Traton Group

VW stärkt die Nutzfahrzeugsparte

Traton Foto: Jochen Knecht

Mit der Traton Group schließen sich einstige Konkurrenten wie MAN, Scania, Volkswagen Caminhões e Ônibus und Rio zu einem Team zusammen. Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 sind erstmals alle Hersteller auf einem Stand zu sehen.

Die Transportbranche ist im Umbruch. Allein Daimler kam im Jahr 2017 auf 36 Milliarden Euro Umsatz in der Lastwagen- und Bussparte – Volkswagen Truck & Bus auf 24 Milliarden Euro. Transportvolumina und Emissionsstandards steigen. Die Nachfrage der Kunden nach effizienten, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Lösungen ebenso.

Da wundert es kaum, dass selbst hartnäckigste Konkurrenten wie Scania und MAN näher zusammenrücken – oder genauer gesagt zusammenarbeiten. Unter der Unternehmensgruppe Traton (TRAnsport und TONage) finden sich daher nun Scania, Man, Volkswagen Caminhões e Ônibus und RIO. Im Jahr 2017 konnten die Marken der 81.000 Mitarbeiter starken Traton Group 205.000 Fahrzeuge absetzen. Die leichten Nutzfahrzeuge, Lkw und Busse werden an 31 Standorten in 17 Ländern produziert.

Börsengang noch für Ende 2018 geplant

Andreas Renschler Foto: Daimler
Traton-Vorstandschef Andreas Renschler führt MAN, Scania, Volkswagen Caminhões e Ônibus und RIO zusammen.

Andreas Renschler, Traton-Vorstandschef, sagte: „Der neue Name Traton ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zum Global Champion der Transportbranche. Seit unserer Gründung sind wir schneller zusammengewachsen als erwartet. Traton verschafft uns größere Unabhängigkeit. Der neue Name wird die gemeinsame Identität weiter fördern und betont die Einzigartigkeit unserer Gruppe. Zugleich stärkt er unsere Präsenz als führendes Unternehmen für innovative Transportlösungen. Er macht uns attraktiver für Arbeitnehmer und für den Kapitalmarkt.“

Als nächstes steht nun der Börsengang auf dem Plan des Unternehmens und nicht, wie spekuliert wird, eine Erhöhung des 17-prozentigen Anteils an Navistar, einem US-Truck-Hersteller. Mit dem Beschluss des Aufsichtsrats steht nun auch schon der Name der zukünftigen europäischen Aktiengesellschaft fest: Traton SE. Wann genau der Börsengang vollzogen wird, werde abhängig vom Marktumfeld entschieden, heißt es bei Traton.

Weltweit führende Nutzfahrzeughersteller

VW e-Delivery Foto: Jochen Knecht
Der e-Delivery von Volkswagen fährt rein elektrisch und ist für Lateinamerika und Afrika bestimmt.

Über zu geringe Fahrzeugabsätze kann sich aktuell noch keines der drei großen Unternehmen beschweren. MAN konnte von seinen in drei europäischen Ländern sowie in Russland, Südafrika, Indien und der Türkei gefertigten Modellen insgesamt 89.990 Einheiten absetzen (81.450 Trucks, 6.330 Busse und 2.210 leichte Nutzfahrzeuge). Scania setzte im Jahr 2017 90.780 Einheiten ab (82.470 Trucks und 8.310 Busse). Bei Volkswagen Caminhões e Ônibus, das leichte bis schwere Lkw und Bus-Chassis für Lateinamerika und Afrika anbietet, konnten 25.880 Einheiten abgesetzt werden (21.100 Trucks und 4.780 Busse).

RIO, das vierte Unternehmen der Traton Gruppe, bietet keine Fahrzeuge, sondern eine offene, herstellerunabhängige und cloudbasierte Plattform für den Güterverkehr an. Sie soll digitale Lösungen für die gesamte Lieferkette bündeln und Handlungsempfehlungen in Echtzeit liefern.

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