend über einen Winkeltrieb und einen Kettenantrieb über ein Reibrad auf das Hinterrad. Das Vorderrad wird in einer Schwinge geführt, die im Rahmenanlenkpunkt horizontal drehbar gelagert ist. Der Lenkeinschlag ist aber minimal. Der Fahrer sitzt ungeschützt vor dem Hinterrad nur geschätzt 30 Zentimeter über dem Boden und direkt hinter dem Sechszylinder. Der sitzt auf einem Stahlwannenprofil, das als Rahmen dient. Vorder- und Hinterrad werden daran über Luftfederbälge, wie man sie von Lkw kennt, abgestützt.

Neben der TMC Dumont hat Marques bereits zahlreiche andere Custombikes auf Basis von BMW-, Triumph- und natürlich Harley-Modellen gefertigt. Auch Autos, Boote, Hubschrauber und Flugzeuge durchlaufen seine Designabteilung.

Neuester Kommentar

Den Übergang von Sitz zu Hinterrad darf man dann wohl Meatgrinder nennen. Auf so eine dämliche, ungeschützte Idee wäre nicht einmal Colin Furze gekommen …

bowrilla 6. September 2018, 18:04 Uhr
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