Neuer Toyota Camry 2017

Sitzprobe im neuen Mittelklasse-Bestseller

Toyota Camry 2018 Foto: Marcel Sommer 15 Bilder

Toyota stellt auf der Detroit Motor Show den neuen Camry vor. Der US-Bestseller wurde deutlich emotionaler gezeichnet, bekommt neue Motoren und mehr Platz. Innen enttäuscht er.

Vermutlich gehört der neue Toyota Camry zu den wichtigsten Neuvorstellungen auf der Detroit Motor Show, wenn auch nicht aus europäischer Sicht, denn der Camry ist seit Jahren auf dem US-Markt die bestverkaufte Limousine schlechthin. Und der neue Toyota Camry soll nahtlos an die Erfolgsserie seiner Vorgänger anschließen. Als Grundstein setzt Toyota dabei weiter auf den Dreisatz: Gebaut in Amerika, gebaut von Amerikanern und gebaut für Amerikaner. Der designierte US-Präsident Donald Trump wird es gerne hören.

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Sitzprobe Toyota Camry

Für den amerikanischen Markt ist er wichtig: Der Toyota Camry steht in seiner neuesten Facelift-Version in Detroit. Rein in die japanische Limousine und „uff“: Hier drinnen sieht es ein bisschen nach günstigen Materialien aus. Teile der Türverkleidung und des Armaturenbretts sind aus Plastik der härteren Sorte gefertigt, was aus der Zeit gefallen wirkt. Die Verarbeitung ist allerdings top – alles macht den Eindruck, als würde es ewig halten.

Die Sitze sehen mit ihren gemütlichen Seitenwangen nach amerikanischer Bequemlichkeit aus, entpuppen sich aber als recht harte Unterlage – die Seitenwangen sind wiederum weich. In Sachen Kopffreiheit wird es für Menschen ab 1,90 Meter Körpergröße vorne und hinten eng. Im Innenspiegel sitzen drei Knöpfe für die Fernentriegelung von Garagentoren und im Dach sind sechs Tasten für die Steuerung des Schiebedaches und der Innenraumbeleuchtung da – die siebte Taste ist der SOS-Knopf.

Teilabgeschirmte Mittelkonsole

Unter die schwarze Fläche auf dem Armaturenbrett könnte ein richtig großer Bildschirm lauern – allerdings ist der dann deutlich kleiner als er im ausgeschalteten Zustand wirkt und die Lüftungsdüsen sind unergonomisch über ihm platziert. Die Mittekonsole zieht sich bis weit unter den Bildschirm und ist im vorderen Bereich zum Beifahrer mit einer geschwungenen Kunststoffwand abgeschirmt.

Im Fond das Gleiche wie vorne: Günstig wirkende Oberflächen, eingeschränkte Kopffreiheit für große Menschen – aber immerhin ordentlich Beinfreiheit.

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Neue Plattform, neue Motoren

Kam der Camry bislang recht bieder daher, so soll die 8. Generation deutlich mehr Glücksgefühle beim Besitzer wecken. Der neue Camry baut auf der neuen GA-K Platform auf und setzt motorisch auf einen neuen 2,5-Liter-Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer, einen neuen 3,5-Liter-V6-Benziner sowie ein neu entwickeltes CVT-Getriebe und eine neue Achtgang-Automatik. Natürlich kommt auch der neue Camry wieder mit einem Hybridantrieb, der den 2,5-Liter-Benziner mit einem E-Motor zusammenspannt. Leistungsdaten nennen die Japaner allerdings noch nicht.

Mit weniger Höhe und mehr Breite kommt der neue Toyota Camry deutlich gestreckter daher, die Proportionen wirken dynamischer. Die zugepfeilte Front setzt auf scharf geschnittene Scheinwerfer, einen kleinen zweistufigen Kühlergrill sowie riesig dimensionierte Kühllufteinlässe. Die C-Säule haben die Japaner mit einer kecken Sicke versehen. Die umlaufenden Rückleuchten werden von einer senkrecht verlaufenden Entlüftungskieme betont. Auf dem Stummel-Kofferaumdeckel sitzt ein kleines Spoilerbürzel. Die Heckschürze trägt einen Diffusor.

Dynamischer gezeichnetes Cockpit

Den neu gezeichneten Innenraum kennzeichnet ein S-förmiger Schwung in der Mittelkonsole. Zentrales Bedienelement ist ein großer Touchscreen. Das Cockpit setzt auf klassische Rundinstrumente, dazu gibt es optional ein Head-up-Display. Neue Sitze und neue Oberflächen sollen die Qualitätsanmutung weiter steigern. Angeboten wird der neue Toyota Camry in den vier Ausstattungslevel LE, XLE, SE und XSE, wobei sich die Sportversion SE durch spezielle Anbauteile und 19 Zoll große Felgen zusätzlich von seinen zivileren Brüdern abheben soll.

Zur Sicherheitsausstattung zählen zehn Airbags sowie serienmäßig ein Safety-Sense-System Dazu lassen sich alle aktuellen Assitenzsysteme kombinieren. Das Infotainmetsystem bindet natürlich Smartphones ein, kann auch Internet und ist auf Wunsch mit einem hochwertigen Audio-System verknüpft.

Preise für den neuen Camry nannte Toyota noch nicht.

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