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Uniti One Elektro-Stadtauto

Zwei- bis Fünfsitzer ab 14.900 Euro

Elektroauto Uniti Foto: Uniti 21 Bilder

Das schwedische Elektro-Auto-Startup Uniti hat jetzt den Uniti One vorgestellt. Für die Serienfertigung des Elektro-Stadtautos wurde Siemens als Produktionspartner gewonnen. 50.000 Autos sollen gebaut, die ersten 2019 ausgeliefert werden.

08.12.2017 Uli Baumann 9 Kommentare

Der Uniti One ist ein rein elektrisch angetriebenes Stadtauto , das in zwei-, vier- und fünfsitzigen Versionen und mit Flügeltüren angeboten werden soll. Gefertigt wird es aus Kohlefaser und Materialien aus Bioverbundwerkstoffen. Neben einer Version mit konventionellem Lenkrad gibt es den Uniti One auch mit einem im Zentrum drehenden Joystick-Kontrollsystem. Pedale und ein Lenkrad gibt es dann nicht an Bord, gesteuert wird per Steuerruder wie in einem Flugzeug, und zwar ohne mechanische Verbindung zwischen Steuerruder und Rädern. Auch ein klassisches Armaturenbrett gibt es nicht. Alle relevanten Informationen werden über ein Head-up-Display auf die Frontscheibe projiziert. Zudem soll der Uniti autonome Fahreigenschaften mitbringen.

Angetrieben wird der Uniti von einem Radnabenmotor, der je nach Konfiguration zwischen 15 und 40 kW leistet. Als Energiespeicher stehen wahlweise Lithium-Ionen-Batterien mit 11 oder 22 kWh Kapazität zur Verfügung. Die Ladezeit soll knapp über 3 Stunden liegen, Strom für 200 km soll in 30 Minuten gebunkert sein. Die Höchstgeschwindigkeit wird modellabhängig mit 90 bis 130 km/h angegeben, die Reichweite liegt entsprechend bei 150 bis 300 km. Der Spurt von Null auf 80 km/h soll der nur knapp 400 kg schwere Uniti in 3,5 Sekunden schaffen. Geladen werden können die Batterien per Induktion oder an der Steckdose.

Ab 2019 ab 14.900 Euro

Um den Uniti auch in Produktion zu bringen, hatten die Schweden per Crowdfunding schon rund 1,2 Millionen Euro bei 600 Investoren aus 45 verschiedenen Ländern eingesammelt. Siemens ist als Produktionspartner dabei. Die Zusammenarbeit soll die vollautomatisierte Serienfertigung des Elektroautos möglich machen. Bereits ab dem kommenden Jahr sollen jährlich 50.000 Exemplare produziert und ab Anfang 2019 ausgeliefert werden. Gebaut wird der Uniti im schwedischen Landskrona.

Strom von E.ON, Vertrieb über MediaMarkt

Der Grundpreis für den Uniti One wird bei 14.900 Euro liegen. Selbst die vollausgestatteten selbst die High-End-Modelle sollen für unter 19.900 Euro zu haben sein. Bislang soll es schon über 1.000 Vorbestellungen geben. Die Gebühr für eine Vorbestellung liegt bei 149 Euro. Diejenigen, die jetzt schon vorbestellen, erhalten ab Mitte 2018 Zugang zum Uniti-Konfigurator. Online können dann das gewünschte Modell, Ausstattung, Servicepakete, Finanzierungs- und Lieferoptionen, und Inzahlungnahme gewählt werden und eine endgültige Verpflichtung zum Kauf gemacht.

Schwedische Käufer erhalten mit dem Kauf zusätzlich ein Strompaket für Zuhause vom Energieanbieter E.ON, das einen rein aus Solarenergie gewonnenen Ladestrom über 5 Jahre garantiert. Als neuen Vertriebspartner konnten die Schweden die MediaMarkt-Kette gewinnen. Beginnend am 8. Dezember stehen Unitis Autos in zunächst zwei Showrooms in MediaMarkt-Filialen in Schweden zur Vorbestellung zur Verfügung. Die Testphase dieser Produkteinführung in zwei Filialen ist auf ein paar Monate beziffert, mit Option auf landesweiten Ausbau in Schweden.

Das Startup Uniti ist im Sommer 2015 aus einem Universitäts-Projekt hervorgegangen.

Neuester Kommentar

Viel Hype um ein paar Renderings und VR Models. Habe die Präsentation von Unity auf der Web Summit in Lissabon gesehen. Man hätte glauben können Steve Jobs wäre wiederauferstanden. Allerdings gab es bei ihm immer das berühmte "one more thing" zum Schluss, bei Unity gab es aussser einem Fahrersitz gar nichts zum Anfassen - weder zu Anfang noch zum Schluss. Als Investor wäre ich hier etwas verstört. Bei Unity gibt es dafür viel "name dropping" (media markt, Siemens) und grossen Talk, alle tun so als wären sie gerade auf dem Mond gelandet. Aber es gibt hier keine Innovation, das Auto besteht hauptsächlich aus konventionellen zugekauften Komponenten, der besondere Gag ist wohl eine sich elektrisch öffnende Türe. Wow.
Es wurde angekündigt dass am 7. Dezember der erste Prototyp präsentiert wird - bei Media Markt, gleich neben dem iPhone X - dann wissen wir wohl mehr.
Mir persönlich gefällt der Sion von Sono Motors besser, er kann sich immerhin in der Sonne selbst aufladen - und fährt auch bereits, kostet zudem nur € 16.000.

jpnyc 5. Dezember 2017, 18:40 Uhr
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