Unfallstatistik auf neuem Tiefstand

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Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2003 auf einen neuen Tiefstand gesunken. Mit 3.051 wurden weniger Todesopfer gezählt als jemals zuvor in der gesamtdeutschen Halbjahres-Statistik, die für die Jahre seit 1979 besteht.

Dies berichtete das Statistische Bundesamt am Donnerstag (21.8.) in Wiesbaden. Im ersten Halbjahr 1980 mussten mit 6.985 Menschen noch weit mehr als doppelt so viele Opfer beklagt werden. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat in Bonn erklärt die Entwicklung mit deutlich verbesserter Fahrzeug- und Straßentechnik, effektiverer Unfallrettung und Erfolgen der Aufklärungsarbeit.

Der langfristige Rückgang der Todesopfer- und Verletztenzahlen sei hingegen eindeutig auf technische Fortschritte bei den Fahrzeugen, der Unfallrettung und den Straßen zurückzuführen, sagte Hammer. Sie warnte vor zunehmendem Schlendrian mit den Sicherheitssystemen: "Der Gurt bleibt Lebensretter Nummer Eins. Ohne ihn nützen auch die Airbags wenig."

Mecklenburg-Vorpommern: Gefährliches Terrain

Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ist die Zahl der Todesopfer um neun Prozent gesunken, teilten die Statistiker mit. Auch die Zahl der Verletzten sei mit 216.500 um fünf Prozent zurückgegangen, wie auch die Zahl der Unfälle. Hier wurden 165.800 und damit vier Prozent weniger gezählt als in der ersten Hälfte des Vorjahrs.


Beim Unfallgeschehen haben die Statistiker erneut einen deutlichen Schwerpunkt in Ostdeutschland festgestellt. Besonders gefährlich ist danach Mecklenburg-Vorpommern, wo 79 von einer Million Einwohner im Verkehr gestorben sind. Das Risiko, im Straßenverkehr getötet zu werden liegt damit in dem nord-östlichen Bundesland mehr als sieben Mal höher als in der Hauptstadt Berlin, deren Straßen mit elf Toten auf eine Million Einwohner am sichersten waren. Als einziges östliches Flächenland liegt Sachsen mit einer Belastungszahl von 35 unter dem Bundesschnitt von 37, der auch im wichtigen Transitland Hessen gezählt wurde.

Kurzfristige Schwankungen bei den Toten- und Verletztenzahlen ließen sich nur schwer erklären, sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Verkehrssicherheitsrats, Ute Hammer. Die gesunkenen Mengen beim Benzin- und Dieselverkauf könnten ein Hinweis darauf sein, dass weniger gefahren worden ist. Zudem sei die Zahl der bei der Polizei angezeigten Verkehrsvergehen wie Drängeln und Rechtsüberholen zurückgegangen. Es sei daher möglich, dass die Kampagnen zur Gelassenheit im Straßenverkehr erfolgreich waren.

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