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Unfallstatistik 2017

Zahl der Verkehrstoten

Verkehrsunfall, Unfall, Unfallstatistik, Verkehrstote Foto: GDV

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland wird nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 voraussichtlich den niedrigsten Stand seit Bestehen der Bundesrepublik erreichen.

22.01.2018 Uli Baumann Kommentare

Im November 2017 verloren nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts (Destatis) in Wiesbaden 247 Menschen ihr Leben bei Straßenverkehrsunfällen in Deutschland. Das waren drei Verkehrstote mehr als im November 2016. Die Zahl der Verletzten dagegen ging um 1,7 % auf circa 31.300 gegenüber dem Vorjahresmonat zurück.

Von Januar bis November 2017 wurden 2.942 Verkehrstote gezählt, das waren 48 weniger als im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2016 (2.990 Getötete). Rund 358.800 Menschen wurden in den ersten elf Monaten 2017 auf Deutschlands Straßen verletzt, ein Rückgang um 2,3 % gegenüber Januar bis November 2016. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle ist gesunken. In den ersten elf Monaten 2017 erfasste die Polizei rund 2,34 Millionen Straßenverkehrsunfälle, 0,9 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Darunter waren 279.000 Unfälle mit Personenschaden (– 2,4 %) und circa 2,07 Millionen Unfälle mit ausschließlich Sachschaden (– 0,8 %).

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2017 starben 2.693 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, das waren 53 Personen oder 1,9 % weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verletzten ging von Januar bis Oktober 2017 um 2,6 % auf rund 326.600 zurück.

Basierend auf den vorliegenden Daten von Januar bis September 2017 dürfte die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr im Gesamtjahr 2017 voraussichtlich um 1 % auf rund 3.170 sinken. Bei den Verletzten ist im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme um 2 % auf rund 390.000 zu erwarten.

Die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle wird bis zum Jahresende voraussichtlich um rund 1 % ansteigen. Damit wird es 2017 erstmals mehr als 2,6 Millionen Unfälle auf Deutschlands Straßen geben. Allerdings wird die Zahl der Unfälle mit Personenschaden schätzungsweise um nahezu 3 % auf 300.000 zurückgehen. Dagegen wird ein Anstieg der Unfälle mit ausschließlich Sachschaden um etwa 1 % auf 2,3 Millionen erwartet.

Unfallzahlen steigen

Von Januar bis September 2017 erfasste die Polizei insgesamt 1,9 Millionen Straßenverkehrsunfälle, eine Zunahme um 1,7 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Darunter waren knapp 226.900 Unfälle mit Personenschaden (– 3,3 %), bei denen 2.403 Menschen getötet wurden. Damit ging die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2016 um 1,8 % beziehungsweise 44 Personen zurück. Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr verringerte sich um 3,2 % auf 291.800.

Bezogen auf 1 Million Einwohner kamen im ersten Halbjahr 2017 durchschnittlich 19 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Das größte Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, bestand in Brandenburg mit 29 Getöteten je 1 Million Einwohner, gefolgt von Niedersachsen und Thüringen mit jeweils 27 Verkehrstoten. Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lagen die Werte in den drei Stadtstaaten, die aber aufgrund ihrer Siedlungsstruktur generell niedrigere Werte aufweisen. Ebenfalls niedrig war das Risiko in Nordrhein-Westfalen mit 12 Getöteten sowie in Sachsen und Schleswig-Holstein mit jeweils 17 Verkehrstoten je 1 Million Einwohner.

Für den Zeitraum Januar bis Mai 2017 liegen tiefer gegliederte Ergebnisse vor. Danach kamen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vor allem mehr Benutzer von Krafträdern mit amtlichem Kennzeichen (+ 31 Personen oder + 20,7 %), Fahrer und Mitfahrer von Güterkraftfahrzeugen (+ 15 Personen oder + 30,0 %) und Fahrradfahrer (+ 15 Personen oder 12,8 %) ums Leben. Dagegen waren die Zahlen der getöteten Fußgänger (28 Personen weniger beziehungsweise – 13,5 %) sowie der getöteten Pkw-Insassen (20 Personen weniger beziehungsweise – 3,2 %) rückläufig.

2016 waren die Zahlen rückläufig

Die Zahl der Verkehrstoten ist 2016 gegenüber dem Vorjahr um 7,1 % gesunken. Insgesamt kamen auf deutschen Straßen 3.214 Menschen bei Unfällen ums Leben. 2016 war das allerdings unfallreichste Jahr seit der deutschen Wiedervereinigung. Die Polizei nahm im Jahr 2016 rund 2,6 Millionen Unfälle auf, 2,8 % mehr als ein Jahr zuvor. Bei 2,3 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden (+ 3,1 %), bei 308.200 Unfällen wurden Personen verletzt oder getötet (+ 0,8 %).

Für das Jahr 2015 hatte das Statistische Bundesamt (Destatis) noch 3.459 Getötete registriert. Damit erreichte die Zahl der Verkehrstoten den niedrigsten Stand seit mehr als 60 Jahren. Die Zahl der Verletzten stieg 2016 gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % auf rund 396.700 Personen.

Neuester Kommentar

Die erweiterten Funktionen von Handys und das vermehrte Benutzen dieser im Strassenverkehr, sorgen für die Unfälle, die die Assisstenzsysteme verhindern.

alaxz 23. Dezember 2017, 21:40 Uhr
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