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Tödlicher Unfall mit Tesla Model X

Autopilot war eingeschaltet

Tesla Model X P90D, Frontansicht Foto: Hans-Dieter Seufert 24 Bilder

Der tödliche Unfall mit einem Tesla Model X ist mit eingeschaltetem Autopiloten geschehen. Das erklärte das Unternehmen in einem Blogä-Eintrag am Osterwochenende (31.3.2018).

03.04.2018 Holger Wittich

Bereits am Freitag (23.3.2018) um 09:27 Uhr Ortszeit war das Elektroauto auf einer Autobahn im Silicon Valley in der Nähe des Ortes Mountain View gegen einen Beton-Poller gefahren. Dessen Crashstruktur war nach einem vorherigen Unfall jedoch nicht wieder Instand gesetzt worden. Das Model X wurde nach der Kollision noch von einem Mazda erfasst und stieß anschließend mit einem weiteren Auto zusammen, „Wir haben noch bei keinem anderen Unfall so einen großen Schaden an einem Model X gesehen“, erklärte Tesla. Der 38 Jahre alte Fahrer, ein Ingenieur von Apple, aus San Mateo in US-Bundesstaat Kalifornien starb am Unfallort. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Tesla-Fahrer reagierte nicht auf Warnhinweise

Tesla bestätigte, dass der Autopilot aktiv und auf der adaptive Tempomat auf den geringsten Abstand eingestellt war. Nach Tesla-Auswertung habe der Fahrer seine Hände trotz mehrerer visueller und akustischer Warnungen in den sechs Sekunden vor dem Aufprall nicht am Lenkrad gehabt. „Der Fahrer hatte ungefähr fünf Sekunden und 150 Meter freie Sicht auf die Betontrennwand …, aber die Fahrzeugprotokolle zeigen, dass keine Maßnahmen ergriffen wurden“, so Tesla. Das Assistenzsystem bremste das Fahrzeug jedoch nicht automatisch ab.

Der Fernsehsender ABC berichtet nach dem Unfall, dass sich der verunglückte Fahrer mehrfach über den Autopiloten beschwert haben sollte. Das System habe ihn auf seinem Arbeitsweg mehrfach in Richtung des Pollers gelenkt. Auch soll er die Beschwerde bei seinem Tesla-Händer vorgebracht haben, dieser konnte den Fehler nicht nachvollziehen.

Tödlicher Unfall mit Uber-VolvoEinigung mit Hinterbliebenen

Das Unternehmen selbst erklärte, dass Tesla-Modelle mit Autopilot die Unfallstelle insgesamt 85.000 Mal und seit Jahresbeginn zirka 20.000 Mal passiert hatten – ohne Zwischenfälle. Der Crash wird auch von Unfallermittlern der US-Behörde NTSB untersucht. Bereits am 20.3.2018 machte schon ein anderer tödlicher Unfall mit einem autonom fahrenden Fahrzeug des Fahrdienst-Vermittlers Uber Schlagzeilen. Hier wurde im US-Bundesstaat Arizona eine Frau überfahren. An Bord des Uber-Fahrzeugs saß eine Überwachungsperson, die nicht eingegriffen hat.

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