Ultimatum

Ölpreis unter Druck

Die internationalen Ölpreise sind am Dienstag (18.3.) nach dem 48-Stunden-Ultimatum des amerikanischen Präsidenten George W. Bush an Saddam Hussein stark abgesackt.

Die internationalen Ölpreise sind am Dienstag (18.3.) nach dem 48-Stunden-Ultimatum des amerikanischen Präsidenten George W. Bush an Saddam Hussein stark abgesackt. Die Ölhändler rechnen mit einem schnellen und für die USA erfolgreichen Irak-Krieg. Sie erwarten keine größeren Lieferunterbrechungen aus dem Persischen Golf und hoffen zudem, dass die US-Truppen wichtige irakische Ölfelder rasch besetzen können, ohne dass es zur befürchteten Zerstörung der eigenen Ölfelder durch Saddam Hussein kommen wird.

Ölpreis: Niedrigster Stand seit Januar

In London ist der Ölpreis am Dienstag auf seinen niedrigsten Stand seit Januar gefallen. Die Marke Brent wurde am frühen Nachmittag mit 27,20 Dollar pro Barrel notiert. Das war ein Rückgang von 2,28 Dollar gegenüber dem Vortag. Tony Wood, Ölexperte der Bank of Scotland in Edinburgh, nannte die „Erleichterung“ über ein absehbares Ende der Irak-Krise als Hauptgrund für die Entwicklung. „Der Markt erwartet einen kurzen Konflikt. Es herrscht Erleichterung darüber, dass das Ende einer äußerst unsichern Periode in Sicht ist.“

John Waterlow von der Öl-Beratungsfirma Wodd McKenzie in Edinburgh sagte, das „Warten der Märkte“ sei vorüber. „Die Unsicherheitsprämie wird langsam abgebaut.“ Die Ölpreisentwicklung der letzten Monate sei vornehmlich eine „Reflektion der Unsicherheit“ gewesen. Echte Versorgungsengpässe habe es nie gegeben. „Der Markt bewegt sich auf ein realistisches Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu“, sagte Waterlow.

Um den irakischen Exportausfall während eines Krieges zu kompensieren, hat Saudi Arabien eine Ölreserve von fast 50 Millionen Barrel eingerichtet. Dies berichtete die New York Times. Diese Reserve könne etwa einen Monat Exportausfälle aus dem Irak wettmachen. Allein die USA verbrauchen etwa eine Million Barrel irakisches Öl pro Tag, erklärt ein Ölfachmann der Zeitung.

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