Toyota Prius Plug-in Hybrid Toyota
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Toyota Prius Plug-in Hybrid 16 Bilder

Toyota Prius Plug-In Hybrid

Prius saugt Strom aus der 220-Volt-Steckdose

Erstmals kann ein Toyota Prius seine Hybrid-Batterie ganz einfach an der Steckdose laden. Und das in nur 90 Minuten. Ganz nebenbei fährt er auch noch bis zu 20 Kilometer rein elektrisch. Wie überzeugend ist dieser neue Prius Plug-In?

Genau 15 Jahre nach der Präsentation des ersten Prius bleiben die Toyota-Mannen bescheiden. Ohne übertriebenen Stolz führen sie den besten Prius vor, den Plug-In.

Wichtigster Baustein des Toyota Prius Plug-In ist sein Kobalt-Lithium-Ionen-Akku

Der Toyota Prius III schleicht nicht nur auf Streichelgas elektrisch durch Tiefgaragen, sondern zischt jetzt mehrere Kilometer mit Tempo 100 emissionsfrei übers Land. Ist der Strom in den Akkus aufgebraucht, schaltet das System auf den bekannten Hybridantrieb um und nutzt bedarfsgerecht die Kraft des 1,8-Liter-Vierzylinders. So wächst die Reichweite auf über 700 Kilometer. Der wichtigste Baustein des Toyota Prius Plug-In ist sein Kobalt-Lithium-Ionen-Akku, den Toyota erstmals einsetzt. "Wir haben lange getestet und wollten uns ganz sicher sein, dass diese Technik zuverlässig funktioniert", erklärt Koei Saga, verantwortlich für die Hybrid-Entwicklung bei Toyota. 

Um ein Auto auf längeren Strecken rein elektrisch fahren zu können, bedarf es einer Batterie mit hoher Energiedichte: Lithium-Ionen-Akkus. Toyota fertigt die Speicher für den Prius selbst und fand auch noch eine kluge Aufteilung. Genau genommen besteht der luftgekühlte Batterieblock aus drei einzelnen Akkus. Während Main, so heißt der wichtigste, die Funktion des Hybridantriebs sichert, liefern Sub1 und Sub2 die Energie fürs elektrische Fahren.

Wer auf den Kickdown verzichtet, kann im Prius lange auf der Stromwelle gleiten

Der Toyota Prius Plug-In beginnt jede Fahrt, genügend Akkupower und Temperaturen oberhalb von minus 25 Grad vorausgesetzt, ohne seinen Benzinmotor (EV-Modus). Und der bleibt auch aus: Wer auf den Kickdown verzichtet, kann lange auf der Stromwelle gleiten. Die größten Reichweiten-Killer sind nicht nur Scheibenwischer, Gebläse und Navigationssystem, sondern vor allem die kalten Jahreszeiten. Sie schlauchen den Akku enorm. Um diesem Problem zu entkommen, setzt Toyota im Prius eine Wärmepumpe ein. Diese heizt den Prius und seine Batterien bei Bedarf auf, während er in der heimischen Garage an der Steckdose nachtankt.

Prius Plug-In-Käufer müssen mit Preisaufschlag rechnen

Die traurige Nachricht: Der Toyota Prius Plug-in ist derzeit nur im Carpool der Deutschen Bahn erlebbar. Toyota hat 600 Fahrzeuge weltweit im Einsatz, um das Nutzerverhalten zu studieren. Ab 2012 soll der Plug-in dann endlich  bei den Händlern stehen. Direkt neben dem normalen Prius; der behält seine Nickel-Metallhydrid-Batterien. Denn zum jetzigen Zeitpunkt dürfte der Plug-in-Aufschlag drei- bis fünftausend Euro betragen. Genaue Zahlen will Toyota noch nicht nennen. Man weiß schließlich, wie sensible Käufer beim Thema Geld reagieren.

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