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Übernahmeversuch

Conti plant Gegenangebot

Foto: dpa

Der vor der Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe stehende Automobilzulieferer Continental spricht Presseberichten zufolge mit potenziellen Investoren über ein mögliches Gegenangebot.

05.08.2008

Um die feindliche Übernahme durch Schaeffler abzuwehren, führten Vorstandschef Manfred Wennemer und Finanzchef Alan Hippe Gespräche mit mehreren Investoren, berichten "Financial Times Deutschland" (FTD) und "Handelsblatt"unter Berufung auf Finanzkreise. Unter den Interessenten befinden sich dem "Handelsblatt" zufolge Finanzunternehmen und strategische Investoren. Laut "FTD" sind auch Investoren aus der Autobranche an Conti interessiert.

Der fränkische Wälzlagerhersteller Schaeffler hatte am 30. Juli ein Übernahmeangebot von 70,12 Euro je Aktie für Continental vorgelegt. Conti lehnt das Angebot ab. Der DAX-Konzern mit derzeit rund 150.000 Beschäftigten weltweit hatte einen deutlich höheren Preis und eine Begrenzung der Schaeffler-Beteiligung auf 20 Prozent gefordert. Die Franken halten bereits acht Prozent der Aktien. Zudem hat sich das Unternehmen über Tauschgeschäfte den Zugriff auf 28 Prozent der Conti-Anteile gesichert.

Laut "FTD" ist eine Rettung vor dem Zugriff Schaefflers nur durch ein höheres Gegenangebot für mindestens 29 Prozent der Anteile möglich. Experten reagieren jedoch mit Skepsis auf Contis Verteidigungsstrategie. Eine Gegenofferte in diesem Umfang sei "nicht unmöglich", sagte Analyst Frank Schwope von der Nord/LB dem "Handelsblatt". Er halte sie aber auch "nicht für wahrscheinlich".

Der "FTD" zufolge ist es für Finanzinvestoren "nahezu unmöglich", die nötigen Darlehen bei Banken für einen solchen Schritt zu beschaffen. Fast alle Institute, die für eine solche Großübernahme in Frage kämen, seien bereits für Schaeffler tätig. Die fünf Institute auf Conti-Seite - Citigroup, HSBC, Goldman Sachs, JPMorgan und Deutsche Bank - seien von der Kreditkrise schwer getroffen.

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