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Umzug der Daimler Finanzsparte

Daimler sucht einen Kompromiss

Der Protest der Daimler-Mitarbeiter gegen den geplanten Umbau der Finanzdienstleistungssparte zeigt Wirkung. Am Wochenende wollten Vertreter von Daimler Financial Services und der Mercedes-Benz Bank mit dem Betriebsrat einen Kompromiss ausloten, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft IG Metall am Donnerstag (14.10.)und bestätigte einen Bericht der "Stuttgarter Nachrichten".

Daimler will im Zuge der Neuorganisation 250 der bisher 1.850 Arbeitsplätze in der Finanzdienstleistungssparte streichen. Mittelfristig sollen 50 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden.

Schnell faire Lösung finden

Ziel der Gespräche sei es, dass am Ende weniger Arbeitsplätze gestrichen würden und möglichst wenige Beschäftigte von Umzügen betroffen seien, sagte die Gewerkschaftssprecherin. Außerdem werde ein Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen angepeilt. Ein Sprecher der Mercedes-Benz Bank teilte mit: "Ziel der Unternehmensleitung ist es jetzt, in den Verhandlungen mit dem Betriebsrat möglichst schnell gute und faire Lösungen für alle Beteiligten zu finden."
 
Nach den Unternehmensplänen soll die Zentrale der Finanzdienstleistungssparte von Berlin nach Stuttgart umziehen und die Zahl der deutschen Standorte von neun auf drei schrumpfen. In Stuttgart sollen die Zentralen der Finanzdienstleistungen und der Mercedes-Benz Bank unter einem Dach zusammengeführt werden. In Berlin will Daimler das Geschäft rund ums Auto, wie Fahrzeugfinanzierungen und Kfz-Versicherungen, bündeln. Für Saarbrücken sieht der Plan schwerpunktmäßig die Abwicklung des Direktbankgeschäfts vor. Der Umbau soll 2012 abgeschlossen werden.
 
In den vergangenen Monaten hatten immer wieder Hunderte Mitarbeiter gegen die Pläne protestiert. Zwei alternative Konzepte des Betriebsrats hatte die Unternehmensleitung abgelehnt.

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