US-Absatz

Deutsche gebremst

Die deutschen Autobauer mussten im Januar in Nordamerika Absatzrückschläge hinnehmen. Allein Porsche glänzte dank seines sportlichen Geländewagens Cayenne mit einem Absatzrekord.

Auch die weltweite Branchennummer eins und drei, General Motors und Ford, verbuchten nach einem rückläufigen Dezember auch im Januar auf dem Heimatmarkt einen Absatzrückgang.

So sank der Absatz für den Wolfsburger Konzern Volkswagen erheblich. Volkswagen of America lieferte im Januar 13.205 Fahrzeuge an Kunden. Im entsprechenden Vorjahresmonat waren es noch 17.811 gewesen.

Auch Tochter Audi konnte nicht auftrumpfen. Für die Ingolstädter rutschte der Absatz von 5.478 auf 5.005 Fahrzeuge. Dabei kauften die US-Kunden häufiger als noch im Vorjahr Audis Luxusmodelle. Vom Audi A8 seien 410 Stück ausgeliefert worden, nachdem es im vergangenen Jahr noch 135 gewesen, hieß es.

Starker Rückgang bei BMW

Für den erfolgsverwöhnten Autohersteller BMW endete der Monat mit einem Absatzeinbruch um 19 Prozent. Insgesamt seien 16.135 Fahrzeuge verkauft worden, teilte der Konzern mit. Schlechter verkaufte sich vor allem die Stammmarke BMW. Hier ging der Absatz um 26 Prozent von 14.311 auf 10.627 Autos zurück. Aber auch vom Mini setzte BMW weniger Exemplare ab - der Absatz rutschte von 2.818 auf 2.756 Stück.

Derweil sank bei Mercedes-Benz die US-Auslieferungszahlen um 3,1 Prozent auf 15.169 Fahrzeuge. Während die absatzstärkste C-Klasse mit 4.763 (plus 3,3 Prozent) verkauften Fahrzeugen einen Januar-Rekord aufstellte, gab es bei der E-Klasse (minus 14,3 Prozent), die S-Klasse (minus 20,3 Prozent) und auch der CL-Klasse (minus 46 Prozent) deutliche Rückschläge.

Porsche legt zu

Gegen den Trend stemmte sich Porsche. Der Sportwagenproduzent konnte vor allem dank seines neuen Geländewagens Cayenne deutlich zulegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat seien die Verkäufe um 66 Prozent auf 2.314 Fahrzeuge geklettert, hieß es. Der Cayenne habe sich 1.446 Mal verkauft. Im eigentlichen Sportwagengeschäft hat Porsche weiterhin enorme Probleme: Der Boxster verkaufte sich 265 Mal und blieb damit um 55 Prozent hinter dem Vorjahresniveau zurück, die Verkäufe der 911-er Baureihe rutschte um ein Viertel auf 603 Stück.

US-Hersteller weiter im Minus

Beim weltgrößten Autohersteller General Motors knickte der Absatz um zwei Prozent auf 299.050 Fahrzeuge ein. Im Dezember hatte der Absatzrückgang noch neun Prozent betragen. Zwar verkaufte der Konzern 13 Prozent mehr Lkw, das Pkw-Geschäft war jedoch schwach und um 17 Prozent eingebrochen.

Nach einem Rückgang um vier Prozent im Dezember blieb der Absatz von Ford auch im Januar hinter dem Vorjahresniveau zurück. Der Konzern verkaufte 5,2 Prozent weniger Fahrzeuge. Vor allem das Pkw-Geschäft schwächelte. Insgesamt wurden den Angaben zufolge 230.036 Fahrzeuge abgesetzt. Von der Marke Ford verkaufte der inzwischen nur noch drittgrößte Autohersteller der Welt mit 190.573 Wagen 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Dagegen hätten sich vor allem sportliche Geländewagen gut entwickelt, hieß es. Bis Jahresende solle aber auch der Absatz bei Pkw wieder anziehen.

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