Hybrid-Modelle bei Toyota

Keine Diesel mehr für RAV4, Auris, Yaris und Co.

Toyota Prius Plug-in 2017 Fahrbericht Foto: Toyota

Was haben RAV4, Auris und Yaris gemeinsam? Alle sind von Toyota und alle gibt es nicht mehr als Diesel, weil der japanische Hersteller die Selbstzünder aus dem Produktportfolio verbannt. Wir haben nachgefragt, warum das so ist.

Zugegeben, wenn man an den Diesel denkt, dann ist Toyota nicht der erste Hersteller, der einem da in den Sinn kommt. Die Japaner haben sich schon lange der Hybrid-Technologie verschrieben, und auf dieses Pferd setzt man offenbar auch weiterhin. Ein Blick in den Online-Konfigurator verrät: Das SUV RAV4, den kompakten Auris, den Corolla und den kleinen Yaris gibt es nicht mehr als Diesel zu kaufen. Toyota hat hier nur noch Benziner und Hybrid-Modelle im Angebot. Doch warum ist das so?

Autonis 2016, Leserwahl, Toyota RAV 4 Foto: Hersteller
Den Toyota RAV4 gibt es nicht mehr als Diesel. Das kompakte SUV ist fortan als Benziner oder Hybrid-Modell im Angebot.

Zunächst hatte Toyota im vergangenen Jahr einen Diesel-Verkaufsanteil von verschwindend geringen sechs Prozent. Das dürfte auch einer der Gründe sein, warum der Selbstzünder in den Köpfen der Autofahrer nicht unbedingt mit Toyota verknüpft ist. Um die Dimensionen mal in einen Rahmen zu setzen: Im Jahr 2017 hat Toyota in Deutschland mit rund 81.000 Fahrzeugen nur knapp 10.000 Autos mehr auf die Straße gebracht als VW allein mit dem Tiguan (ca. 71.400). Das wären dann weniger als 5.000 hierzulande verkaufte Diesel in 2017. Das klingt nach einer Nischenmarke, doch um auch diesen Umstand ins richtige Licht zu rücken: Weltweit hat Toyota im vergangenen Jahr fast neun Millionen Autos verkauft.

BMW-Diesel fallen weg

Aber zurück zum Wegfall des Selbstzünders. Aktuell sind noch drei Sorten von Dieselmotoren im Sortiment; die einen kommen von BMW und werden noch für den Verso und den Avensis angeboten. Dabei handelt es sich um 1,6-Liter und 2,0-Liter-Motoren. Der Liefervertrag mit BMW läuft jedoch aus, und damit fallen auch die Motoren zeitnah aus dem Programm. Die anderen Motoren sind die 2,4- und 2,8-Liter-Maschinen mit 150 und 177 PS. Diese Diesel werden seit 2015 von Toyota selbst gebaut und treiben große Autos wie den Land Cruiser und den Hilux an. Weil diese selbstentwickelten Diesel dank Harnstoff-Zusatz auch die Abgasnorm Euro 6c erfüllen, bleiben sie weiterhin im Sortiment, wo hingegen die Umrüstung der BMW-Diesel zu hohe Entwicklungskosten bei zu geringem Absatz verursachen würde. Und dann wären da noch die Dieselmotoren von PSA, die im Proace arbeiten und ebenfalls die Euro 6-Norm erfüllen.

Toyota e-Palette auf der CES
Autonomer Kasten mit Elektroantrieb

Der letzte kleine Diesel, den Toyota in Eigenregie gebaut hatte, war der 1,4-Liter im Yaris. Dieses Aggregat jedoch wurde bereits zum Modellwechsel 2014 verabschiedet. Man werde sich weiterhin auf die Hybrid-Technologie konzentrieren, erklärt Dirk Breuer, Pressesprecher Technik bei Toyota, gegenüber auto motor und sport. Bis 2050 soll der CO2-Ausstoss um 90 Prozent gesenkt werden, so laute das markeneigene Klimaziel des Herstellers; und in der Verfolgung dieses Ziels habe der Diesel keinen Platz mehr.

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