Toyota knackt die Billion-Gewinn-Grenze

Der führende japanische Autokonzern Toyota Motor hat jüngsten Schätzungen zufolge als erstes japanisches Unternehmen überhaupt einen Reingewinn von mehr als einer Billion Yen (7,8 Milliarden Euro) eingefahren.

Wie die japanische Tageszeitung "Asahi Shimbun" erfahren haben will, belief sich der Gruppenertrag zum Bilanzstichtag 31. März auf netto rund 1,1 Billionen Yen. Der Umsatz dürfte demnach die Marke von 16 Billionen Yen erreicht haben. Hintergrund seien der robuste Absatz in Nordamerika sowie steigende Umsatz- und Produktionszahlen in Europa.

Bänder laufen auf Hochtouren - bis zu 1.000 neue Jobs

Der Branchenprimus hatte 2003 Ford als zweitgrößten Autohersteller der Welt abgelöst. Der globale Absatz war um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 6,78 Millionen Fahrzeuge gestiegen. Damit übertraf Toyota den Absatz des US-Konkurrenten Ford Motor um 60.000 Einheiten. Der japanische Vorzeigekonzern wird seine Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr am 11. Mai bekannt geben, davor werde man sich zu Bilanzfragen nicht äußern, hieß es in Tokio. Die "Asahi Shimbun" führte den erwarteten massiven Gewinn auf die kräftigen Autoverkäufe aber auch auf Kostenreduzierungen zurück, wodurch die negativen Auswirkungen des stärkeren Yen mehr als ausgeglichen worden seien.

Bei Toyota in der Heimatprovinz Aichi laufen die Bänder auf Hochtouren, um mit der hohen Nachfrage mitzuhalten. Um dem erhöhten Bedarf an Arbeitskräften nachzukommen, heuert das Unternehmen verstärkt Vertragsarbeiter an. Am Donnerstag führte der Autobauer erstmals auch Beschäftigte von Zeitarbeitsfirmen in seinen Produktionswerken ein. Dies war durch eine neue gesetzliche Regelung ermöglicht worden. Toyota werde zwischen 500 und 1.000 Zeitarbeiter zum Ende des Monats einstellen, hieß es. Die Zahl der Vertragsarbeiter habe man von rund 5.000 auf etwa 8.500 erhöht, um der wachsenden Nachfrage nach Autos im Ausland nachzukommen, hieß es.

Das Erfolgsrezept: Hohe Qualität, niedriger Preis

Die Toyota Gruppe, zu der auch die Tochterfirmen Daihatsu Motor und Hino Motors gehören, hatte im vergangenen Jahr weltweit rund 6,83 Millionen Fahrzeuge produziert, ein Zuwachs von 8,1 Prozent. Autoexperten führen den stetigen Aufstieg von Toyota auf die hohe Qualität seiner Fahrzeuge sowie auf die günstigen Preise zurück. Hinzu kam die ständige Ausweitung der Produktpalette, die inzwischen von Kleinwagen bis zu Luxusautos der Lexus-Marke reicht. Nach Angaben der japanischen Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun" plant Toyota zum kommenden Jahrzehnt seinen Weltmarktanteil auf 15 Prozent und damit auf das derzeitige Niveau von General Motors zu steigern.

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