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Überwacht Saab seine Kunden?

Saab soll die Fahrgewohnheiten seiner Kunden überwachen, wie der schwedische Rundfunk SVT berichtet. Dazu wurden ohne das Wissen der Eigner Blackboxes in die Modelle 9-3 und 9-5 eingebaut, mit der "gewisse Daten" an den Hersteller übertragen wurden.

09.10.2002

„In der Tat zeichnet die zentrale Motorsteuerung im Falle eines Unfalls Daten der letzten fünf Sekunden auf“, so Saab-Deutschland-Sprecher Olaf Meidt gegenüber auto.t-online.de. „Diese Daten können aber nur von einer Spezialabteilung im Werk ausgelesen werden. Dazu muss die Blackbox mit Einverständnis des Autobesitzers nach Schweden geschickt werden. Zudem werden die Daten ausschließlich zu Forschungszwecken verwendet und unter gar keinen Umständen an Dritte weitergegeben“, relativierte Meidt den Rundfunkbericht. Zum Vorwurf der heimlichen Überwachung erklärte er: „Saab weist auf diese Funktionalität ausdrücklich in der Bedinungsanleitung der jeweiligen Fahrzeuge hin.“

Die Blackbox ist mit dem zentralen Datensensor verknüft, der unter anderem das Auslösen des Airbags steuert. Kommt es zu einem Unfall, werden unter anderem die gefahrene Geschwindigkeit, das Bedienen des Gas- und Bremspedales und die Betätigung des Blinkers aufgezeichnet.

Grund für den Rundfunkbericht war die Forderung der schwedischen Polizei, Einblick in diese Daten nehmen zu können. Anfang des Jahres war ein Saab-Dieb nördlich von Göteborg mit einem Lkw zusammengestoßen. Die Polizei wollte wissen, wie schnell der bei dem Unfall Getötete unterwegs war, um die Schuldfrage zu klären. Saab weigerte sich jedoch, die Daten herauszugeben.

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