TVR Griffith

Puristischer Sportwagen kommt frühestens 2020

TVR Griffith Foto: Newspress

Die legendäre britische Sportwagenmarke TVR feiert 2017 mit einem ersten neuen Modell ihr Comeback. Geburtshilfe leisteten dabei Ex-F1-Designer Gordon Murray und Cosworth. Der neue TVR heißt wieder Griffith, ist wieder puristisch und leistet 507 PS. Der Marktstart verzögert sich jetzt aber noch weiter.

Lange war es reichlich still um die Marke TVR. Auf verschiedene Besitzerwechsel folgten immer wieder neue Ankündigungen, aber eben keine neuen Autos. Mitte 2015 hatten sich die Briten wieder zu Wort gemeldet und das Comeback für 2017 angekündigt. Auf dem Goodwood Revival Festival 2017 hatte der neue TVR seine Premiere gefeiert.

Die Geschichte des neuen TVR Grifftih startete bereits zur Weihnachtszeit 2015. Da hatten die Briten ein erstes Teaserbild an potentielle Kunden verschickt, es folgten diverse weitere Teaser. Sie zeigen einen Sportwagen mit Sidepipes und markanten Entlüftungskiemen in den Flanken, den Schaltknauf eines manuellen Getriebes oder eben eine markante Front mit konturierter Motorhaube. Und wo wird der neue TVR nun gebaut? In Wales, genauer in Ebbw Vale unweit von Newport. Schon der ehemalige TVR-Besitzer Nikolai Smolensky hatte über ein Werk in Wales nachgedacht. Die walisische Regierung wird in die TVR-Produktionsstätte investieren, schließlich werden in der Region Arbeitsplätze geschaffen. Schon jetzt sollen 400 Aufträge vorliegen, die die Produktion auf lange Zeit sicherstellen.

TVR Griffith Foto: TVR
Das Design des neuen TVR stammt von Gordon Murray.

TVR setzt auf Cosworth-Power und Murray-Design

TVR-Besitzer Les Edgar, der sein Vermögen mit Computerspielen gemacht hat, hat sich für die Wiederauferstehung der von ihm 2013 übernommenen Sportwagenmarke TVR kompetente Partner ins Boot geholt. Das Design und das technische Konzept für die neuen Modelle steuern der Ex-Formel 1-Designer Gordon Murray mit seinem Team bei. Es bleibt beim Zweisitzer mit Frontmotor, 6-Gang-Handschaltung und Hinterradantrieb. Üppiges Spoilerwerk gibt es nicht, der Grifith ist als Ground-Effekt-Auto gezeichnet. Es bleibt auch beim traditionell geringen Elektronikeinsatz. Viel mehr als ein ABS und eine einstellbare Traktionskontrolle gibt es nicht an Bord des TVR. Dafür aber Sidepipes und LED-Scheinwerfer und Rückleuchten. Der neue TVR fällt dabei ziemlich kompakt aus. Er ist nur 4,31 Meter lang, 1,24 Meter hoch und 1,85 Meter breit. der Radstand des Zweisitzers wird mit 2,60 Meter angegeben.

Die Motorpower liefert Cosworth zu. Die haben einen von Ford stammenden Fünfliter-V8-Saugmotor mit Trockensumpfschmierung aus dem Mustang überarbeitet und auf 507 PS gebracht. Ein maximales Drehmoment wird nicht genannt. Geschaltet wird per manuellem Sechsganggetriebe von Tremec. Diese Kombi soll den TVR in knapp 4 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von über 322 km/h ermöglichen. Beim Leistungsgewicht soll er alle direkten Konkurrenten deutlich schlagen.

Unter dem Karosseriekleid aus Verbundmaterial und Aluminium setzen die rund 1.250 kg schweren TVR-Modelle – die Gewichtsverteilung liegt bei 50:50 – auf ein Gitterrohrgeflecht aus Stahl und Aluminium mit Einzelradaufhängungen. Hier kommt das von Murray entwickelte iStream-Modulsystem – Stahlrohrrahmen in Kombination mit Composite-Sandwich-Modulen – zur Anwendung. Das Fahrwerk ist komplett einstellbar, die Lenkung arbeitet mit elektrischer Servounterstützung. Bei der Bremsanlage setzt TVR auf Sechskolbenzangen und 370er Scheiben an der Vorderachse sowie Vierkolbenzangen und 350er Scheiben hinten. Den Fahrbahnkontakt halten 19 Zoll große Felgen vorn mit 235/35er Pneus. Hinten setzt der Griffith auf 20 Zöller mit 275/30er Reifen.

TVR Teaser 2017 Foto: TVR
Einblick in die i-Stream Technik.

Zum Marktstart soll vom neuen TVR eine Sonderserie mit Kohlefaserkarosserie aufgelegt werden, die Serienmodelle tragen hingegen ein Karosseriekleid aus GFK. Die hochwertigeren Bodypanels sollen aber nachrüstbar sein. In den kommenden zehn Jahren sollen insgesamt vier neue Modelle aufgelegt werden.

Produktionsstart für den TVR Griffith verschiebt sich weiter

Für den ersten neuen TVR, der als Coupé und als Cabrio kommt, sollen schon rund 400 fixe Bestellungen vorliegen. Einem Teil der Käufer, die bereits 5.000 Pfund von den rund 90.000 Pfund Endpreis angezahlt haben, wurde der neue TVR jetzt hinter verborgenen Türen präsentiert. Zum Start wird es zudem eine auf 500 Exemplare limitierte spezielle Launch Edition mit Sonderfelgen, Sonderlack, Volllederausstattung und speziellem Infotainmentsystem geben. Produziert werden sollte der neue Griffith ab Ende 2018. Daraus wird jetzt allerdings nichts. Zum Produktionsstart sollten die alten Werkshallen in Wales modernisiert werden. Die entsprechende Arbeiten sind aber noch nicht angelaufen. Der Grund dafür ist bürokratischer Natur. Weil das Land Wales 3 % der Anteile an TVR hält, müssen die Werksumbauten nach EU-Recht europaweit ausgeschrieben werden. Das sorgt für Verzögerungen. Zunächst wurde als neuer Produktionsstart für den neuen TVR Ende 2019 angegeben. Jetzt wurde dieer noch weiter verschoben. Vor 2020 soll kein Griffith gefertigt werden. Ob und wie ein Brexit darauf Einfluss haben könnte ist noch nicht sicher.

TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith TVR Griffith Teaser TVR Griffith Teaser TVR Teaser 2017 TVR Teaser 2017 TVR Griffith Teaser TVR Griffith Teaser TVR Griffith Teaser TVR Teaser 2017 TVR Teaser 2017 TVR Teaser 2017 TVR Teaser 2017 TVR Teaser 2017 TVR Teaser 2017 TVR Teaser 2017
Zur Startseite
Die neue Ausgabe als PDF
Tech & Zukunft Tim Ramms (MOTOR PRESSE STUTTGART), Patrick Glaser (Vialytics), Jörg Rheinläner (HUK Coburg) Mobility & Safety Award 2019 Vialytics gewinnt den Award Volvo Slippery Road Alert Volvo Hazard Light Alert und Slippery Road Alert Sicherheitssysteme serienmäßig und nachrüstbar
SUV Erster Check Mercedes GLS Erster Check Mercedes GLS 2019 Mercedes Maximus Hozon U Elektro-SUV China Erster Check Hozon U Schafft es Chinas E-SUV zu uns?
Mittelklasse Audi SQ5, Mercedes-AMG GLC 43, Exterieur Audi SQ5 gg. Mercedes-AMG GLC 43 Sportliche Mittelklasse-SUV im Test VW Passat Variant, Gebrauchtwagen-Check, asv2317 VW Passat Variant im Gebrauchtwagen-Check Auch als Gebrauchtwagen ein Publikumsliebling?
Anzeige
Alle Automarken von A-Z
Markenbaum Sideteaser Erlkönige, Neuvorstellungen und Tests von allen Marken