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Toyota-Rückrufe

Erste Anhörung zur US-Sammelklage

In Kalifornien hat die erste Anhörung zur US-Sammelklage gegen den japanischen Automobilkonzern Toyota stattgefunden. Rund 320 Klagen von Autobesitzern, Unfallopfern, Aktionären und Händlern sind nach den millionenfachen Rückrufen von der amerikanischen Justiz zu einer Sammelklage gebündelt worden, für die Richter James Selna am Central District Court of California in Santa Ana zuständig ist.

Dutzende Anwälte versuchten Selna am Donnerstag davon zu überzeugen, dass sie die richtigen sind, um einen Sitz in einem der diversen Komitees zu erhalten, über die das Verfahren vorangetrieben werden soll.

Ein Vergleich könnte Toyota bis zu drei Milliarden Dollar kosten

Auf dem Spiel stehen gewaltige Summen, falls die Sammelklage erfolgreich ist oder es zu einem Vergleich kommt - nicht nur für die Kläger, sondern auch für die Anwälte, die sich durchsetzen können. Ein Vergleich könnte laut beteiligten Anwälten bis zu drei Milliarden Dollar bringen.
 
Toyotas Hauptanwalt hielt bei seinem Auftritt fest, dass einige der Klagen schneller geklärt werden könnten, wenn sie aufgeteilt würden in jene Fahrzeuge, die vom Rückruf betroffen waren, und alle anderen. "Das wäre eine win-win-Situation nicht nur für das Gericht, sondern auch für die Parteien", sagte Cari Dawson.
 
Richter Selna hat sich schließlich für eine vorläufige Basisstruktur für die Klageanwälte entschieden: Das Komitee das sich um die Todesfälle kümmert, wird aus fünf Anwälten bestehen, sieben andere sitzen im Komitee, in dem es um die Klagen wegen Wertverlusten geht. Einige der Redner waren allerdings der Ansicht, beide Komitees sollten aus je neun Anwälten bestehen angesichts der Komplexität der Fälle.
 
Selna muss außerdem entscheiden, ob alle Klagen gleichwertig behandelt werden sollen. Toyota hat sich dagegen ausgesprochen und argumentiert, dass Autobesitzer, die keine Probleme mit ihrem Fahrzeug hatten, nicht in die Sammelklage einbezogen werden sollten. Der Richter setzte zwei weitere Anhörungen auf den 28. Mai und den 25. Juni an.
 
Toyota hatte weltweit mehr als acht Millionen Autos zurückrufen müssen, um Gaspedale und Fußmatten in den Fahrzeugen richten zu lassen. Drei von vier betroffenen Autos sind in den USA zugelassen. Hintergrund des Verfahrens ist der Vorwurf gegen Toyota, den Rückruf in den USA zu spät veranlasst zu haben. Die festklemmenden Gaspedale, die dazu führten, dass Autos sich nicht stoppen ließen, sollen allein in den USA 52 Menschen das Leben gekostet haben.
 
US-Verkehrsminister Ray LaHood hatte dem japanischen Hersteller vorgeworfen, schon im September 2009 von dem Defekt gewusst zu haben; der Rückruf erfolgte jedoch erst im Januar 2010. Toyota gestand Fehler in der Kommunikation ein, betonte aber, der Konzern habe nicht versucht, etwas zu verheimlichen.

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