US-Absatz

Ford schafft die Wende

Foto: ams

Erstmals nach achtmonatiger Talfahrt am US-Markt hat Ford bei den Absatzzahlen im September wieder zugelegt. Die überragende Geschichte schreibt aber erneut Toyota. Unter den Deutschen bleibt Mercedes stark.

Nach Monaten der Rück- und Niederschläge, begleitet vom Untergangsgetrommel in den Medien, ist der Absatzmonat September Balsam auf die Wunden der Ford-Werke. Mit stattlichen 5,4 Prozent schlug sich der wirchaftlich schwer angeknockte Autobauer im September nicht nur deutlich besser als der Gesamtmarkt (Plus 1,9 Prozent), Ford war auch der einzige der großen US-Hersteller, der überhaupt ein Plus zu verzeichnen hatte.

Schmerzlich einmal mehr das Abschneiden für Chrysler: Trotz Rekordrabatten rutschten die Verkaufszahlen um 3,8 Prozent in die Tiefe, GM verloren 3,5 Prozent. Psychologisch besonders wertvoll für Ford: Durch den Zuwachs hat Ford im September 83 Autos mehr verkauft als Toyota und liegt nun wieder auf Platz zwei der Absatzgiganten.

Was aber wichtiger ist als die Arithmetik um Punkte und Prozent: Während die großen SUV weiter für Kummer sorgen, haben für Ford fast ausschließlich die neuen Mittelklassewagen Ford Fusion, Mercury Milan und Lincoln Zephyr das Plus eingefahren. Für Marktexperten zumindest ein Indiz, dass der Umbau der Produktpalette weg von großen SUV hin zu verbrauchsgünstigeren Mittelklassewagen bei Ford erste Früchte tragen könnte.

Toyota stürmt weiter vor

Wie das funktionieren kann machte einmal mehr Toyota vor. Ohnehin Wachstums-König am US-Markt sattelten die Japaner nochmals 25 Prozent beim Absatz drauf. Neuer Allzeitrekord für Toyota bei den Verkäufen.

Nicht mithalten können da die deutschen Marken, deren Septemberbilanz herbstlich bunt ausfiel. Am hellsten strahlt in den USA derzeit der Mercedes Stern. Mit einem Plus von 13,2 Prozent bestätigte Mercedes auch im September seine seit Monaten gute Verfassung am US-Markt, weiter in der Wachstumsspur bleiben Porsche (plus 3,1 Prozent) und Audi (plus1,9 Prozent). Schwächeanfälle dagegen bei BMW (minus 7,8 Prozent) und VW (minus 7,2 Prozent), wobei allerdings bei Marken mit Blick auf die ersten Monate deutlich im Plus bleiben.

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